Montag, 23. September 2019, 17:38 UTC+2

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Kyuunin. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

NPC

NPC

Themenstarter Themenstarter

1

Samstag, 1. August 2009, 23:26

Elegantes Anwesen

[PP. Flussreich - Alter Friedhof]

(Kagai Yatsu)

Der Weg zu ihrem nächsten Ziel führte das ungleiche Paar über kaum genutzte Straßen des Flussreiches. Nur hin und wieder trafen sie im Dunkel der Nacht andere Reisende, die aber offenbar genau wie die beiden Nuke-nin lieber ungestört bleiben wollten. Wie zu erwarten herrschte mehr oder weniger Stille zwischen den beiden Männern. Ein Gesprächsthema von gemeinsamen Interesse war sicherlich auch nichts was sich mit Leichtigkeit hätte finden lassen, nicht das Yatsu auch nur im geringsten nach einem suchte. Er war viel mehr glücklich darüber diese Mission hinter sich gelassen zu haben und sich bald von Rito trennen zu können. Zwar würde weitere Zusammenarbeit nicht ausgeschlossen sein, aber fürs erste hatte er vor diese zu vermeiden. Auch wenn er Herausforderungen liebte konnte er auf eine dieser Art liebend gern verzichten.
Es war bereits früher Vormittag als Rito und Yatsu sich einem der weiten Flüsse näherten, die für das Land namensgebend waren. Das Gewässer war relativ ruhig und nicht besonders tief, doch trotzdem hatte sich eine kleine Stadt an ihm angesiedelt, die durch besonders ansehnliche Häuser bestach. Es war mehr oder weniger ein Platz für die Residenzen der Wohlhabenden dieser Nation, doch das war für den aus Iwa stammenden Mann nicht von Interesse. Nur eines der prächtigen Anwesen war wichtig, dass des Bosses. Und eben jenes lag nicht wie die anderen am Fluss sondern auf einer kleinen Insel auf den Fluss, zu der eine schmale Holzbrücke führte. Bereits vom Ufer aus waren die gewaltigen Ausmaße des Gartens und des Hauses selbst zu sehen. Yatsus Arbeitsgeber setzte durchaus gewissen Wert auf äußeres Auftreten. Bevor der hühnenhafte Shinobi die hölzernen Planken jedoch betrat wendete er sich zu seinem Partner. "Ich war mit dir auf dieser Mission, also versuch nicht auch mich zu blamieren wenn du vor dem Boss sprichst. Er scheint dich zu mögen, aber in deine Kindereien möchte ich trotzdem nicht hinein gezogen werden.", erklärte er und ging weiter voran.
Am Eingangstor des Anwesens angekommen wurden die beiden Ninja bereits von einem Angestellten empfangen, der diese freudig begrüßte und berichtete, dass der Herr sie trotz seines momentanen Frühstücks gerne sofort empfangen würde. Wahrscheinlich war das Team schon vor einer Weile von einem ihrer Kollegen entdeckt worden. Mit einem kurzen Nicken bestätige Yatsu dies und die beiden liessen sich zum Esszimmer geleiten. Dort saß an einem üppig mit Speisen gedeckten Tisch ein Mann mittleren Alters in einem edlen, dunkelblauen Kimono. Viel auffälliger war jedoch die junge, unbekannte Frau die sich im halbdunkel hinter ihm auffhielt. "Rito, Yatsu, schön das ihr gekommen seid. Wie ich höre ist alles nach Plan verlaufen, wenn auch mit leichter Verzögerung.", sagte der essende Mann mit freundlichem Ton. "Wir haben mehr Aufmerksamkeit erregt als mir lieb ist.", erwiderte Yatsu ehrlich. "Das ist nicht weiter tragisch, ich mag die energiereiche Art unseres neuen Freundes und es schadet auch nicht wenn es bekannt wird was mit Leuten passiert, die sich mit unseren Männern anlegen." "Dann hoffe ich es ist alles zur Zufriedenheit. Ich würde um Erlaubnis bitten mich entfernen zu dürfen. Uns beiden fehlt es wohl ein wenig an Schlag. Wir mussten recht hastig aufbrechen und hatten keine Zeit zu Rasten.", fuhr Yatsu in ungewöhnlich höflichem Ton fort, den er nur in Gegenwart seines Arbeitsgeber verwendete. "Nicht so eilig, werter Yatsu. Ich bin mir sicher euch ist unser Gast augefallen und es liegt mir besonders nahe sie gerade dir vorzustellen, wenn man eure gemeinsame Wurzeln bedenkt." Mit leicht gesteigertem Interesse erhob Yatsu eine Augenbraue und schaute zu der Frau. "Der Name dieser reizenden Dame ist Kyokuko Tsuki und aufgrund ihrer weitreichenden Talente habe ich sie in meine Dienste übernommen. Sie wird genau wie ihr für meine persönliche Sicherheit sorgen und andere Tätigkeiten übernehmen, die gewisse Qualitäten bedürfen. Sie kommt aus Iwa, kennt du sie Yatsu?" "Nein, tut mir leid.", log der Nuke-nin, der durchaus von Tsuki gehört hatte aber keinerlei hatte Interesse dies weiter auszuführen. Ihm reichte es zu wissen, dass eine weitere Person zu seinen Reihen gestossen war, die in Ritos Kategorie einzuordnen war. Sicherlich hatte es erst vor kurzem zwei 'Ausfälle' gegeben, aber wieso gerade zwei Gestalten solche gefährlicher Natur diese auffüllen mussten war dem Mann nicht unbedingt klar. Anscheinend lag es an der Vorliebe des Bosses sich mit recht einzigartigen Charakteren zu Umgeben. "Naja, in dem Fall denke ich sollte sich eure neue Kollegin am besten selbst vorstellen.", fuhr der Boss fröhlich fort und machte eine ausladene Geste in Richtung der Kunoichi.
  • Zum Seitenanfang

