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[Nuke-Nin] Kyokuko Tsuki

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Kyokuko Tsuki

- the Fist of Shadow -

Themenstarter Themenstarter

1

Sonntag, 14. Juni 2009, 21:20

Kyokuko Tsuki




Name: Kyokuko [jap.: Polarlicht] Tsuki [jap.: Mond]; Taiki [jap.: großer Glanz/großes Leuchten] Tsuki (Name nach ihrer Adoption)

Geburtsdatum/Alter: Geb.: 7. September 24 v. ZS; 31 Jahre

Größe: 1.71m

Gewicht: 59kg

Geschlecht: Weiblich

Aussehen:

Tsukis bevorzugter Kleidungsstil hat sich im Laufe der Jahre ein wenig verändert. Ihre leichte Rüstung hat die Schwarzhaarige abgelegt und gegen einen, jedoch immer noch roten, Kimono, mit etwas helleren Wolkenmustern ausgetauscht. Der Kimono reicht der Schwarzhaarigen nur bis zu den Oberschenkeln und wird durch ein weißes, eng anliegendes Spaghetti-Top zusammengehalten. Auffallend sind vor allem die weiten Öffnungen der Ärmel des Kleidungsstückes, dessen Ränder, genauso wie die anderen Ränder des Kimonos weiß hervorstechen. Unter dem Kimono trägt die Kunoichi standardmäßig normale Unterwäsche (!), eine kurze schwarze Hose, sowie ein rot/weißes Top. Das Top dient größtenteils als Sichtschutz, da es nach vorne und hinten hin sehr lang wird. So verdeckt der rote Stoffteil des Top Tsukis Unterleib und hinten erledigen zwei weiße Streifen die gleiche Arbeit. Passend zu dem Kimono bekleiden zwei rote Stiefel, die nach unten hin normalen Ninjasandalen ähnelnd Tsukis Füße. Die Stiefel reichen ihr bis zu den Knien und weisen ebenfalls Muster auf, die die gleiche Farbe haben wie die auf Tsukis Kimono. Körperlich hat sich Tsuki auf den ersten Blick kaum verändert. Ihre Statur ist immer noch schmal und dünn, nichtsdestotrotz weiblich und selbstsicher. Wer sich von ihrem unscheinbaren Äußerlichen täuschen lässt wird es wohl oder übel büßen. Ihre schwarzen Haare sind in den vergangenen Jahren etwas gewachsen und anstatt sie nun hochzustecken trägt sie Tsuki zu einem langen Zopf, der sowohl oben, als auch einmal unten mit einem Haargummi zugeschnürt ist. Ihr altbekanntes Pony ist ihr jedoch geblieben und umrahmt ihr Gesicht wie eh und je. Jedoch weist ihr Körper doch mehr Veränderungen auf, als man im ersten Augenblick wahrnimmt. Die Narben, die vorher Tsukis ganzen Körper bedeckten sind verschwunden und ihr Körper ist makellos rein. Ihren Mund verdeckt die Nuke-Nin nun nicht mehr mit einem Schutz, dafür trägt sie jedoch nun eine Maske. Die Maske selbst ähnelt einer Maske, die oftmals im Noh-Theater benutzt wird und zeichnet sich durch zwei Geweihe aus. An ihrem rechten Arm trägt die Schwarzhaarige des weiteren einen roten Schutzhandschuh, links jedoch nur ein rotes Schweißband. Ihr Inventar verstaut sie in mehreren Gürteltaschen, die sie normalerweise immer um die Hüfte trägt. Alle anderen Accessoires legte Tsuki über die Jahre ab.

Rang: Jounin; A-Rang Nuke-Nin

Akademist: 6 Jahre
Genin: 11 Jahre
Chuunin: 15 Jahre
Jounin: 18 Jahre
Nuke-Nin: 19 Jahre

Clan/Familie: Bis zu ihrem 15. Lebensjahr wuchs Tsuki in ihrer eigenen Familie auf. Nachdem ihre Eltern ermordet wurden wurde sie in die Familie Taiki aufgenommen.

Familie Kyokuko

Kyokuko Reizo - geb.: 46 v. ZS // † 9 v. ZS (37)
Reizo, Tsukis Vater war ein grauenvoller Mensch. Als Ninja packte er es, durch seine Verhaltensweisen und Einstellungen nie über den Rang eines Chuunin. Seine Ninjalaufbahn legte er schnell nieder, nicht zuletzt weil er Sakini heiratete und eine Tochter bekam. Doch er wurde nicht zu einem liebevollen Vater, sondern zu einem Säufer. Täglich verballerte er das sowieso schon knappe Geld der Familie und betrank sich bis in die Nacht. Seine Frau Sakini und seine Tochter Tsuki schlug er und steigerte dies nach einigen Jahren zu regelrechten Folterungen. Man könnte sogar sagen, dass er Wahnsinnig wurde, mit dem Gedanken die volle Macht über das Leben der Beiden zu haben. Morddrohungen kamen nicht selten über seine Lippen und schüchterten seine wehrlose Frau ein. Tsuki war ebenfalls nicht in der Lage etwas gegen ihn auszurichten und ihn zu verraten traute sich keiner der Beiden. Letztendlich starb er durch die Hand Tsukis.

Kyokuko Sakini - geb.: 44 v. ZS // † 9 v. ZS (35)
Sakini war schon immer eine zierliche und schüchterne Frau. Ihre körperliche Verfassung erlaubte ihr nicht den Weg eines Ninja zu wählen und deswegen übernahm sie den kleinen Blumenladen ihrer Eltern. Dort lernte sie auch Reizo kennen, ihren Mann mit dem sie Tsuki zur Welt brachte. Erst nach ihrer Geburt fing dieser an sie zu schlagen. Getrunken hatte er schon vorher, aber auch nach Tsukis Geburt steigerte sich dies. Zu schwach sich zu wehren und zu ängstlich um nach Hilfe zu bitten ließ sie sich beinahe täglich von ihrem Mann schlagen und verletzen, während Tsuki gezwungen wurde dies mit anzusehen. Die Liebe zu ihrer Tochter dagegen wurde immer stärker, genauso wie der Drang diese zu beschützen. Sakini starb 6 v ZS durch Tsuki, die sie im Schlaf mit einem Kunai erstach.

Familie Taiki (Pflegefamilie)

Taiki Hattori - geb.: 38 v. ZS // † 5 v. ZS (33)
Tsukis Adoptivvater war zu seiner Zeit ein geachteter, strenger Jounin, der bekannt für seinen guten Umgang mit Suiton war. Zusammen mit seiner Frau fasste er den Entschluss Tsuki in seine Familie aufzunehmen, größtenteils aus Mitleid mit dem Mädchen, welches ihre Familie verloren hatte. Zudem brachte er Tsuki bei mit dem Element Suiton umzugehen und lehrte ihr einige Jutsu. Den restlichen Teil der Erziehung Tsukis überließ er jedoch seiner Frau Aimi. 5 vor Zen Saiki wurde er von Tsuki aus dem Hinterhalt ermordet.

Taiki Aimi – geb.: 35 v. ZS // † 5 v. ZS (30)
Aimi war im Gegensatz zu Hattori locker und weich, vor allem in der Erziehung von Tsuki. Aimi merkte schnell, dass ihre Adoptivtochter sich ungern Dinge vorschreiben ließ und versuchte es schnell erst gar nicht mehr, sondern ließ die Schwarzhaarige meist immer das machen was sie wollte. Trotzdem versuchte sie auch stets Tsuki in ihre neue Familie zu integrieren, was ihr jedoch nicht oft gelang. Wie ihr Mann wurde sie 5 vor Zen Saiki von Tsuki umgebracht.

Taiki Mai - geb.: 14 v. ZS // † 5 v. ZS (9)
Das kleine Mädchen war die leibliche Tochter der Familie Taiki. Zu der Zeit als Tsuki in die Familie aufgenommen wurde kam sie gerade erst in die Akademie und war verrückt nach dem Ninjaleben. Etwas, dass Tsuki am eigenen Leibe erfahren musste. Nicht selten bombardierte Mai ihre „große Schwester“, wie sie Tsuki schnell nannte mit Fragen und Aufforderungen. Irgendwann war es Tsuki jedoch genug und sie ermordete das kleine Mädchen 5 vor Zen Saiki. Mai war die erste ihrer Familie, die starb.

