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[Oi-Nin] Teitai Tetsu

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Teitai Tetsu

Doro Sennin

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1

Donnerstag, 24. Februar 2011, 23:11

Teitai Tetsu



Name:
Teitai Tetsu

In seiner Karriere als Shinobi hat sich Tetsu auch einige mehr oder minder bekannte Spitznamen angeeignet. Dazu zählen „Akabo“ (Red Combatstaff) für seinen versierten Umgang mit dem Kampfstab, „Banjaku“ (Huge Rock) für seine starken Dotontechniken in Verbund mit Taijutsu und Doro Sennin (Mud Sage) mit einem gewissen abfälligen Unterton für seinen unvollständigen Eremiten-Modus.

Geburtsdatum/Alter:
24. Februar 47 vor Zen Saiki / 54 Jahre

Geboren im letzten Jahr des großen Jagdbefehls, der die Glanzzeit aller Oi-nin darstellte, erblickte Teitai Tetsu als Sohn von Hagane und Tsubaki das Licht der Welt. Der darauf folgende große Frieden, der fast zwei Jahrzehnte andauern sollte, stellte einen großen Teil der Jugend des heranwachsenden Shinobi dar. In späteren Jahren erlebte der Teitai jedoch auch noch seinen Anteil an Unruhen und Kriegen, die die Ninjawelt erschütterten.

Größe:
1,93 m

Ein Mann zu dem man aufschaut!

Gewicht:
101 kg

Geballte Muskelkraft!

Geschlecht:
männlich

Ausgesprochen männlich...

Aussehen:
Tetsu ist ein hochgewachsener Mann, der mit einer Größe von 1,93 Meter die meisten anderen Menschen überragt. Sein muskulöser Körper, der durch gewissenhaftes Training entstand, tut den Rest um eine imposante Erscheinung auf andere zu machen und sorgt bei so manchem schon beim Auftreten für ein gewisses Maß an gesundem Respekt. Wildes braunes Haar und ein starrer Blick sorgen gemeinsam mit einer tiefen und eindringlichen Stimme für das ihrige um dies abzurunden.
Unter einer Kombo aus einfachem, dunklen Hemd und weiter Hose verstecken sich zahlreiche Narben auf dem kampferprobten Körper des Iwa-nin, die von recht rücksichtslosem Konfrontationen mit seinen Gegnern herrühren. Eine beige Weste mit braunen Akzenten sorgt für etwas farbliche Abwechslung in der Kleidung, die sich auch in den robusten Schuhen des Mannes wiederfindet. An Hand- und Fußgelenken sind jeweils kurze Protektoren befestigt, welche diese Schützen und als Platz für Siegel dienen, um schnell weitere Waffen zur Hand zu haben.
Zwei um die Hüfte verlaufende Schlaufen dienen als Halterung für eine große am Rücken getragene Schriftrolle, sowie einige Waffentaschen und ein an der Seite befestigtes Schwert. Die Stirn ziert mit Stolz ein Stirnprotektor mit schwarzem Band. Seinen chakraleitenden Bo stets in der Hand ist Tetsu für den Kampf allzeit gerüstet. Seine weiße Oi-nin Maske hingegen trägt er nur selten, wenn die Situation es unbedingt erfordert.

Rang:
  • Akademist: 6 Jahre
  • Genin: 12 Jahre
  • Chuunin: 18 Jahre
  • Tokubetsu Jounin: 21 Jahre
  • Jounin: 27 Jahre
  • (Oi-nin): 29 Jahre

Die Akademie schloss Tetsu in dem dafür vorgesehenen Zeitraum ab und wurde im recht durchschnittlichen Alter von 18 Jahren zum Chuunin ernannt. Bereits drei Jahre später konnte er den Rang eines Tokubetsu Jounin im Bereich des Personenschutzes erlangen, bevor er dann schließlich mit 27 Jahren zum vollwertigen Jounin erklärt wurde und sogleich mit der Ausbildung zum Oi-nin begann, die er ein Jahr später abschloss. Diese Tätigkeit führte er bis zum Beginn des 13jährigen Krieges aus, dessen Ausbruch dazu führte, dass er zu den regulären Kampftruppen versetzt wurde. Seit 1 nach Zen Saiki verfolgt er jedoch wieder den Beruf des Jagd-Ninja.