2

Sonntag, 2. August 2009, 21:08

RPG - Start

Schon seit einiger Zeit stand Tsuki nun hinter ihrem neuen Boss, sah zu wie dieser aß und musste auf zwei Kollegen warten, die bald eintreffen sollten. Sie hoffte inständig, dass diese beiden bald ankommen würden, denn auf längeres Warten hatte sie keine Lust mehr. Leicht genervt verlagerte sie ihr Gewicht von dem rechten auf das linke Bein und im gleichen Moment öffnete sich überraschenderweise die Tür zu dem Esszimmer. Zwei Männer traten ein, der eine vielleicht genauso groß wie sie selbst und der andere im Gegensatz dazu um einiges größer. Nach einem kurzen Gespräch mit dem Größeren der Beiden stellte sich klar, dass sie diejenigen waren, auf die sie hatte warten müssen. Ihr Interesse war geweckt und sie begutachtete sie genauer. Der Größere sprach in einem höflichen Ton, der für sie aufgesetzt wirkte und allein schon sein Aussehen bestätigte ihr dies. Der gleiche Punkt sagte ihr auch sofort, um was für einen Kämpfer es sich bei ihm handelte. Tsuki war sich sicher, dass dieser Mann den Nahkampf bevorzugte und mit kräftigen Angriffen arbeitete. Als der Boss darauf hinwies, dass dieser Nuke ebenfalls aus Iwagakure stammte stutzte die Schwarzhaarige. Sie konnte sich nicht erinnern ihn einmal gesehen zu haben, geschweige denn ihn persönlich zu kennen. Vielleicht hatte sie schon einmal etwas von ihm gehört, oder sollte es auf jeden Fall, aber die Möglichkeit, dass sie es vergessen hatte allein weil sie es nicht interessierte traf wahrscheinlich zu.
Ihr Blick huschte nun von dem Nuke namens Yatsu zu dem anderen, der dementsprechend Rito heißen musste. Bis jetzt hatte er den Mund gehalten und sich ruhig verhalten, doch seine Ausstrahlung wirkte irgendwie, als ob dies nicht seine Art war. Seine Augen sahen gefährlich aus, mit einem wahnsinnigen Hauch und Tsuki musste unwillkürlich an eine tickende Zeitbombe denken. Sein Aussehen verriet nicht so viel, über seine Kampfweisen, wie das des anderen. Ob Nah, oder Fernkämpfer – alles reine Spekulation, aber früher oder später würde es sich noch herausstellen.
Tsuki wurde aus ihren Gedanken gerissen, als ihr Boss eine Geste zu ihr machte und sie aufforderte sich vorzustellen. Mit einem eleganten Schritt trat sie aus dem dunklen heraus, ihr Rücken gestreckt und ihr Kopf leicht angehoben. Eine etwas arrogante Pose, wenn man es so sagen wollte, aber Tsuki fand es besser ihren Standpunkt direkt klar zu stellen, bevor sie sich vorstellte.
„Wie bereits gesagt wurde heiße ich Kyokuko Tsuki, A-Rang Nuke-Nin aus Iwagakure. Vielleicht wäre es für euch gut zu wissen, dass ich den Kampf auf Distanz und Angriffe aus dem Hinterhalt bevorzuge. Wenn ihr noch etwas wissen wollt habt ihr die Erlaubnis mir Fragen zu stellen.“ Damit beendete sie ihre kurze und ebenso nicht sehr ausführliche Vorstellung. Sie war keine Person, die einem einen halben Roman erzählte, genauso wenig wie sie gerne Fragen beantwortet, aber Opfer mussten gebracht werden. Immerhin ging das Wort jetzt an die anderen Nuke-Nin über, die sich ebenfalls vorstellten sollten.
Kyokuko Tsuki ||| Jutsu ||| Logbuch ||| Bingo-Buch ||| Kuchiyose
"I suggest you run... I want to savor this."