Geburtsort: Tsuchi no Kuni - Iwa-Gakure

Aufenthaltsort: Tsuki besitzt keinen festen Aufenthaltsort (eine grobe Angabe würde ich gerne dann einfügen, wenn ich einen PP gefunden habe)

Team: -

Sensei: -

Elementzuneigung: Suiton

Beherrschte Elemente: Suiton & Raiton

Chakrafarbe: Blau

Inventar:

  • hintere Hüfttasche * Diese Hüfttasche beinhaltet eigentlich nur Tsukis Schriftrollen und besitzt deshalb Gefächer, in denen sie die Schriftrollen leicht und geordnet platzieren kann. Damit ist Tsuki in der Lage die passende Schriftrolle schnell und leicht zu nutzen.
    • 1. Schriftrolle [so präpariert, dass die Waffe sofort erscheint]: Kazeshini [jap.: Wind des Todes] Quelle * Diese Kusarigama sind Spezialanfertigungen für Tsuki. Sie sind sehr stabil und bestehen aus Platin, auf welcher sich eine Legierung aus chakraleitendem Metall befindet. Die zwei Kusarigama besitzen einen langen Griff, an denen sich jeweils zwei Klingen befinden. Die scharfen Seiten der Klingen zeigen zum einen zum Griffanfang und zum anderen zum Ende Des Griffes. Zudem sind sie mit einer Kette verbunden, die ebenfalls Chakra leitet.
    • 2. Schriftrolle [so präpariert, dass die Waffe sofort erscheint]: Zwei Kama (siehe Bild) * Eine Waffe die Tsuki über die Jahre hin meistern und lieben gelernt hat. Auch bei diesen Stücken handelt es sich um eine Spezialanfertigung, die Tsuki bei einem sehr guten, ihr bekannten Waffenschmied in Auftrag gegeben hat. Dabei hat sie sich stark an der Fertigung ihres Kusarigama orientiert, daher ist die Waffe ebenfalls aus Platin und chakraleitend. Wirklich traditionellen Kama ähneln diese Waffen nicht. Durch ihre besondere zweischneidige Form, den Bändern am Ende der griffe und eine rötliche Färbung der Klinge ist sie ein Unikat und erregt nicht selten Aufmerksamkeit. Die Griffe der beiden Waffen sind äußerst lang, weswegen sie im Nahkampf - in der Tsuki sie meistens benutzt - selbst aus einiger Entfernung geführt werden können. Das Führen der Waffe an sich fällt Tsuki sehr leicht, da sie nahe verwandt mit dem Kusarigama ist und ähnlich benutzt wird.
    • 3. Schriftrolle: Medic-Kit * Enthält:
      • mehrere Verbände
      • eine Schere
      • Kompressen
      • einige Pflaster
      • 20 Blutstoppillen
      • 20 Schmerzmittel
      • 10 Spritzen mit Gegengift gg verschiedenste leichte Gifte, 5 Spritzen mit Gegengift gg verschiedenste, schwere Gifte
  • rechte Hüfttasche
    • Bingo-Buch (stand: relativ neu geklautes Bingo-Buch mit den Daten aus 7 n. ZS)
    • 14 Kunai * 4 davon mit Jibaku Fuda präpariert, 2 mit Blendgranaten
    • 15 Shuriken
    • 20 Senbon * 4 davon mit kleinen Glöckchen präpariert
    • 200m Drahtseil
    • Verschiedene Pillen * verstaut in einem kleinen Extrafach
    • 5 Blutstoppillen
    • 2 Soldatenpillen
    • 5 Schmerzmittel
  • linke Hüfftasche
    • Eine Feile
    • Ein kleiner Spiegel
    • 15 Kemuri Dama
    • 4 Blendgranaten
    • 10 Jibaku Fuda
    • 5 Mundzünder
  • Tanto * Zwei kleine Tanto, welche Tsuki an ihrer Hüfte trägt. Zum Kämpfen kann Tsuki diese zwei Tanto einfach aus ihrer Scheide ziehen und sie auch schnell wieder verstauen.



Kampfstil:

Tsuki Kampfstil hat sich über die Jahre hinweg ein klein wenig, jedoch nicht zu sehr verändert. Für gewöhnlich greift sie weiterhin auf ihre alten Methoden zurück, die da wären: Sich im Hinterhalt halten, den Gegner fesseln oder lähmen und dann erledigen. Obwohl sie dafür früher meist eine Position in der Distanz vorgezogen hat, hat sich die Nuke-Nin nun angewöhnt auch den Nahkampf nicht zu sehr zu scheuen. In den letzten Jahren haben sich ihre Taijutsu-Fähigkeiten durchaus ein kleines bisschen verbessert. Der eigentliche Grund jedoch dem Gegner im Nahkampf gegenüber zu treten liegt an ihren neuen Waffen. Sowohl Kazeshini als auch ihre zwei Kama sind im Nahkampf äußerst effektiv. Obwohl Kazeshini durchaus auch auf Distanz benutzt werden kann und beide Waffen den Vorteil vorweisen eine höhere Reichweite als andere Nahkampfwaffen zu besitzen, so zeigen sie ihre wahre Stärke doch eher in einem aggressiven Nahkampf.

Trifft sie jedoch auf einen Gegner, gegen den sie keine Chance im Nahkampf hat schafft sie Distanz zwischen sich und ihrem Feind und benutzt ihre Gen- und Ninjutsu, oder sucht sogar Unterstützung ihrer Kuchiyose, um den Kampf zu gewinnen. Ihre alte Angewohnheit, bei zuerst aussichtslosen Kämpfen sofort die Flucht zu ergreifen hat die Schwarzhaarige immer noch nicht abgelegt. Ihr Leben ist ihr immerhin lieb, auch wenn es ab und an nicht so scheint. Ihre für gewöhnlich rationale und pragmatische Entscheidungsweise hat sie ebenfalls beibehalten, auch wenn Provokationen bestimmter Art sie immer noch genauso gut aus dem Konzept bringen. Dazu gehört wie immer ihr Alter, ihr Aussehen und auch ein paar andere Dinge, die der Nuke-Nin sauer aufstoßen. Tsuki ist halt einfach eine Tratschtante geblieben, die gerne und auch manchmal zu viel redet.

Stärken:

Tsukis Stärken haben sich kaum verändert. Ihre größte Stärke bilden immer noch ihre Gen- und Ninjutsu, über die sie in den letzten zwei Jahren wenn nur noch mehr gelernt hat. Jutsu erkennen und lösen? Kein Problem für die Kunoichi, selbst wenn sie dazu auf Schmerzen zurück greifen muss, die sie immer noch meist ohne eine Miene zu verziehen aushalten kann. Pläne zu entwickeln, oder die ihrer Gegner aufzudecken liegt ihr immer noch im Blut und sich mögliche Konteraktionen auszudenken ebenfalls. Neben diesen Stärken zeichnet sich Tsuki vor allem durch eine besonders hohe Kontrolle über ihr Chakra aus und besitzt ein leicht höheres Volumen, als normale Jounin. Kämpferisch wäre ansonsten noch ihre Präzision nennenswert. Die Kunoichi besitzt sehr gute Augen, mit denen sie weit entfernte Dinge früh entdeckt und sehr gut Zielen kann.

Charakterlich helfen Tsuki nicht nur ihr großes Selbstbewusstsein, sondern auch ihr hohes Maß an Unerschrockenheit. Nur durch wenige Dinge lässt sich die Nuke-Nin aus der Ruhe bringen. In Kämpfen und auch anderen brenzligen Situationen behält sie einen klaren Kopf, wenn sie nicht gerade gereizt wird und es nur um den Kampf selbst geht. Erfahren im Leben schockt die Schwarzhaarige auch kaum mehr etwas. Vielleicht gibt es noch die ein oder anderen Dinge, mit denen man ihr ein Schnippchen schlagen könnte, aber man sollte sich nicht allzu sicher sein sie überraschen zu können.

Schwächen:

Auch die Schwächen der Kyokuko sind größtenteils die Gleichen. Vor allem das Taijutsu macht Tsuki zu schaffen, obwohl sie seit neustem bevorzugt ihre Waffen im Nahkampf anwendet. Ihr weniges Wissen, ihre geringe Kraft und Ausdauer und ihr Manko im Bereich der Geschwindigkeit versucht sie mit ihren Stärken auszugleichen. Wo es ihr an Kraft fehlt benutzt sie gefährliche Waffen und präzise Schläge, die auf Schwachstellen und gefährliche Verletzungen zielen. Einen ernsten Kampf versucht sie so schnell wie möglich zu beenden, da sie weiß, dass sie mit vielen anderen zeitlich nicht mithalten kann.