Clan/Familie:
Teitai Hagane (Vater):
Totan ist ein Jounin und ehemaliger Oi-nin des Dorfes, der aufgrund seines fortgeschrittenen Alters (Jahrgang 70 vor Z.S.) praktisch gar nicht mehr auf Missionen geht, dafür aber als Berater und vor allem Lehrer in der Akadamie weiterhin arbeitet. Mit seinem Sohn Tetsu verbindet ihn eine enge Beziehung, da sie sich in vielen Bereichen sehr ähnlich sind. In seiner Freizeit beschäftigt er sich gerne künstlerisch, oder trainiert immer noch gemeinsam mit seinem Sohn, oder seinem Vater sein exzellentes Taijutsu.

Teitai Tsubaki (Mutter, geb. Koizumi):
Tsubaki war Tetsus Mutter und eine Jounin des Dorfes Iwagakure. Als eine Frau mit sanfter und warmer Persönlichkeit war sie äußerst beliebt (wie sie zu Hagane fand stieß auf viel Unverständnis). Unglücklicher Weise verstarb sie bereits im Alter von 28 Jahren auf einer Mission, noch bevor ihr Sohn auch nur alt genug war die Akademie zu besuchen. Der Verlust hat den gesamten Teitai-Clan hart getroffen, da sie immer als harmonische Mitte der Familie für alle fungiert hatte.

Teitai Totan (Großvater):
Teitai Totan ist ein Jounin und ehemaliger Oi-nin, der sich inzwischen zur Ruhe gesetzt hat. Zwar schon im Jahr 91 vor Z.S. geboren ist er noch Heute als fähiger Experte in Sachen Taijutsu bekannt und wird gelegentlich von jüngeren Taijutsu-ka aufgesucht, die sich Rat von ihm erhoffen, welchen er auch gerne erteilt. Er trainierte früher oft mit Tetsu und gab viel von seinem Wissen an diesen weiter, wodurch sich eine enge Bindungen zwischen ihnen aufbaute. Er genießt genau wie sein Sohn die schönen Künste, trainiert aber auch noch die Prinzipien des Taijutsu.

Geburtsort:
Iwagakure

In Iwagakure geboren und aufgewachsen ist Tetsu dem Dorf treu ergeben. Es gibt nur weniges, das ihm wichtiger ist als seine Heimat, für die er fast alles tun würde. Aus diesem Empfinden entsandt auch der Wunsch als Oi-nin zu dienen, der jene jagt, die Iwa verrieten und es schon durch ihre Existenz in Gefahr bringen.

Aufenthaltsort:
Iwagakure

Trotz langer Reisen auf gesuchte Verbrecher, während welcher er oft für Wochen nicht im Dorf verweilt, kehrt er doch immer wieder in seine Heimat zurück und nutzt die Zeit um sich dort zu erholen. Auch nach den Strapazen einer langen Jagd reichen nur wenige Tage in Iwagakure um wieder zu Kräften zu kommen und sich für neue Missionen bereit zu machen.

Team:
Sein erstes Team bildete Tetsu gemeinsem mit den Genin Metaru Kin und Metaru Gin unter dem Sensei Kei Akagane. Nachdem die Genin höhere Ränge erlangt hatten löste sich das Team formal auf, doch arbeiteten sie auch später oft noch zusammen. Mit den Mitgliedern des Team Akagane verband, bzw. verbindet, Tetsu bis zum heutigen Tage eine enge Freundschaft. Des weiteren agierte Tetsu im Laufe der Jahre für Missionen in verschiedensten Teams, übernahm jedoch nie eine Gruppe von Genin.