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Kyokuko Tsuki« (3. August 2009, 19:22)

  • Zum Seitenanfang

Hekiougi Rito Männlich

Shinigami

Beiträge: 95

Geburtstag: 29. August 1902 (117)

Geschlecht: Männlich

Beruf: Killer

17 Auszeichungen

3

Montag, 3. August 2009, 18:58

cf: Alter Friedhof

Mit genug vorhandenem Geld ging die Reise zum führenden Glied dieser pseudo Organisation weiter. Der einzige Grund, weshalb der Shinigami sich während diesem Teil ruhig verhielt, war weil er wusste, dass das Geld bei ihm sicher war. Trotzdem hinderte ihn dies nicht daran zu überlegen, ob es nicht eine leichte Möglichkeit gäbe seinem "Kameraden" das Geld wegzunehmen, aber viel Gehirnleistung ging daran nicht verloren, viel interessanter war es ja zu überlegen, wie er es am besten ausgeben könnte...
Sie kamen an, es war soweit - ein großes protziges Anwesen schien der Aufenthaltsort des "Bosses" zu sein, wie ihn Yatsu nannte. Ob er es nun durch Kraft, Geld oder bloß durch Glück erreichte, dies war Rito egal, ebenfalls auch die Tatsache, wie er aussah. Es war für ihn einfach belanglos und uninteressant, auch wenn ein besonderer Mensch mehr Spaß während des Mordes verursacht.
Rito hätte wirklich am liebsten eine große Blutspur im großen Haus hinterlassen, aber man konnte ja nie wissen, ob dieser Schlag nicht theoretisch auch nach hinten losgehen könnte, dies war ja auch ein Faktor, welcher groß durchdacht werden musste, auch wenn soetwas nicht gerade zu Ritos großen Stärken gezählt werden konnte...
Inzwischen waren sie im Anwesen drinnen und Rito kamen die Strukturen und alles andere bekannt vor: War er etwa bereits hier drin gewesen?
'Dies erinnert mich an einen Luxus Harem in welchem ich vor ein paar Jahren gewesen war. Die Bedienung war wirklich spaßig, vielleicht bleib ich doch hier, wenn sie hier ebenfalls solch einen Service anbieten.'
Nun hatte der Hekiougi auch einen Ort mehr, wo er sein Geld ausgeben konnte und seine nächste Reise würde vermutlich direkt mit solch einer Dienstleistung in Verbindung stehen. Wahrscheinlich wäre sein nächster Aufenthaltsort sogar dieser Harem, in welchem er sein neu erworbenes Vermögen ausgeben würde.
Hätte Rito einen gewissen Ansatz an Vernunft, dann hätte er wahrscheinlich eher das Geld für Waffen oder eine kleine Armee benutzt, doch er dachte nur an seinen eigenen Spaß...
Yatsu und er waren inzwischen im Raum des Bosses und langsam kehrten auch seine Gedanken in den Raum zurück und er hörte zu. Die Kunoichi fing an sich vorzustellen und Ritos Frauenanalyse begann zu laufen, wieso sollte er auch einem weiblichen Wesen dabei zuhören, wie sie sich selbst vorstellt? Soetwas wie ein "Name", oder "der Kampfstil" einer Frau war belanglos für ihn. In den ganzen Jahren seiner Existenz hatte er nur die Erfahrung gemacht, dass sie nur für seinen Nutzen dienlich waren und danach einfach entsorgt wurden, war bei seinem Opfer dieses Mal auch nicht anders: Sie diente nur dazu, dass er sich sein Geld verdient und danach wurde sie eingefroren - fertig.
'Eine ähnliche Größe wie ich sie besitze, sowie eine rote Rüstung welche vor allem den Oberkörper verdeckt und ebenfalls ein Mundschutz... Was versucht sie damit? Sich vor meinen Dolchen zu schützen, oder will sie versuchen zu vertuschen, dass sie eine Frau ist? Lächerlich!'
Über die Fähigkeiten dieser Kunoichi wollte er gar nicht erst nachdenken, wahrscheinlich verließ sie sich eh nur auf die Männer, dass diese sie beschützen. Erstaunlich war für den Hekiougi bloß, wie sie hier in solch einer Organisation überhaupt Zutritt verschaffen konnte. Dies führte dazu, dass Rito den Boss nur noch als lachhaft empfand...
'Wie kann ich hier am besten alle umbringen? Das Weib und den sitzenden Klops schaffe ich ohne Probleme, Yatsu auch, aber wie erledige ich gleichzeitig die kleine Armee, welche hier im Gebäude stationiert ist?'
Eine gute Frage und diese wollte sich Rito doch nicht stellen, da gefiel ihm viel lieber die Idee das Geld für Dienstleistungen zu verschwenden.
"Wenn das ganze hier jetzt vorbei ist, dann würde ich jetzt am liebsten gehen. Einer Vorstellung meinerseits bedarf es soweit ich glaube eher nicht. Alle meine Daten dürften ja schon vor meiner Rekrutieren von euch... überprüft worden sein."
Das Wort "Hunden" unterdrückte sich Rito, er fühlte sich wie ein reudiger Köter, rekrutiert und am Ende hatte er nichtmal eine Möglichkeit sich davon so ehrvoll wie möglich zu befreien.
Er wollte nur noch so schnell wie möglich weg von diesem Ort - nicht mit Yatsu und auch nicht mit ihr! Obwohl er lieber mit der Kunoichi weggegangen wäre, wie mit Yatsu, was daran lag, dass er diesen Ninja nicht als schwach genug sah...
"Wo sind die jungen Mädchen? Rufen sie den Shinigami? Muhaha!"
Rito war schon in Stimmung auf seinen Freizeitausflug, weg von Idioten und auf zu den Bunnies...

tbc: Geheimer Pfad vom Flussreich ins Windreich
Char | Jutsu | Logbuch | Clan

Domination by Sasi

Zitat von »Sasi«

[22:21] <KyokukoTsuki> ò.ó und jetzt will ich von dir Tsuki/Sasi no Danna (Meister) genannt werden, Rito
[22:22] <HikariSenshu> wie wärs mit Sasi no Domina?
Any way, I'm fucked :/

It's a fail!