Tsukis größte Schwächen zeigen sich jedoch in ihrem Charakter. So unerschrocken und selbstbewusst sie auch ist, ist die junge Frau auch arrogant. Nicht selten überschätzt sie sich und genießt es sich über ihre Gegner lustig zu machen. Wenn dem der Fall ist kann ein Kampf durchaus mal länger dauern. Ihre Neigung zum zu viel reden und Tsukis große Klappe bringen sie ab und zu in eine brenzlige Lage. Genauso gefährlich ist auch ihre impulsive Ader. Obwohl die Schwarzhaarige sich kalt gibt und versucht rational zu bleiben gibt es die ein oder anderen Dinge, die sie förmlich aus der Haut fahren lassen. Zugegebenermaßen versucht Tsuki oft sich unter Kontrolle zu halten, aber ihr Geduldsfaden reißt relativ schnell. Ein kühler Kopf mag zwar gut sein, aber wenn man ihn nicht lange beibehalten kann, was bringt er einem dann?

Besonderheiten:
  • 1. Sie ist in der Lage Fingerzeichen einhändig zu formen.
  • 2. Sie hat einen Kuchiyose-Vertrag mit einem Fledermaus-Stamm, nutzt diese Fähigkeit jedoch nur ungern im Kampf, da sie sich den Wesen gezwungenermaßen anvertraut und keine 100%ige Kontrolle über sie besitzt. Sie greift nur dann zu diesem Mittel, wenn sie keinen anderen Ausweg mehr sieht.


Persönlichkeit:

Tsuki scheint sich auf den ersten Blick kaum verändert zu haben. Auf andere wirkt sie immer noch nicht nur selbstbewusst, sondern auch besserwisserisch und arrogant. Noch immer verträgt sie keine Kritik, ist weiterhin ein Sturkopf und lässt sich ungern Befehle geben, beugt sich ihnen noch widerwilliger. Der Wille, ihr Verlangen und ihre Bedürfnisse stehen an oberster Stelle, egal mit welchen Mitteln sie diese durchsetzen muss. Ihr kaltes Verhalten zeichnet sie aus und ihre große Klappe kann Tsuki immer noch nicht unter Kontrolle halten. Wie immer ist sie die meiste Zeit ruhig und zurückhaltend, aber wenn sich ihr die Chance bietet, dann kann sie einem gut angebrachten Spruch einfach nicht widerstehen. Ärger hin oder her, sie liebt es schlichtweg die aufgewühlten Gesichter ihrer Opfer zu genießen. Doch die letzten zwei Jahre ist in die impulsive Frau auch ein wenig Ruhe und Vernunft eingekehrt. Obwohl sie immer noch schnell zu reizen ist, bemüht sich Tsuki seit neustem Provokationen mit einem Lächeln zu übergehen, um sich nicht mehr so oft in Gefahr zu bringen. Die Schwarzhaarige ist jedoch so misstrauisch wie eh und je geblieben und vertraut nur sich selber. Fremden gegenüber ist sie zurückhaltend, untersucht sie mit prüfenden Blicken und meidet Kontakt lieber. Sollte es drauf ankommen lügt sie, dass sich die Balken biegen und versucht den größtmöglichen Profit aus einer Situation zu ziehen.

Im Grunde ist Tsuki weiterhin Tsuki durch und durch und lediglich gefährlicher für ihre Umwelt geworden. Auch die meisten ihrer anderen Vorlieben und Abneigungen hat sie behalten. Dinge, die sie mag gibt es eigentlich nur wenige. Im groben kann man sagen, dass sie eigentlich nur sich selber mag, vielleicht gehört dazu auch das Gewinnen und Beherrschen. Dinge, die sie verachtet gibt es dagegen zahlreiche. Zum einen hasst sie es alt zu werden. Altern verbindet sie mit Schwäche und Verlust. Aus diesem Grund reagiert sie schnell über, wenn sie Dinge vergisst, was für sie ein Zeichen des Alterns ist. Auch auf sonstige böse Kommentare, die ihr Alter betreffen reagiert sie unangenehm für denjenigen, der sie äußert. Das Nächste was sie wirklich aus der Haut fahren lässt sind Gedanken und Erinnerungen an ihren Vater. Den Menschen, den sie am meisten hasst und verachtet, da er ihr Leben bestimmt hat. Aus diesem Grund hasst sie es, wenn man ihr etwas befiehlt, oder sich ähnlich wie ihr Vater verhält. Tatsächlich ist sie ihrem Vater dabei ähnlicher als sie es zugeben will. Eine Sache dagegen hat sie über die Jahre hinweg sehr gut überwunden. Berührungen machen ihr nicht mehr viel aus und da alle ihre Narben verschwunden sind schämt sie sich nicht mehr für diese.

Charakterstory:

Hölle

„Hey, Tsuki. Woher hast du denn das blaue Auge?“
Kinderaugen, wie die ihre blickten sie fragend an und lechzten förmlich nach einer Antwort. Neugierig und Wissbegierig standen sie vor ihr und starrten ihr entgegen. Was ging es sie an? Wieso erwarteten sie eine verdammte Antwort von ihr? Eine Antwort...
„Ist beim Training gestern passiert.“ antwortete sie mit einer monotonen, uninteressierten Stimme, die eigentlich klar machte, dass sie nicht gefragt werden wollte. Und die Antwort war ebenfalls gut. Verletzungen kamen beim Training nicht selten zustande. Eine Antwort, die niemanden dazu bringen könnte Verdacht zu schöpfen. Trotzdem war sie gelogen.
„Aha... Und wieso humpelst du?“
Eine weitere störende Frage, nur dazu da, um ihr ihr Leben schwer zu machen. Sie in größere Gefahr zu bringen als sie eh schon war. Vernichtend, zerstörerisch und diese Kinder wussten es nicht einmal. Wieso waren sie nicht einfach still? Wieso kamen sie immer mit neuen Fragen und verlangten nach einer Antwort?!
„Ich bin die Treppe gestern Abend runter gefallen.“
Wieder gelogen.
Offen schaute sie den Menschen ins Gesicht, direkt in die Augen und log. Kein Gewissen, keine Reue. Ihr ganzes Leben basierte auf Lügen, denn ohne sie gäbe es keine Möglichkeit für sie zu leben. Mit ihnen war das Leben viel einfacher, viel hoffnungsvoller. Waren nicht die Lügen, die man sich selber auftischte die Schönsten? Die die Hoffnung machten und genauso gut zerstören konnten?
„Es wird besser.“ „Alles wird sich ändern.“ „Hab keine Angst, bald wird es überstanden sein.“
Falsche Hoffnungen und Träume, die zum scheitern verdammt waren. Niemand würde ihr … Ihnen jemals helfen können.
„Tsuki? Tsuki!?“
Das Mädchen wurde barsch aus ihren Gedanken gerissen als ein Junge an ihrem Arm rüttelte. Schmerz durchzuckte ihn und reflexartig schlug sie zu. Der Junge fiel plump nach hinten und hielt sich die Nase mit der Hand zu, durch die ein wenig Blut sickerte. Ein lautes Raunen ging durch die Klasse und in Sekundenschnelle hatte sich eine große Menge um die Beiden versammelt. Tsuki ließ dies alles kalt. Wie als ob nichts passiert wäre setzte sie sich wieder gerade auf ihren Stuhl und starrte hinaus in den Himmel. Im selben Moment betrat der Sensei die Klasse und blieb mit seinem Blick an der kleinen Kindermenge hängen.
„Nicht schon wieder.. Kinder beiseite, was ist passiert?“
Der groß gewachsene Mann bahnte sich einen Weg durch die Kinder, bis in die Mitte, wo der Junge mit der blutenden Nase saß. Vorsichtig beugte er sich zu dem Kleinen und schaute sich die Verletzung genauer an.
„Nichts schlimmes... Geh dir zusammen mit Taki das Blut abwaschen.“ Er half dem Jungen auf, sah ihm kurz nach als er zusammen mit einem der Mädchen verschwand und wandte sich dann zu Tsuki, die immer noch auf ihrem Stuhl saß, wie als ob sie mit der ganzen Sache nichts zu tun habe.
„Tsuki.. Was soll ich bloß mit dir machen? Du weißt, dass das schon das dritte mal in dieser Woche ist.. Ich werde wohl oder übel deine Familie benachrichtigen müssen.“
Die Worte des Sensei trafen sie wie ein Schlag mitten ins Gesicht. Sie unterdrückte ein Zittern und musste sich beherrschen dem Mann nicht vor die Füße zu fallen. Auf Knien darum zu betteln nichts zu verraten und ihm zu schwören es nie wieder zu tun. Doch stattdessen blieb sie weiter stumm und starr auf dem Stuhl sitzen. Ließ sich nichts von ihrem inneren Kampf anmerken, der in ihr wütete wie ein vernichtender Sturm. Gnadenlos riss er alles was ihm entgegen kam nieder, zerstörte jegliche Hoffnung, die sofort durch eine neue Lüge ersetzt wurde. Ein unsichtbares Schutzschild für die Seele, dass genauso gut den Tod bringen konnte anstatt ihn fernzuhalten. Angst stieg in ihr auf und Panik ergriff sie, als ihr Sensei sie aus dem Klassenzimmer und in ein kleines Büro brachte.
„Warte hier.“ sagte er nur und ging dann wieder davon. Sicher um ihre Familie zu kontaktieren. Tsukis Gedanken rasten in ihrem Kopf hin und her. Sie wollte weg von hier, fortlaufen von dem, was passieren würde, aber sie konnte nicht. Nicht mit dem Gewissen, dass Zuhause jemand für ihre Feigheit bezahlen müsste. Tsuki wusste nicht wie lange sie dort saß. In Gedanken verloren und ausdruckslos an die Wand blickend, doch als ihr Sensei zusammen mit ihrem Vater den Raum betrat zuckte sie merklich zusammen. Die beiden redeten miteinander, wobei der Sensei das Gespräch ihrem Vater eher aufzwang. Er wollte nicht reden, nein. Er hatte nur Augen für Tsuki. Durchbohrte sie mit einem drohenden Blick, der dem Mädchen bereits sagte, was sie zu erwarten hatte. Das ganze Gespräch über nagelte er sie mit seinen Augen auf dem Stuhl fest. Der Sensei schien nicht einmal etwas zu merken, sondern bombardierte ihn nur mit Tsukis Schandtaten.
„Deswegen denke ich es ist am besten, wenn ihre Tochter den Rest der Woche nicht zur Akademie kommt.“
Tsukus Vater, Reizo nickte nur.
„Na gut... Komm Tsuki.“
Die ersten Worte die er sagte. Ein Befehl mit einem gefährlichen Unterton, den nur Tsuki zu deuten wusste... und wie er ihren Namen aussprach. Sie hasste es. Sie hasste es, wenn er mit ihre redete, wie er mit ihr redete und ihren Namen sagte. Den Namen, den sie von ihrer Mutter bekommen hatte, die ihn mit Liebe und Zuneigung aussprach. In Reizos Stimme dagegen lag nur Abneigung und Verachtung. Die Panik in Tsuki verwandelte sich in Wut und Hass. Doch sie ließ sie weiterhin nichts anmerken als sie ihrem Vater aus der Akademie folgte und mit ihm den Weg nach Hause antrat. Den Weg zu ihrer persönlichen Hölle.