Sensei:
Neben seinem Vater und auch Großvater, die ihn von Kindesbeinen an trainierten, hatte Tetsu vor allem den Sensei Kei Akagane. Dieser war ein bereits zu Lebzeiten legendärer Jounin, der über die Grenzen des Dorfes hinaus für seine Stärke bekannt war und auf Tetsu als Mentor großen Einfluss hatte.

Elementzuneigung:
Doton

Mit der Zuneigung geboren, die wohl am besten zu seiner Persönlichkeit passt, konnte Tetsu sich glücklich schätzen ein Element zu besitzen, welches ihm dabei half einen offensiven Kampfstil zu entwickeln, sich dabei jedoch immer durch die Widerstandskraft der Erde geschützt zu wissen.

Beherrschte Elemente:
Doton

Schon in frühen Jahren erlernte der Teitai das Erdelement ergänzend zu seinem Taijutsu-Training und beließ es für sein restliches Shinobi-Dasein auch dabei. Die Notwendigkeit ein weiteres zu erlernen sah er nie und war stets zufrieden mit einem einzelnen, nicht daran denkend seine körperliche Ausbildung durch zeitintensives Studium der Elemente zu unterbrechen.

Auch wenn es fast sicher scheint, dass Tetsu sich über erdbraunes Chakra mehr freuen würde, verfügt er wie die meisten anderen Shinobi über das gewöhnliche Blau der lebenspendenden Energie.

Inventar:
  • 2 chakraleitende Bo (einer in Schriftrolle am Rücken versiegelt)
  • 1 mannshohes, massives Metallschild (in Schriftrolle)
  • 10 mannshohe Shuriken (jeweils einer an jedem Protektor versiegelt, 8 in Schriftrolle)
  • 40 Shuriken (20 in Waffentasche, 30 in Schriftrolle)
  • 2 mannshohe Kunai (in Schriftrolle)
  • 30 Kunai (10 in Waffentasche, 20 in Schriftrolle)
  • 10 Kunai mit mit Gishousha (False Witness) belegten Siegeln (in Schriftrolle)
  • 10 Kunai mit Draht und mehreren Jibaku Fuda (2 in Waffentasche, 8 in Schriftrolle)
  • 10 Kunai mit Jibaku Fuda (in Waffentasche)
  • 20 Jibaku Fuda (in Waffentasche)
  • 2 Rauchgranaten (in Waffentasche)
  • 2 Blendgranaten (in Waffentasche)
  • 4 mit Sokubakufuu (Small Binding Seal) belegte Siegel (in Waffentasche)
  • 1 durch Tensha Fuuin (Transcription Seal) mit Doro no Jutsu belegte, kleine Schriftrolle (in Weste getragen)
  • 1 schwere, 10m lange Kette (in Schriftrolle)
  • 100m Draht (in Waffentasche)
  • 1 Bingo Buch (in Weste)
  • 2 Soldatenpillen (in Waffentasche)
  • 1 Blutstoppille (in Waffentasche)
  • Papier und Tinte für Siegel (in Schriftrolle)
  • 1 Schriftrolle mit Pinsel und Tintenhalter
  • das Schwert Kumokirimaru (am Körper getragen)
  • die Speere Tonbogiri, Nihongo und Otegine (in Schriftrolle)

Kumokirimaru, der Spinnentöter
Ein legendäres Schwert, welches sich seit drei Generationen im Besitz der Familie Teitai befindet, nachdem der damalige Tsuchikage es Tetsus Großvater Totan zu Beginn des großen Jagdbefehs überließ. Angeblich gehörte es einst dem Shinobi Minamoto Raikou, der mithilfe der Waffe die Spinne Tsuchigumo tötete und nachfolgend ihre tausend Kinder, die über alle Länder verstreut die Menschen plagten. Ob und wenn welche Teile der Legende tatsächlich der Wahrheit entsprechen lässt sich nicht mehr feststellen, doch ist es sicher, dass Kumokirimaru bis jetzt als Ninja-Artefakt mit besonderer Macht gilt. Wie in der Geschichte ist es in der Lage das Chakra desjenigen aufzuspüren, den es als letztes geschnitten hat. Spricht man die Worte „Finde ihn, Kumokirimaru.“ richtet sich die Spitze der Klinge nach der Zielperson aus. Dies kostet den Benutzer jedoch so lange Chakra bis er die Suche mit dem Satz „Lass ihn ziehen, Kumokirimaru.“, beendet oder die Waffe nicht mehr berührt.