Zitat von »Bash«

[21:53] <KaguyaKenshi> joa und hab zu rito gesagt das ich vermute, das er homophob is =D
[21:54] <HikariSenshu> homophob ist aber alles anderes als yaoi-fan sondern schwulenfeindlich o.O
Faaail!


Danke Schatzi! :-*

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Hekiougi Rito« (8. August 2009, 07:51)

  • Zum Seitenanfang

NPC

NPC

Themenstarter Themenstarter

4

Mittwoch, 5. August 2009, 23:27

(Kagai Yatsu)

Distanzkämpferin und Angriffe aus dem Hinterhalt, ja, diese Kunoichi hatte sich sofort Kagai Yatsus Herz erobert und den geisteskranken Rito vom Thorn verstossen. In sachen psychischer Störungen musste sie sich von dem was der Nuke-nin gehört hatte auch nicht unbedingt hinter dem Hekiougi verstecken. Ihre Morde kurz vor ihrem Abgang hatten wohl für einigen Aufruhr gesorgt. Obwohl seine Weste alles andere als rein war, konnte der Nahkämpfer keinerlei Verständnis für solcherlei Kinderein aufbringen. Nicht das es ihn moralisch quälte, aber was für einen Wert hatte ein Kampf schon, wenn nicht ständig der Tod als andauernde Gefahr hinter einem lauerte? Leute wie Lämmer abschlachten hatte einfach keinen Reiz. Es war aber auch eigentlich nicht wichtig, insofern er nicht eng mit den beiden Serienmördern zusammenarbeiten musste.
"Ich schliesse mich ausnahmsweise den heute so ungewöhnlich wortkargen und bescheidenen Rito an. Alles wichtige, dass es über mich zu erfahren gibt wurde schon genannt. Wenn sie mich also entschuldigen würden.", erklärte Yatsu und ging somit der seiner Meinung nach überflüssigen Vorstellung aus dem Weg. "Jaja, deine Gesprächigkeit ist ja eines deiner Markenzeichen, Yatsu. Aber icht so schnell, meine lieben Freunde! Die Mädchen werden auch auf die warten, Rito. Vielleicht möchten hier einige ja lieber durch Taten sprechen.", wurde ihm jedoch durch den frühstückenden Mann im Kimono Einhalt geboten. "Es gibt noch eine weitere Aufgabe, die ich sehr gerne sofort verteilen würde.", fuhr er fort und nahm noch einen Bissen. "Es handelt sich um eine Entführung und es ist von äußerster Wichtigkeit das Ziel lebend zu fassen. Alles andere wird nicht toleriert.", untermalte der mächtige Mann mit Nachdruck. "Die Zielperson ist eine Suna-nin, Harakuya Yashine. In ihr ist ein Dämon versiegelt und diese Art von mythischem Zeugs ist verdammt wertvoll für einige unserer guten Kunden dort draußen. Ihr als Ninja sollten von diesen Sachen wohl mehr wissen als ich, nicht wahr Yatsu?" "Ich habe damit keine persönliche Erfahrung, aber einen erfahrenen Jinchuuriki zu fangen wird sicher kein Kinderspiel.", entgegnete der Jounin. "Naja, es soll ein relati junges Mädchen sein. Das wahre Problem wird es wohl sie aus ihrem Dorf heraus zu holen ohne sich umbringen zu lassen. Die perfekte Möglichkeit für unsere Neuzugänge sich zu beweisen und nebenbei ein nettes Sümmchen zu verdienen." Der bärtige Mann pausierte kurz und holte eine kleine Mappe hervor, die er Tsuki entgegen hielt. "Die wichtigsten Informationen, wie Aufenthaltsort und Aussehen, sowie Abgabepunkt findet ihr hier drin. Achtet nur darauf, dass dieses nette Schriftstück nicht in falsche Hände gerät. Yatsu hat die Angewohnheit sowas ein Mal zu lesen und dann zu vernichten, ich hoffe ihr habt ein ähnlich gutes Gedächtnis.", erklärte er weiter. "Das wäre von meiner Seite aus auch alles. Brecht auf sobald Rito sich ausgeruht hat. Ich hoffe ihr bringt die Sache schnell hinter euch und wir alle können uns dann etwas länger Unterhalten. Suna ist immerhin nur ein Katzensprung von hier."
Seine Abneigung gegen die Idee einen unkontrollierbaren Mörder und eine Frau mit ebenfalls fraglichem Charakter auf diese Mission zu schicken behielt Yatsu für sich, er war nur froh, dass er nicht mit einem der beiden losziehen musste und nun gehen konnte.
  • Zum Seitenanfang