Mit einem lauten Klicken fiel die Tür in ihr Schloss und im selben Moment spürte Tsuki einen Schlag in ihrem Gesicht.
„Kannst du dich nicht beherrschen?!“ verachtend blickte ihr Vater sie von oben an. Eine Position in der er noch so viel größer wirkte als sie. So viel mächtiger. Nichts gab es was Tsuki gegen ihn hätte tun können, außer flehen und betteln und genau das tat sie. Wimmernd warf sie sich auf ihre Knie und faltete ihre Hände zusammen.
„Bitte, bitte tu ihr nicht weh, bitte.“ presste sie hervor und hasste sich im nächsten Moment dafür. Sich vor so einem Widerling zu knien.. Am liebsten würde sie sich selber dafür bestrafen.
„Wer sagt, dass deine Mutter für deine Dummheit bezahlen wird.“ Ein unheimliches Grinsen schlich sich auf sein Gesicht und er zog ein Kunai aus seiner Tasche. Tsukis Wimmern verstummte langsam. Er würde ihrer Mutter nicht wehtun, sondern ihr. Aber wenn sie es war, dann war es ihr egal. Eigene Schmerzen konnte sie ertragen, aber zu zugucken, wie ihre Mutter verletzt wurde... Die Schreie, das Bitten aufzuhören. Das war schlimmer als alles andere.
Tsuki zog den rechten Ärmel ihrer Jacke nach oben und schaute auf ihren Arm. Narben zogen sich über ihn. Neue, frische und genauso Alte, aber es war noch lange nicht so schlimm, wie es bei ihrer Mutter war. Tsuki schloss ihre Augen, um die Zeichen ihres Vaters nicht länger zu sehen, die sie für ihr ganzes Leben tragen würde. Kurz darauf spürte sie kaltes Metall auf ihrem Arm. Wie es sich immer fester auf ihre Haut presste und eine leichte, rote Linie auf sie zeichnete.
„Ngh...“ Sie biss ihre Zähne zusammen und versteifte ihre Kiefer, um den Schmerz auszublenden. Um das warme Blut, dass sich seinen Weg von ihrem Arm auf den Boden bahnte nicht zu spüren.
„Wie oft sagte dein Lehrer noch mal ist sowas passiert? Drei Mal nicht wahr...“
Ihr Vater zog eine weitere Wunde auf ihren Arm. Dieses Mal fester und tiefer. In Tsuki stieg die Wut an. Ihr Kiefer tat schon weh und überdeckte den Schmerz, den ihr Vater ihr zufügte. Übelkeit stieg in ihr auf und sie wusste, wenn sie die Möglichkeit hätte sich von ihrem Vater zu befreien... Hier und jetzt, dann würde sie es tun. Ohne zu zögern. Der dritte Schnitt riss sie wieder aus ihren Gedanken. Ein brennender Schmerz, schlimmer als die beiden davor durchzuckte sie und ein leises Schrei entfloh ihr. Tsuki schaute zu ihrem Vater, der das Kunai von ihrem Arm zog und dessen Grinsen sich nun wieder in einen angewiderten Gesichtsausdruck verwandelte.
„Sie zu, dass du diese Sauerei wegmachst.“ Ohne weitere Worte drehte er sich um und ließ Tsuki allein in dem Wohnzimmer stehen. Blut floss von ihrem Arm und bildete eine kleine Pfütze auf dem Boden. Ihr Arm schmerzte bei jeder Bewegung und trieb ihr Tränen in die Augen, während ihr Inneres vor Wut kochte.
„Pscht.. Alles ist gut.“ Zwei Arme schlossen sich sanft um sie und streichelten ihr über den Rücken. Erst jetzt merkte das Mädchen, das sie zitterte.
„Mum...“ Ein lautes Schniefen unterbrach Tsuki.
„Zeig deinen Arm. Ich werde ihn verbinden.“ Vorsichtig kümmerte sich Sakini um ihre Tochter und säuberte danach den Boden. Tsuki saß still auf dem Sofa und schaute ihrer Mutter zu, wie sie ihr Blut von dem Boden aufwischte. Wie ihre Mutter den Dreck ihres Vaters sauber machte.
„Ich darf den Rest der Woche nicht mehr zur Akademie.“ sagte Tsuki plötzlich. Ihre Mutter legte das Tuch beiseite und streichelte Tsuki durch das schwarze Haar.
„Kein Problem.“ Sakini setzte sich auf das Sofa, zog ihre Tochter auf ihren Schoß und umarmte sie liebevoll.
„Du bist ein starkes Mädchen und wirst einmal ein starker Ninja.“ fügte sie hinzu, bevor sie eine leise Melodie summte. Tsuki horchte dem leisen Summen ihrer Mutter, während ihre Augenlider schwer wurden und ein tiefer Schlaf sie übermannte.


Tsukis Weg: 1. Schritt

Vier Jahre waren es nun her. Seit vier Jahren trainierte sie schon auf dieser Akademie und hatte nicht das Gefühl stärker zu werden. Ihrem Vater konnte sie immer noch nichts entgegensetzen und die Genin-Prüfung stand auch schon bald an. Die Dinge würden sich zuspitzen, denn ein Team hieß mehr Kontakt zu anderen. Mehr Fragen und Interesse an ihr, so lächerlich es auch klang. Sie würde noch mehr Schwierigkeiten haben nicht aufzufallen und ihrem Vater keinen Grund zu geben vollkommen auszurasten. In ihren Augen eine Sackgasse und unmögliches Verfahren. Wie sollte sie das durchstehen...?