5

Donnerstag, 6. August 2009, 11:24

Na, dass war wohl nichts. Die Schwarzhaarige konnte förmlich spüren wie sie den beiden am Arsch vorbeiging. Gut, was kümmerte sie das? Solange man ihr nicht in den Weg kam würde alles bei diesem Scheinfrieden bleiben. Sie würde ihn sicherlich nicht brechen, es sei denn man brachte sie dazu. Ob gewollt oder ungewollt war ihr in diesem Falle egal. Sie würde um keinen der beiden auch nur einen Trauergedanken verschwenden. Das der Bruch dieses Friedens jedoch schon bald eintreten würde, wusste sie noch nicht, aber es kam ihr tatsächlich viel früher als ihr lieb war. Eines der verfluchten Dinge, die Tsuki den Verstand raubten verließ die Lippen eines der Anwesenden. Okay, nicht direkt, aber in diesem Moment las Tsuki zu viel zwischen den Zeilen und wenn derjenige selber so dreist war....
Ein Art Schalter legte sich in ihrem Kopf um und sie bekam von dem Gelaber des Bosses nur noch am Rande was mit. Irgendwas von einer Mission, eine Entführung, lebend, blabla und die Mappe mit Informationen, die ihr gereicht wurde ignorierte sie fürs erste total. Stattdessen machte sie einen Sprung auf den Schwarhaarigen Nuke zu und packte ihn am Hals. Der Angegriffene schien zu perplex und in Gedanken versunken zu sein, denn er ließ sich recht einfach von Tsuki gegen die nächstgelegene Wand drücken. Einfacher, als sie erwartet hatte, aber besser so. Konnte er direkt sehen, was passierte wenn er nicht aufpasste. Gefahr konnte überall lauern und wenn man nicht darauf vorbereitet ist lag man schneller mit durchtrennter Kehle auf dem Boden als einem lieb war.
„Bitte was? Hast du mich gerade als „alt“ bezeichnet? Du scheinst dich nach dem Tod zu sehnen! Wenn du willst erfülle ich dir deinen Wunsch. Ich werde es genießen, während du um Gnade winselst. Du wärst nicht der erste, du elender Hund.“
Tsuki stoppte in ihrem Wahn, als ihr wieder die anderen einfielen, die Wind von alle dem mit bekamen. Sie ließ von ihrem zukünftigen Partner ab, um nicht vollständig als rasende Furie dazustehen, auch wenn es dafür wohl möglich schon zu spät war, oder in gar zu erwürgen. Sie zweifelte daran, dass er es zugelassen hätte, aber man konnte ja nie wissen...
Ein kurzer Atemzug und ihre Nerven hatten sich wieder mehr oder weniger beruhigt. Auch wenn sie mit dem letzten Arsch der Welt zusammenarbeiten musste. Mission war Mission und sie würde sie zur Zufriedenheit ihres Auftragsgeber beenden. Es sei denn irgendjemand kam ihr in die Quere. Dann wäre das schnell eine Mission für eine Person und „Unfälle“ passierten ja hin und wieder mal...
Das einzige was sie musste war den Tod ihres Partner zu vertuschen, wenn es hart auf hart kam. Nicht, dass es schwer war. Die Antwort „Er ist bei der Mission drauf gegangen.“ und eine Leiche sollte normalerweise reichen, aber man musste es ja nicht schon am Anfang auf die Spitze treiben und mit einem ungeplanten Toten wiederkommen. Zumal sie beide ja sowieso neu waren und das musste ja auch seine Gründe haben.
Ohne weitere Worte zu verlieren nahm sie die Mappe entgegen. Sie studierte sie kurz, merkte sich die für sie wichtigsten Dinge und warf sie dann ihrem „Partner“ vor die Füße. Dem Iwa-Nin würdigte sie keinen Blick mehr, Rito dagegen warf sie einen vernichtenden zu.
"Wenn du mir in die Quere kommst, mach ich meine Drohung wahr.“ fügte sie kurzerhand hinzu, bevor sie aus der Tür verschwand. Konnte sich der Typ direkt mal als nützlich erweisen und sich um das Zeug kümmern.

tbc: Geheimer Pfad vom Flussreich ins Windreich
Kyokuko Tsuki ||| Jutsu ||| Logbuch ||| Bingo-Buch ||| Kuchiyose
"I suggest you run... I want to savor this."

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Kyokuko Tsuki« (7. August 2009, 16:24)

  • Zum Seitenanfang

NPC

NPC

Themenstarter Themenstarter

6

Sonntag, 9. August 2009, 21:15

(Kagai Yatsu)

Mit Verwunderung beobachtete Yatsu das seltsame Schauspiel, dass sich dort vor ihm auftat. Wenn es jemanden gab, der noch verrückter war als Hekiougi Rito, dann war es diese Frau. Offenbar fühlte sie sich durch einen von Ritos schwachsinnigen Kommentaren angegriffen und sprang diesem sofort an die Kehle. Nach Yatsus Erfahrungswerten müsste es bei der Frequenz in der der Nutzer des Sharingangs solche Bemerkungen von sich liess auf der Mission noch unzählbare Male zu solch einer Konfrontation kommen, insofern die reizbare Dame jedes Mal so reagieren würde. Es war wohl zu bezweifeln, dass auch nur einer der beiden besonders Aufmerksam den Erklärungen des Auftragsgebers gelauscht hatte, doch dieser lächelte gutmütig und wartete geduldig bis das Austauschen kindischer Drohungen von statten gegangen war. Als die Mappe mit den Informationen auch noch nicht unbedingt liebevoll behandelt wurde erhob Yatsu interessiert eine Augenbraue. Der Nuke-nin war ein Verbrecher, der die Drecksarbeit für andere erledigte, dessen war er sich bewusst, doch selbst jemand wie er, dessen Sinn für Höflichkeit und Umgangsformen auch nicht besonders ausgeprägt war, hatte zumindest etwas übrig für angemessenen Respekt. Von zwei Massenmördern war jedoch wohl nicht viel zu erwarten. Vielleicht konnten sie sich sogar glücklich schätzen, dass nicht einer von beiden versuchte alle Anwesenden umzubringen.
Schliesslich konnten sich die beiden jedoch entschliessen den Raum zu verlassen, ohne größere Schäden an der Einrichtung, oder an Menschenleben anzurichten. "Ja, die Jugend.", kommentierte der Frühstückende noch den Abgang. Als Yatsu jedoch ebenfalls gehen wollte hielt ihn sein Boss auf. "Yatsu, würdest du mir einen Gefallen tun und noch kurz hier bleiben?" Wortlos kam der ehemalige Iwa-nin diesem Wunsch nach und drehte sich wieder um. "Könntest du vielleicht etwas detaillierter auf die Ereignisse während der Mission eingehen? Ich würde gerne mehr erfahren." "Ich nehme an es geht um das Verhalten meines neuen Kollegen?", erkundigte sich Yatsu, der bereits etwas derartiges erwartet hatte. "Ganz genau. Ich mag unseren neuen Freund ja ganz gerne, aber ich kann nicht riskieren, dass er unsere Geschäfte in Gefahr bringt.", erklärte der Mann lächelnd und nahm einen Bissen von einem gebratenen Fisch. "Was das betrifft habe ich ehrlich gesagt auch einige Bedenken. Nicht nur, dass er mich abgeschüttelt hat um die Zielperson alleine anzugreifen, auch sein Verhalten im Kampf war unprofessionel. Ich musste meinen Hammer zurücklassen und damit ist meine Identifizierung fast sicher." "Ein leidenschaftlicher Killer unser Rito, nicht wahr?" "Wenn man es so ausdrücken möchte..." Ein kleines Lachen des Boss folgte, der sich offenbar an Yatsus Unzufriedenheit mit der Situation erfreute. "Mich wundert es ja schon, dass er in der Lage war dich abzuschütteln und du sogar deinen geliebten Hammer verloren hast, Yatsu." "Das muss ich als meinen eigenen Fehler eingestehen.", erwiderte der Nuke-nin, dem nichts an Ausflüchten lag. "Kein Sorge, das ist nicht weiter Schlimm. Dieses Mal ist ja noch alles gut gegangen." "Darf ich meine Meinung zu der Sache frei aussprechen?", erkundigte sich Yatsu ernst. "Nur zu, ich lege auf dein Urteil Wert." "Es würde mich wundern wenn Rito und Tsuki lebend mit dem Ziel zurückkehren, wenn überhaupt. Ich kann die Wahl dieser Personen für diese Missionen und im Allgemeinen nicht nachvollziehen.", sagte der Jounin und wartete wie sein Arbeitgeber auf diese Kritik reagieren würde. "Weißt du Yatsu, ich hätte gedacht du würdest mich für klüger halten. Glaubst du wirklich ich beschäftige solche Leute, weil mir so viel an Psychopathen in meinen Reihen liegt? Nach den letzten Ausfällen mussten die Lücken gefüllt werden. So einfach ist das.", erklärte der Boss und lächelte freundlich. "Das verstehe ich, nur denke ich sind diese beiden mehr schädlich als nützlich." "Wohl wahr, werter Yatsu, jedoch übersiehst du den Grund wieso ich Leute wie euch überhaupt benötige. Wie du weißt missgönnt mir so mancher meinen Erfolg und zahlreiche Neider haben es auf meinen Kopf und meine Position abgesehen. Ich kann mir keine Schwäche leisten, auch nicht für den kürzesten Moment.", fuhr der Mann in einem Ton fort, der nicht der Ernsthaftigkeit des Gespräches angepasst war. "Leute mit euren Talenten und Fähigkeiten gibt es nicht in solchen Mengen, dass ich wählerich sein kann. Natürlich waren unsere vorherigen Freunde von angenehmerer Natur, doch verlorenem soll man nicht nachtrauern. Wichtig ist nur, dass keiner auf die Idee kommt ich wäre verwundbar." "Mit solchen Leuten in seiner Nähe ist man immer verwundbar.", wandte Yatsu ein, doch wurde er nur von einem mit Lachen begleitetem Kopfschütteln abgeblockt. "Nein, nein, mein Freund. Für unglückliche Fälle wie du sie hier offenbar vermutest habe ich vorgesorgt. Wie schwer denkst du ist es sich von jemandem zu entledigen, der von mehreren Shniobi-Dörfern gesucht wird, oder gar von einem Hekiougi, der vom eigenem Clan verfolgt wird? Lass mich dich aufklären. Es genügt ein ungeschickt verlorenes Wort an der richtigen Stelle. Ein kleines Versehen und die halbe Ninja- sowie Unterwelt ist hinter ihnen her." "Ich hoffe für mich gibt es nicht auch Notfallpläne dieser Art.", kommentierte Yatsu die Erläuterungen, was ein erneutes Auflachen bei seinem Boss auslöste. "Wenn ich eines in dieser Branche zu schätzen gelernt habe, werter Yatsu, dann ist es Loyalität. Dergleichen vergesse ich nicht und sie wird reich belohnt." Ein kurzes schweigen zwischen den beiden folgte, bevor der Mann Yatsu mit einer ausladenden Geste hinaus schickte. "Nun geh ruhig und ruh dich aus. Du hast genug getan." Nur mit eriner kleinen Verbeugung und ohne weitere Worte verliess Yatsu den Raum und liess einen fröhlich speisenden mann im dunklem Kimono zurück.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »NPC« (9. August 2009, 21:37)