>>Tief einatmen. Tief ausatmen. Das Kunai ansetzen und es ist vorbei.<<
Vorsichtig setzte Tsuki das Kunai an ihre Pulsader. Ein tiefer kurzer Schnitt, wie sie es gewohnt war. Nichts besonderes. Ihr Blick huschte zu den restlichen Narben auf ihrem Arm. Ja, Schmerzen war sie gewohnt. Kein Problem. Noch einmal holte sie tief Luft, kniff die Augen zusammen und...
„Ach scheiße!“
>>Das ist schlecht. Pulsader ist schlecht.<<
Ihr Herz raste und in ihrem Kopf brummte es leise. War sie einfach nur aufgeregt oder hatte sie Angst? Angst.. wovor? Es musste Aufregung sein. Es konnte nur Aufregung sein. Es war einfach prickelnd über sich selber zu entscheiden und über sein eigenes Leben zu walten.
Wenn sie es halt nicht so nicht schaffte, würde sie einen anderen Weg finden. Sicher gab es in diesem Haus irgendwo ein Strick, oder irgendetwas anderes. Irgendeinen Ausweg musste es geben... Erneut holte sie Luft und legte das Kunai an ihren Hals an. Sie spürte wie das kalte Metall ihren Hals berührte und ritzte. Tsukis Atem stockte kurz, sie zögerte und im nächsten Moment war ihre Chance vertan. Ein harter Schlag zwang sie zu Boden und ihr Kunai flog aus ihrer Hand. Ein leiser Aufschrei kam von ihr und im nächsten Moment wurde sie an ihrem Kragen hochgezogen. Was Tsuki als nächstes sah, ließ ihr das Blut in den Adern gefrieren. Ihr Vater blickte sie mit vor Wut triefenden Augen an. Noch nie war er so rasend, so wütend gewesen.
„Du Miststück. Was fällt dir ein? Ich bin der Einzige hier, der entscheidet wer zu leben und zu sterben hat. Ich werde entscheiden wann du stirbst und wie du stirbst und nicht du. Ich habe die dein Leben gegeben und werde es dir auch wieder nehmen.“
Mit seinem harten, eisernen Griff drückte er Tsuki die Luft ab. Verzweifelt versuchte sie sich aus seinen Händen zu befreien und Reizo ließ sie tatsächlich los. Hart knallte sie mit dem Hintern auf den Boden und unterdrückte einen weiteren Aufschrei.
„Du undankbares Gör. Mach, dass du wegkommst.“ Mit einer schnellen Geste für er sich durch sein Haar und verschwand aus dem Zimmer. Tsuki rappelte sich von dem Boden auf, starrte mit nachdenklichem Blick auf das Kunai und plötzlich traf sie die Erkenntnis. Was hatte sie sich dabei gedacht? Nur sich zu retten, während ihre Mutter in dieser Welt, bei diesem Mann bleiben musste. Ihre Mutter hätte wie immer für ihre Feigheit und Dummheit bezahlt. Es wäre alles ihre Schuld gewesen und sie hatte vorher nicht einmal darüber nachgedacht. Wut stieg in ihr auf. Wut auf sich selber und auf ihren sogenannten Vater. Dieses feige Verhalten hatte sie sicher von ihm. Mit einem resignierenden Seufzen hob sie das Kunai auf und verstaute es in ihrer Tasche. Jetzt blieb nur noch der schwierige Weg übrig. Stark werden und sich und ihre Mutter befreien und das am besten auch so schnell wie möglich.

„Kyokuko Tsuki als nächstes bitte.... Tsuki?“ Der Braunhaarige blickte fragend durch die kleine Klasse in der Chaos herrschte.
„Hat wer heute Tsuki gesehen?“ Keiner der Kinder antwortete ihm. Ganz im Gegenteil. Sie schien es nicht einmal zu interessieren, dass Tsuki fehlte und das obwohl heute die Genin-Prüfung an stand. Ein leiser Seufzer entfuhr dem Sensei. Sie war zwar ein kleines Problemkind, aber hatte nichtsdestotrotz Potential zu einem guten Ninja.
„Hm.. Okay. Dann...“
„Ha...lt.“ Der Sensei wurde von einer Mädchenstimme unterbrochen. Tsuki stand schwer schnaufend in der Tür des Klassenzimmers. Sie war den ganzen Weg gerannt, um noch rechtzeitig zu kommen und hatte es, wenn auch nur knapp geschafft. Ihr Sensei schaute sie verwirrt an.
„Gut. Du bist als nächste Tsuki.“ Sie folgte ihm durch die Tür in einen anderen Raum. Drei weitere Ninja warteten dort auf sie und durchbohrten Tsuki sofort mit erwartungsvollen Blicken.
„Kyokuko Tsuki. Sie kam mit sechs Jahren in die Akademie und ist nun elf. Sie zeigt sehr gutes Talent was Ninjutsu angeht. Im Taijutsu dagegen ist sie eher schwach.“ fasste ihr Sensei kurz den Stand der Dinge zusammen. Tsuki warf ihm unbemerkt einen bösen Blick zu als er ihre Schwächen nannte. Körperliche Kraft... genau das was ihr fehlte um sich ihrem Vater zu widersetzen.
„Na gut, Tsuki. Wir möchten, dass du uns das Bunshin no Jutsu zeigst.“
„Hai.“
Das schwarzhaarige Mädchen formte mit ihren kleinen Händen Fingerzeichen und konzentrierte sich auf ihr Chakra. Im nächsten Moment erschienen drei Doppelgänger des Mädchens neben ihr. Hastiges Gekritzel der drei Beobachter war die Folge und für eine kurze Zeit legte sich eine beklemmende Stille über den Raum. Plötzlich räusperte sich einer der wahrscheinlichen Ninja.
„Gut. Damit hast du die Genin-Prüfung bestanden. Herzlichen Glückwunsch.“ Das leise Klappern von zwei metallischen Gegenständen, die gegeneinander schlugen war zu hören und dann streckte er Tsuki ein Stirnband mit dem Iwa-Gakure-Zeichen entgegen. Die Doppelgänger von dem Mädchen verpufften und sie ging langsam zu dem Ninja, um das Stirnband entgegenzunehmen. Sie spürte das kalte Metall auf ihren Händen als sie es an nahm und brachte ein schiefes Lächeln zustande. Immerhin war sie gerade Genin geworden... Da freute man sich doch, oder? Für sie würde Genin jedenfalls nicht reichen. Der erste Schritt war gemacht, aber die nächsten würde schwerer werden. Erheblich schwerer und wenn sie nicht vorankommen, sondern in der Sackgasse landen würde würde es schlecht aussehen.


Tsukis Weg: 2. Schritt

Vier Jahre sind nach der Bestehung der Genin-Prüfung ins Land gegangen. Tsuki bekam ihr Team zugeteilt, welches aus zwei Chaotengeschwistern und ihrem herzensguten Sensei bestand. Mehr oder weniger schaffte sie es sich in das Team zu integrieren und nicht aufzufallen. Und nun stand für das Dreiergespann die Chuunin-Prüfung an.
Ein normaler Schriftlicher Test, bei dem das Zusammentragen von Informationen getestet wurde, ein Überlebensrennen durch ein Gebirge von Iwa-Gakure und dann wurden die Teilnehmer noch einmal durch Kämpfe dezimiert. Nur die stärksten der Genin blieben übrig und von Tsukis Team schaffte nur sie es in diese letzte Runde. Jetzt hieß es für sie diesen Kampf zu gewinnen, um noch stärker werden zu können.