  • Zum Seitenanfang

NPC

NPC

Themenstarter Themenstarter

7

Mittwoch, 31. März 2010, 22:20

PP: Alte Sägemühle

Entspannt saß der Hausherr des großen Anwesens in seinem Arbeitszimmer und strich gedankenverloren über die edel verzierte Armlehne seines hölzernen, mit roten Samt bezogenen Sessel. Gerade wollte er zu der mit feinen Süßigkeiten gefüllten Schüssel auf seinem schweren Schreibtisch greifen, als die gegenüberliegende Tür gewaltsam aufschwang. Mit lautem Knall schlug sie gegen den metallenen Türstopper und sein getreuer Hausdiener wurde rücksichtslos hineingeschleudert, schlitterte einige Meter über den Boden und blieb bewusstlos und von Schrammen übersät auf den Holzdielen liegen. „Oh.“, ertönte es nur kurz mit moderater Überraschung von dem Mann, der zwar vom Naschen abließ, aber trotzdem relativ entspannt sitzen blieb, nachdem er seinem Personal kurz einen leicht besorgten Blick widmete. Hinter dem Hereingeworfenen erschien eine langbeinige blonde Frau, die langsam in den Raum trat und von einen Mann in einem roten Kampfanzug begleitet wurde. Dieser begrüßte den Mann im Schreibtisch mit einem enthusiastischen „Was geht'n?“, was sofort einen strafenden Blick der Frau zur Folge hatte. „Was für ein unverhoffter Besuch.“, kommentierte der angesprochene die Ankunft nur kurz. „Unverhofft kommt oft!“, lachte der männliche Eindringling zufrieden auf. Seine Freude hielt jedoch nicht lange an, als plötzlich eine mächtige Hand sich von hinten um seinen Hals schloss, das Lachen in eine Gurgeln erstickte und er vom Boden angehoben wurde. „Yatsu, hast du unseren Besuch auch gehört?“ „Besuch? Ich hatte schon befürchtet Ungeziefer hätte sich eingeschlichen.“, antwortete Yatsu, während der Mann in seinem Griff strauchelte und mit beiden Händen versuchte sich aus der Umklammerung zu befreien. „Kein Problem damit?“, fragte er schließlich nach einem Moment die Frau neben sich. „Es ist viel mehr eine erholsame Abwechslung.“ „Ich glaube du kannst den guten Mann ruhig wieder runter lassen.“, erklärte der Hausherr ruhig, woraufhin der Gewürgte recht unsanft wieder auf seinen Füßen landete „Ungezogenes Kerlchen.“, keuchte dieser, während der große Mann an ihm vorbei in Richtung Schreibtisch schritt, wobei er den Hausdiener vom Boden aufhob und auf einer Kiste an der Wand absetzte.
„So schön das auch war, sind wir nicht zum Vergnügen hier.“Jaja, Gewalt gegen mich findest du lustig, aber wenn ich mal 'nen Gag bringe ist es gleich immer 'wider die Natur'.“ „Ist es auch. Was du mit diesem Hund gemacht hast lässt mich Nachts nicht mehr ruhig schlafen.“ „Vor lauter lachen?“, fragte der Mann hoffnungsvoll. „Zurück zum Thema.“, seufzte die Frau und wandte sich wieder zum Mann im Kimono. „Wir sind hier weil wir das Mädchen haben wollen.“ „Wenn ihr es nicht habt, wieso habe ich dann euer Geld?“, erkundigte sich der Hausherr lachend. „Das ist ja genau der Punkt.“ „Da liegt quasi der Hund begraben.“, warf der Begleiter grinsend ein. „Willst du ihn nicht vielleicht wieder würgen?“, fragte die Frau Yatsu entnervt. „Du weißt ich mag es ruhig was härter, aber wenn du noch jemanden einlädst, dann doch bitte 'ne Frau.“ Mit einen Anflug von Entsetzen zog Yatsu eine Augenbraue nach oben. „Nichts für Ungut, Dickerchen.“ „Also was ist nun mit dem Mädchen, junge Dame.“, setzte der bärtige Mann das Gespräch fort. „Machen Sie uns doch nichts vor. Sie haben das Geld genommen und unsere Männer getötet.“ „Darunter Kapashi, meinen ältesten und besten Freund.“ „Katashi.“, korrigierte ihn seine Kameradin. „Naja, wenigstens nah dran.“ „Also nehme ich an sie wollen mir unterstellen ich sei ein Dieb und Mörder?“, fragte der Hausherr erschrocken und griff sich an die Brust. „Unsere Männer sind tot und das Mädchen, sowie das Geld verschwunden. Sunagakure hat die Jinchuuriki laut unseren Informanten offenbar nicht zurückerlangt, also bleibt der Kreis der Verdächtigen recht klein.“ „Es scheint die Trauer über den Verlust vernebelt euer Urteilsvermögen, denn meine Männer haben von einem reibungslosen Ablauf erzählt.