„Die nächsten zwei Kämpfer sind Kyokuko Tsuki und Nanimo Taki.“
Siegessicher betrat Tsuki den Ring. Sie kannte diese Taki und wusste, dass dieses Mädchen den Nahkampf bevorzugte. Eine Kampfmöglichkeit, die sie im Gegenteil vollkommen ablehnte. Das hieß... solange sie das Mädchen auf Abstand hielt waren ihre Gewinnchancen sehr hoch. Tsuki wurde abrupt aus ihren Gedanken gerissen als Taki den Kampfplatz betrat. Ihr Blick war abwertend und voller Hass. Wer jetzt nicht sehen würde, dass Taki Tsuki verabscheute war sicherlich blind, denn ihr ganzer Gesichtsausdruck zeigte nur ein Gefühl, dass sie für Tsuki übrig hatte. Abscheu. Doch der Kyokuko war es egal. Sollten sie ruhig alle hassen. Es war allemal besser als mit ihrem Leben zu spielen. Menschen, die denken sie zu ihrer Unterhaltung zu benutzen... Das hasste sie.
„Tsuki! Gegen dich werde ich niemals verlieren.“ tönte auf einmal ihr Gegenüber und rannte auf sie zu. Tsuki schüttelte nur den Kopf. Wie voreilig manche Leute doch waren, wenn Gefühle sie beeinflussten.
„Pass nur auf. Hochmut kommt vor dem Fall.“ antwortete Tsuki auf Takis Worte, zog eine Schriftrolle aus ihrer hinteren Hüfttasche und rollte sie mit einer einfachen Bewegung auf. Sofort entstand eine kleine Rauchwolke und Tsuki hielt ihre geliebte Waffe in der Hand. Ein Kusarigama, an dessen Enden sich scharfe Klingen befanden. Schwer und trotzdem angenehm spürte Tsuki das Gewicht ihrer Waffe. Sofort machte sich ein Gefühl von Sicherheit in ihr breit und sie schleuderte eine der Klingen auf die immer noch rennende Taki. Unfähig so schnell auszuweichen wickelte sich die Kette um einen Arm des Mädchens. Verwirrt, vielleicht auch schockiert verringerte die Genin ihr Tempo. Tsuki sah ihre Chance, griff die Kette fester und zog mit aller Kraft, die ihr in diesem Moment zur Verfügung stand. Taki wurde zur Seite gezogen und hart gegen einen Stein geschleudert. Sterne tanzten für einen kurzen Moment vor ihren Augen und als sie wieder richtig sah war Tsuki verschwunden. Keine Spur von ihr, oder ein Hinweis wohin sie verschwunden war. Nur eine Reihe von kleinen Bäumen, die sich vor ihr befanden.
„Feigling...“ Taki spuckte auf den Boden und suchte die Umgebung ab.
Tsuki indessen saß auf einem hinteren Ast eines Baumes. Versteckt vor Takis Blicken, aber sie dagegen konnte das Mädchen genau erkennen. Ihre Beine baumelten in der Luft und Kusarigama schleuderte sie mit einer schnellen Bewegung neben ihr her.
„Dann fangen wir mal an.“ Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht und sie warf das eine Ende ihres Kusarigama gezielt ungefähr einen Meter neben das Mädchen. Ein kleiner Aufschrei war zu hören und die Schwarzhaarige musste sich beherrschen, um nicht laut los zu lachen. Ihren Standpunkt hatte sie mit diesem Wurf sowieso verraten, aber etwas anderes blieb ihr nicht wirklich übrig. Mit einem festen Zug riss sie die Klinge wieder aus dem Boden und holte sie schnell wieder zu sich, bevor sie ihren Baum wechselte. Zwei Bäume weiter warf sie die Klinge wieder auf das Mädchen, dieses Mal etwas näher und wiederholte die Rückholaktion, sowie den Baumwechsel. Taki verlor jedes Mal die Spur von Tsuki und stand beinahe Handlungsunfähig in der Arena. Ein erbärmliches Bild für Tsuki, doch gleichzeitig auch belustigend und unterhaltsam.
>>Aber langsam... wird es langweilig.<<
Tsuki fing ein weiteres Mal an ihr Kusarigama zu schleudern und kniff ihre Augen leicht zusammen. Jetzt musste sie richtig zielen, oder der Angriff würde nach hinten losgehen... So richtig nach hinten. Ein wenig zu weit nach links und... Kurz schüttelte sie ihren Kopf, um diesen Gedanken los zu werden. So durfte sie erst gar nicht denken... Erneut setzte sie an und warf, nach dem sie sich ihrer Sache sicher war. Die Klinge flog in einer geraden Linie auf das Mädchen zu und ritzte ihre Wange. Ein lauter Schrei kam von ihr.
>>Und jetzt das Finale.<< Tsuki sprang von dem Ast und trat aus der kleinen Baumreihe. Ihr Gegner rieb sich perplex das Blut von der Wange. Während Tsuki die zweite Klinge ihres Kusarigama fasste und es auf das Mädchen warf. Ein schneller Kampf, mit einem blutigen Ende dachte sie sich kurz und Taki schien den gleichen Gedanken zu haben, denn plötzlich löste sich ihre Starre. Sie formte schnell einige Fingerzeichen und schlug ihre beiden Hände auf den Boden.
>>Doro Gaeshi.<<
Risse zogen sich auf den Boden und formten eine Mauer, die sich vor Taki aufbauten. Die Klinge von Tsuki knallte an der Wand ab und landete auf dem Boden. Bevor Tsuki reagieren konnte sprang Taki hinter der Mauer hervor und schnappte sich das Ende, zog an der Kette und hoffte darauf Tsuki mit dieser Idee auf sich zu zu zuziehen. Die Kyokuko dagegen erkannte den Plan ihres Gegners und ließ ihre Waffe los. Takis Angriff ging nach hinten los und anstatt Tsuki in ihre Nähe zu bringen fiel sie plump zu Boden. Im nächsten Moment spürte Taki eine Klinge an ihrem Hals und schaute in Tsukis Gesicht.
„Scheiße...“ hauchte Taki mit einer leisen Stimme, während Tsuki ein leichtes Grinsen auf dem Gesicht hatte.
„Jetzt liegst du hier vor mir im Dreck. Was sagt uns das? Ich hab gewonnen.“ Die letzten Worte sprach sie extra langsam aus, um Taki zu verärgern. Sie saß in der Falle und Tsukis Sieg war klar. In einem echten Kampf wäre Taki tot gewesen.
„Kyokuko Tsuki hat den Kampf gewonnen.“
Der Chuunin, der für die Kämpfe zuständig war stand nun neben den beiden und musterte Tsuki vorsichtig. Wieder extra langsam nahm sie ihre Waffe von Takis Kehle und ging von dem Platz. Ja, sie hatte gewonnen und sobald sie Chuunin war würde sie auch die Bestätigung bekommen stark genug zu sein. Stark genug, um ihre Mutter und sich befreien zu können.

Kurz darauf wurden die Chuunin bekannt gegeben. Tsuki war, wie sie es erwartet hatte unter ihnen und war bereit ihren Plan durchzuführen... Sich und ihre Mutter von allen Sorgen zu befreien...


Tsukis Plan

Dunkelheit erfüllte das kleine Schlafzimmer. Nur schwach konnte man die Konturen von einem Frauenkörper sehen, der seelenruhig in einem Bett lag und einen weiteren Körper neben eben diesem. Wie eine Statue stand Tsuki dort und schaute auf ihre Mutter. Friedlich sah sie aus, wie immer. Nett, liebevoll, gutherzig. Sie passte einfach nicht in diese Welt und musste nur Schmerzen erfahren. Aber all dies würde jetzt ein Ende finden. Tsuki würde es beenden, für immer. Leise knipste sie die kleine Nachttischlampe an, um Sakani genauer erkennen zu können. Der nächste Schritt war an der Reihe. Sie nahm das Kunai feste in ihre Hand und setzte es auf den Brustkorb ihrer Mutter, genau dort so sich das Herz befand. Ein kurzer Stoß und ihre Mutter würde friedlich im Schlaf dahingleiten. Keine Schmerzen und ewiger Frieden erwarteten sie. So wünschte Tsuki es sich und mit dem sicheren Gedanken ihrer Mutter einen Gefallen zu tun stach sie zu. Sie spürte das warme Blut ihrer Mutter an ihren Händen und zog das Kunai wieder heraus. Als nächstes war ihr Vater dran. Der Tyrann der Beiden. Sie drehte sich zur Tür und erstarrte. Ihr Vater stand in der Tür und schaute sie mit vor Schrecken geweiteten Augen an.
„Was hast du getan...“ Seine Stimme war nur ein Flüstern, aber sie hörte es klar und deutlich. Er war unter Schock, er konnte es selber gar nicht glauben was sie getan hatte und das war ihre Chance. Eine, die sie nie wieder bekommen würde. Nie wieder würde ihr Vater so schutzlos vor ihr stehen, die Augen zwischen ihr und dem toten Körper ihrer Mutter wandernd. Es war beinahe wie ein Reflex, der sie leitete als sie nach vorne Sprang und das Kunai, mit welchem sie vorher ihre Mutter ermordet hatte in den Hals ihres Vaters stieß. Er gab einen gurgelnden Laut von sich und stürzte zu Boden, wand sich unter Schmerzen. Ja, er sollte leiden. Er hatte es verdient. Langsam setzte sich Tsuki in eine Ecke und schaute zu ihrem Vater. Er war nie wirklich stark gewesen, nein. Er hatte sie nur schwach wirken lassen, hatte sie in ihren eigenen Augen schwach gemacht und nun wusste Tsuki, dass sie stark war. Und nicht nur das... Sie war frei. Sie hatte ihr eigenes Leben über das sie selber bestimmen konnte. Keiner würde ihr mehr vorschreiben wie sie ihr Leben leben musste. Sie würde es nicht mehr erlauben, niemandem mehr.

Stunden vergingen und bei Tagesanbruch saß sie immer noch an der gleichen Stelle. Den leeren Blick auf ihre Mutter gerichtet und in Gedanken verloren, die sie selber nicht ordnen konnte. Wut, Trauer, Freude – Was sollte sie jetzt eigentlich empfinden? War heute ein wichtiger Tag gewesen? Wollte sie sich nicht mit ihrem Team treffen? Sie wusste es nicht, oder doch... Wollten sie nicht feiern, dass sie die Chuunin-Prüfung bestanden hatte? Ob man sie wohl suchen würde...
In ihrem Inneren versunken hörte sie nich die Schritte und die Rufe. Hörte nicht, wie sie dem Elternzimmer immer näher kamen und verstummten.
„Scheiße.“ ein lauter Fluch schreckte sie aus ihren Gedanken. Tsuki blickte auf und sah ihren Sensei. Ihre zwei Teammitglieder waren wohl woanders im Haus.
„Tsuki, was ist passiert?!“ Der Mann löste sich aus seiner Starre, stürmte förmlich auf Tsuki zu und riss sie aus ihrer Ecke. In dem Kopf der Schwarzhaarigen tanzten ihre Gedanken einen wilden Tango. Was sollte sie sagen? Es war wieder so eine dumme Frage, die sie in Gefahr brachte. Angst. Sie konnte ja wohl kaum sagen, dass sie ihre Eltern umgebracht hatte, oder? „Hey, alles ist in Ordnung. Ich habe heute Nacht nur meine Mutter erstochen und meinen Vater vor meinen eigenen Augen verbluten lassen.“ Damit hätte sie ihre Freiheit sofort wieder verspielt. Panik. Ihr blieb nur eine Möglichkeit. Ein Weg, den sie schon ihr ganzes Leben lang ging. Eine Lösung, mit der sie seit ihrer Geburt Hand in Hand ging.
„Ich...“ Ihre Stimme war heiser und brach sofort ab. Tsuki schluckte hörbar und versuchte es erneut.
„Ich weiß es nicht. Ich kam heute Morgen in das Zimmer und...“ Sie brach wieder ab, aber dieses Mal extra. Sie hatte genug gelogen. Ihr Sensei würde ihr glauben, was sonst? Er würde nicht Mal daran denken, dass seine eigene Schülerin ihre Eltern umgebracht hatte. Wie absurd der Gedanke war, sogar in ihrem eigenen Kopf. Sie und ihre Eltern umbringen? Das war nicht sie gewesen, sondern ihr gefangenes Ich. Nun war sie frei!
Behutsam nahm ihr Sensei sie auf den Arm und trug sie aus dem Raum. Auf dem Flur kamen die beiden Jungen ihm entgegen gerannt. Fröhlich, dass er Tsuki gefunden hatte, doch ihre Gesichter veränderten sich als sie seinen Gesichtsausdruck sahen.
„Sensei... Was ist passiert?“ Der Gefragte schüttelte nur den Kopf.
„Nicht jetzt.“ Er ging an den Beiden vorbei, die stumme Tsuki immer noch auf dem Arm.

Nach jenem Tag wurde Tsuki in einer neuen Familie untergebracht. Der Mord an ihren Eltern wurde nicht mit ihr in Verbindung gebracht, sondern einem unbekannten Ninja angehangen, der für diese Tat gesucht wurde. Was würden die Leute wohl sagen, wenn sie wüssten, dass Tsuki dieser vermeintlich unbekannte Ninja war? Tsuki wusste es nicht und um ehrlich zu sein wollte sie es auch gar nicht. Jetzt... wo es nur noch besser werden konnte, oder nicht? Sie war kein Mörder, nicht was ihre Mutter anbetraf und ihr Vater hatte letztendlich nur das zurückbekommen, was er die ganzen Jahre ihr und ihrer Mutter angetan hatte. Am Ende hatte jemand über sein Leben gerichtet und das war Tsuki gewesen, über die er vorher Jahrelang gerichtet hatte. Das war Tsukis Gerechtigkeit und für sie war sie richtig.


Endgültige Freiheit

Tsuki wurde von einer kleiner Familie aufgenommen, die aus einer jungen Frau, einem kleinen Kind, welches gerade auf die Akademie ging und einem Jounin bestand. Seit vier Jahren lebte sie nun mit diesen Leuten zusammen und erhielt den Jounin-Rang. Das Leben ging voran, doch immer noch war ihr ihres nicht recht. Wieder hatte sie Menschen, die versuchten Macht über ihr Leben auszuüben. Doch dem würde nicht mehr lange so sein, dass wusste sie...

„Oneesan!“ eine quietschende, laute Stimme schrie durch den kleinen Garten und brachte Tsuki aus ihrer Konzentration. Mit einem genervten Seufzen brach sie ihr Training ab. Sie drehte sich bedacht langsam um und entdeckte ein blondes, kleines Mädchen, dass freudig auf sie zu rannte. Ein breites Lächeln zierte ihr Gesicht, es schien förmlich zu strahlen vor Aufregung. Was jetzt nun wieder los war...
„Oneesan! Hast du Lust mit mir zu trainieren? … Was hast du eigentlich gerade gemacht? Was für ein Jutsu war das?“
Tausende von Fragen ertönten aus dem Mund des kleinen Mädchens und fanden einfach kein Ende. Tsukis Augen hingen förmlich an den Lippen und sie wünschte sich nichts sehnlicher als dass sie aufhörten sie zu bewegen. Ständig... kam dieses kleine Kind an und nervte sie. Durchlöcherte sie mit sinnlosen, dummen Fragen, oder Bitten. Plötzlich kam ihr eine Idee. Das kleine Mädchen wollte ein Jutsu sehen? Den Gefallen konnte sie ihr nur zu gerne erfüllen.
„Du willst ein Jutsu sehen, Kleines. Dann pass auf. Das wird mir nämlich sehr gefallen.“ Ob es dem Mädchen gefallen würde bezweifelte Tsuki stark. Mit einem Lächeln schaute sie das kleine Kind an.
>>Shikumi no Jutsu.<<
Wie sollte sie das Kind sterben lassen? So wahrheitsgetreu wie möglich, aber da sie selber keinen Finger an das Kind legen würde, war es doch nur allzu praktisch es ihr so zu zeigen.

Zart und sanft legten sich Tsukis Finger um den dünnen Hals des Kindes. Er war so klein und so gebrechlich, sogar für sie. Ihr Griff war nicht feste, oder bedrohend und ihr Gesicht zeigte immer noch ein Lächeln. Die Augen des Kindes zeigten Verwirrung, mehr nicht.. noch nicht. Tsuki verstärkte ihren Griff um den Hals des Mädchens. Ein erstickter Laut kam von ihr als sie versuchte zu reden. Wahrscheinlich würde wieder eine dumme Frage kommen wie „Was tust du da?“, wenn sie reden könnte. Der Ausdruck in den Augen des Kindes verwandelten sich in Angst und Panik. Zwei Gefühle, die Tsuki nur allzu gut kannte. Weiter verstärkte sie den Griff. Wie lange würde das Kind wohl noch aushalten. Fünf Sekunden... sechs, sieben. Langsam schlossen sich die Augen der Kleinen. Ihr Herz hörte auf zu schlagen und Tsuki beendete das Jutsu.

Genauso wie im Genjutsu standen Panik und Angst in den Augen des Mädchens. Es war schockiert, wollte schreien, aber kein Ton drang über ihre Lippen, außer ein ersticktes Keuchen. Jetzt hieß es das Genjutsu wahr zu machen. Tsuki konzentrierte ihr Chakra.
>>Mizu no Muchi.<<
Eine kleine Wasserpeitsche schlang sich um den zarten Hals der Blonden und drückte ihr die Luft ab. Genau wie in Tsukis Jutsu hinderte es das Kind am atmen. Tsuki genoss es als sich die Augen der kleinen weiteten und dann langsam zufielen. Der Körper der Kleinen erschlaffte und verlor jede Spannung. Tsuki lachte leise. Keine dummen Fragen von diesem kleinen Gör erwarteten sie mehr. Seit langem brach sie in lautes Gelächter aus, doch plötzlich wurde sie von einem lauten Schrei unterbrochen. Ruckartig drehte sie sich um und sah die Mutter des kleinen Mädchens, ihre Ersatzmutter.
„Ts...Tsuki..“ stotterte sie hervor.
„Scheiße.“
Tsuki fluchte leise. Der Schrei würde schnell ihren Ersatzvater anlocken und ihm wollte sie nicht direkt begegnen. Sie nahm ihre Schriftrolle aus der Hüfttasche und beschwor, mehr oder weniger ihr Kusarigama. Ein schneller Wurf und Schnitt und die Frau fiel leblos zu Boden. Schnell und Schmerzlos im Gegensatz zu dem Kind. Keine Sekunde zu spät, wie sich herausstellte, denn plötzlich hörte sie einen leisen Ruf. Der Jounin hatte den Schrei seiner Frau gehört und war auf dem Weg, um nachzusehen, was passiert war.