“ „Ich habe nicht vor dieses Spiel noch lange mitzumachen.“ „Ich möchte behaupten auch mein Verständnis nähert sich seinen Grenzen.“ Spannung lag in der Luft und der Augenkontakt zwischen der Frau und dem Mann am Schreibtisch nahm einen intensiveren Charakter an. Die Stille schien eine Länge anzunehmen in der eine Eskalation nahe lag, als plötzlich ein erfreutes Quietschen ausbrach. „Süßigkeiten!“ Fast schon hüpfend begab sich der Mann im roten Kampfanzug zum Schreibtisch und griff großzügig in die Schale. „Ich darf doch?“, fragte er und stopfte sich das Essen bereits wie ein Verhungernder in den Mund. „Dafür sind sie ja da.“, entgegnete der Hausherr leicht verblüfft. „Was'n?“, fragte der Essende mit vollem Mund, als seine Begleiterin ihn mit wütendem Blick anfunkelte. „Ich dachte du wärst fertig mit deiner kleinen Rede. Ich hab dich doch da auch dein kleines aggressives Ding machen lassen. Hab gedacht ich wäre jetzt dran die ganze Sache auf die sanfte Tour abzuschliessen. So funktioniert das doch, oder?“, fragte der Mann und wandte sich mit dem letzten Satz an Yatsu. „Ich weiß nicht, funktioniert es so?“, entgegnete dieser mit bebender Stimme, doch ruhiger Haltung. „Ja, so funktioniert es, du alte Knutschkugel.“ Lässig schwang der Mann sich auf den Schreibtisch und beugte sich zum Hausherrn herüber, um ihm halblaut zu zuflüstern. „Ich würd' ja empfehlen irgendwen mit noch messbarer Hirnaktivität einzustellen. Bei dem da scheint nicht mehr alles ganz knusprig, wenn Sie verstehen.“ „Ich glaube wir hatten da noch was zu klären.“, warf die blonde Frau entnervt ein. „Ich hätte nichts davon euch zu betrügen, ich bin ein einfacher Geschäftsmann und habe einen Ruf zu verlieren, da ich durchaus beabsichtige derartigen Handel auch noch in der Zukunft zu betreiben.“ „Vielleicht versucht ein unbekannter dritter uns gegeneinander aufzuhetzen.“ „Ein kluger Einfall.“ „Hörst du das? Der Mann weiß meine Einfälle im Gegensatz zu dir zu schätzen. Hätten sie jetzt noch so ein heißes Fahrgestell wie Blondie, werter Herr, dann hätte ich aber gerade sowas von die Seiten gewechselt.“ Ein böser Blick der Kameradin folgte. „Ja, da schauste blöd. Du bleibst auch nicht für immer so straff. Auf lange Sicht wirst du dir was einfallen lassen müssen um mich bei der Stange zu halten.“ „Wenn es doch nur so einfach wäre dich loszuwerden.“ „Also einigen wir uns darauf, dass hier ein schreckliches Missverständnis vorliegt?“, erkundigte sich der Mann am Schreibtisch. „Wir einigen uns wohl eher darauf fürs erste die Entwicklung der Lage abzuwarten bevor wir ihr Haus niederbrennen.“ „Also wenn das kein Happy Ending ist weiß ich auch nicht!“ Schnell sprang der rot gekleidete vom Schreibtisch weg zu seiner Begleiterin, vergaß aber nicht sich noch eine Hand voll Süßkram zu nehmen. „Für Unterwegs!“, kommentierte er die Handlung kurz und stopfte sich das Essen freudig in den Rachen. „Woher kriegen sie dieses geniale Zeug nur?“ „Hausgemacht vom guten Hayate.“ Mit einer kleinen Geste deutete er zum bewusstlosen Mann auf der Kiste. „Wie konntest du das dem Kerl nur antun?“, brach es plötzlich aus dem Eindringling vorwurfsvoll und voll Mitleid heraus. „Du hast ihn doch bewusstlos geschlagen bevor ich ihn hier her gebracht habe.“, verteidigte sich die Frau. „Und ich behaupte er war schon bewusstlos bevor ich ihn mit dem Kerzenständer eins übergebraten habe!“ Die Bewohner des Hauses ohne Verabschiedung zurücklassend drehte sich das ungleiche Paar um und verließ das Zimmer, als dem Mann noch etwas einfiel und er sich umdrehte. „Achja, die hier hat einen ihrer Kerzenständer kaputt gemacht!“
Ein dumpfer Schlag, ein leises Ächzen und eine zufallende Tür.
„Du gehst der Sache für mich nach, Yatsu?“ „Selbstverständlich.“ „Wem auch immer ich diese erfrischenden Gäste zu verdanken hatte, der hat ein persönliches Gespräch mit mir darüber nötig wie man in dieser Branche respektvoll miteinander umgeht.“

[TBC: Der Rundgang]
  • Zum Seitenanfang

Ähnliche Themen