Das konnte nicht sein. Seine Frau und seine Tochter.. tot. Das Bild der zwei Leichen fraß sich in seine Gedanken und ließen ihn nach hinten stolpern. Das waren nicht seine ersten Toten, nein, aber es war seine Familie. Wer hatte das getan? Wer hatte überhaupt einen verdammten Grund dazu!? Sein Blick wanderte durch den Garten, aber hinter sich zu schauen daran dachte er nicht. Eine kleine Wasserpfütze, an der er eben vor Panik vorbeigerannt war befand sich hinter ihm und begann sich zu verändern.
>>Mizu Kawarimi.<<.
In wenigen Sekunden stand Tsuki hinter dem Jounin.
„Ich entscheide dein Ende.“ hauchte sie leise und mit einer schnellen Bewegung fuhr sie mit der Klinge über seine Kehle. Das dritte Leben, das heute von ihr abrupt beendet wurde.
Erst jetzt erkannte sie, dass sie mit diesen drei Morden ihre Heimat verspielt hatte. Sie konnte auf keinen Fall mehr hier bleiben. Den Mord an ihren leiblichen Eltern konnte sie an einen Unbekannten schieben, aber nun... Man würde ihr das nicht noch einmal glauben, ohne den Verdacht, dass sie es war und das Gegenteil konnte sie nicht beweisen. Aus ihrem Dorf verschwinden war die einzige Möglichkeit, die sie übrig hatte, doch vorher... Sie versiegelte ihre Waffe wieder in der Schriftrolle. Dann nahm sie mit einer schnellen Bewegung eines von ihren Messern, kniete sich neben den Jounin und zog seinen Ärmel hoch. Gezielt setzte sie die Klinge an und zog eine feine Linie über den Arm. Weitere Schnitte folgten und am Ende betrachtete sie kurz, mit ein wenig Stolz ihr Werk, bevor sie sich zur Abreise, oder Flucht wie man es nimmt bereit machte.

Mit schnellen Schritten marschierte Tsuki auf das Dorftor von Iwa zu. Ihren Rucksack hatte sie vorsichtshalber über ihre Schultern gezogen und trug ihn nicht wie sonst einfach so in der Hand. Noch hatte man ihre Ersatzfamilie nicht gefunden, aber sie musste mich allem rechnen. Vor allem da man den Mord direkt mir ihr in Verbindung bringen würde.
„Hallo Tsuki. Wieder auf Mission?“
Die junge Torwächterin lächelte sie freundlich an. Tsuki nickte ihr nur zu und wollte durch das Tor gehen als sie plötzlich ein weiteres Mal ihren Namen hörte.
„Haltet sie auf!“
Ruhig drehte sie Tsuki um und erblickte eine schwarzhaarige Jounin.
„Taki. Geht ihr zusammen auf Mission?“ nun meldete sich der andere Torwächter zu Wort. Doch die angesprochene verzog keine Miene. Ihr Gesichtsausdruck war kalt.
„Du warst es. Passt auf, sie hat ihre Pflegefamilie umgebracht.“
Ein heiseres Lachen kam von der weiblichen Torwächterin.
„Ach, red keinen Stuss.“ man sah den Zweifel in ihren Augen. Taki dagegen blieb hart.
„Doch... Sie hat Takeo ihren Namen auf den Arm geritzt.“
Tsuki lachte leise. Sie hatte damit gerechnet, dass man sie entdeckte, aber so früh hätte sie es sich nicht gewünscht. Schade eigentlich, denn nun würde sie noch mehr Blut vergießen müssen. Mit einer schnellen Bewegung zog sie eine Schriftrolle aus ihrer Hüfttasche und in der gleichen Bewegung warf sie ihr beschworenes Kusarigama und köpfte den männlichen Torwächter. Sofort machte sich der weibliche Kampfbereit und stürmte auf Tsuki zu. Doch dank ihres Nijimu no Jutsu löste sie sich langsam in Luft auf. Die Chuunin stoppte verwirrt, während Tsuki sich hinter ihr positionierte und ihr Leben genauso beendete wie Takeos. Nun war nur noch einer übrig. Tsuki schaute zu Taki, die sich kampfbereit machte.
„Wie schade, dass ich keine Zeit habe mit dir zu spielen...“ begann Tsuki und formte schnell Fingerzeichen.
„... aber ich muss mich beeilen, sonst hab ich noch mehr Ninja am Hals und du nervst mich eh schon seit langem.“ Tsuki wusste, dass Takis Schwäche Genjutsu waren. Pech für Taki, denn dies war eine Stärke von Tsuki und somit wäre dieser Kampf schnell zuende.
>>Magen - Jubaku Satsu.<<
Ein Baum wuchs hinter Taki hervor und fesselte sie mit seinen Ästen. Ließ ihr keinen Weg mehr Tsukis Angriffen auszuweichen und ein solchen Genjutsu zu lösen war sie nicht in der Lage. Eine kalte Klinge legte sich von hinten an ihren Hals.
„Du hättest noch kommen sollen, nicht wahr?“ ohne auf eine Antwort zu warten stach sie mit ihrer Waffe zu. Öfter als es nötig gewesen war, aber so konnte sie sich sicher sein und danach die Waffe mit reinem Gewissen wieder verstauen.
Ein letzter Blick zurück zu ihrem Dorf und über die Toten und sie verschwand durch das Tor. Der Ort, der sie eingeschränkt hatte lag hinter ihr und ihre eigene Freiheit in der entgegengesetzten Richtung.


Gerechigkeit

Das monotone Geräusch ihrer Waffe, die durch die Luft schleuderte dröhnte in ihrem Ohr, während sie sich darauf konzentrierte mit der anderen Hand die nötigen Fingerzeichen zu formen. Sie konnte es schon, aber nun hieß es dieses Können zu Perfektionieren, denn es würde ihre Kämpfe vereinfachen. Kein einfaches Unterfangen, wenn man auf der Flucht war.
>>Bunshin no Jutsu.<<
Ein identischer Doppelgänger tauchte neben Tsuki auf und verschwand nach kurzer Zeit wieder. Der Klang ihrer Waffe war immer noch zu hören und Tsuki sprang auf einen Baum, während sie diesen Vorgang wiederholte. Mehr zu perfektionieren gab es nicht. Nichts was das einhändige Formen der Zeichen und dem gleichzeitige Benutzen ihre Waffe anging. Sie unterbrach das Kreisen der Klinge und versiegtel ihre Waffe wieder in einer Schriftrolle. Ihren Rucksack fest in der Hand setzte sie ihren Weg fort. Zu lange an einem Ort zu verweilen konnte gefährlich sein, aber was kümmerte es sie. Sie liebte es einfach durch die Welt zu wandern, stärker zu werden. Sie hatte ihre Freiheit und konnte sich selbst entscheiden. Der Preis dafür war das Blut welches sie vergossen hatte und zu jeder Zeit erneut vergießen würde. Ihre Freiheit würde ihr niemand mehr nehmen. Eher würde sie bei dem Versuch sterben ihre Freiheit zu behalten.
Tsuki rüttelte sich aus ihren Gedanken. Sterben? Das würde sie lange noch nicht, dafür machte ihr ihre Freiheit noch zu viel Spaß. Sie lachte leise. Nuke-Nin, von wegen. Sie hatte sich nur das zurückgeholt was ihr zustand und würde noch lange daran festhalten. Ohne Zweifel und Reue, denn diese Gefühle würden sie nur aufhalten. Sie war kein böser Mensch. Nicht nach ihrem Sinne. Tsuki hatte ihre eigenen Regeln und ihre eigene Gerechtigkeit.

Freiheit heißt sich selbst zu entscheiden.


Wichtige Ereignisse:

24 v. ZS – Tsukis Geburt
19 v. ZS – Eintritt in die Akadmie
13 v. ZS – Bestehen der Genin-Prüfung
9 v. ZS – Bestehen der Chuunin-Prüfung
Tsuki bringt ihre Eltern um und kommt in eine Pflegefamilie
6 v. ZS – Ernennung zum Jounin
5 v. ZS – Tsuki bringt ihre Pflegefamilie um
Flucht aus Iwa, bei der sie einen Jounin und zwei Chuunin
umbringt (Ernennung zum Nuke-Nin)
4 n. ZS - Tsuki schließt einen Kuchiyose-Vertrag mit einem Fledermausstamm ab
4 n. 7 n. ZS - relativ ruhige Zeit, abgesehen von einigen irrelevanten Morden an unbekannten nicht-Shinobi und niedrigrangigen Shinobi

Diagramm:



Zweit-Chara:
Hayai Sayo [verstorben]
Gin Aoi [verstorben]
Megumi Midori [verstorben]
Takahashi Shizuka

Code: Richtig, Kenshi
Kyokuko Tsuki ||| Jutsu ||| Logbuch ||| Bingo-Buch ||| Kuchiyose
"I suggest you run... I want to savor this."

Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von »Kaguya Kenshi« (2. August 2009, 19:48)

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