Tonbogiri, Nihongo und Otegine
Der Legende nach die drei Speere der Mitstreiter von Minamoto Raikou, welche ihm bei seinen Abenteuern stets treu zur Seite standen. Die Waffen sind äußerst widerstandsfähig und scharf, was für ihre meisterhafte Fertigung spricht. Wirklich besonders werden die Speere jedoch erst durch ihr Zusammenwirken mit Kumokirimaru. Wirft man eines von ihnen und gibt ihm den Befehl sein Ziel zu finden, gefolgt von dem Namen der jeweiligen Waffe, so folgt es dem Weg, den das Schwert ihm vorgibt. Immer der Ausrichtung der Spitze der Klinge folgend fliegen sie so lange bis das Chakra, welches sie dem Anwender beim Wurf entziehen, verbraucht ist oder sie auf ein Hindernis treffen, das sie nicht durchdringen können. Die Speere wurden Teitai Totan gemeinsam mit Kumokirimaru überlassen und befinden sich seitdem im Familienbesitz.

Kampfstil:
Tetsu ist ein Meister des Taijutsu, der die meiste Zeit seiner Karriere als Shinobi sich fast ausschließlich mit dessen Studium beschäftigte und somit ein weit gefächertes Wissen über verschiedenste Stile und Methoden erlangte. Tetsus Lieblings-, jedoch nicht einzige, Waffe stellt hierbei der Bo dar, dessen Anwendung er in vielen verschiedenen Kampfkünsten erlernt hat. Seine Fähigkeiten in den Bereichen des Ninjutsu und Genjutsu trainierte er zunächst nur ergänzend, um sie unterstützend zu seinem Taijutsu zu nutzen und es somit zu verstärken. Inzwischen haben sie eine deutlich prominentere Rolle eingenommen. Das Austesten eines Feindes mit Dotonjutsu folgt häufig als zweite Option, wenn sich ein direkter Angriff als erfolglos zeigt. Auch das Verwenden von Illusionen wurde zur beliebten Methode gegen Feinde, die in jenem Bereich Schwächen zeigen. Das Immobilisieren des Gegners, ob nun durch Nin- oder Genjutsu wird jedoch zumeist durch einen Taijutsu-Angriff gefolgt. Die unvorstellbare Kraft hinter den Angriffen des Teitai, gepaart mit seinem Wissen um den die körperlichen Kampfkünste machen seine Fäuste noch immer zu seiner gefährlichsten Waffe. Das er sich dabei auf die Härtung durch sein Kouka Jutsu verlassen kann gibt ihm Sicherheit vor physischen Kontern und lässt ihn die meisten konventionellen Attacken überstehen. Zwar entsteht dadurch eine gewisse Rücksichtslosigkeit, die sich leicht mit dem Blitzelement ausnutzen lässt, doch lag es schon immer in Tetsus Natur während eines Kampfes nicht besonders auf seinen persönlichen Schutz zu achten. Trotzdem liegt ein Konzept hinter seinen Angriffen und niemand sollte meinen ihn im Nahkampf übertölpeln zu können.
Tetsu nennt hierbei keinen bestimmten Taijutsu-Stil sein eigen, sondern folgt dem offenen Prinzip des Sekkendou, des Weges der abfangenden Faust. Dieser besagt, dass ein Kämpfer keinen limitierten Stil folgen sollte, sondern sich an den für ihn nützlichen und im Kampf erprobten Methoden bedienen. Der dabei angestrebte direkte Ausdruck der Persönlichkeit in einfachen und klaren Bewegungen, die mit höchstmöglicher Effizienz genutzt werden, bedeutet jedoch nicht ein Kämpfen ohne System. Viel mehr soll der Taijutsuka sich mit verschiedensten Stilen in ihrer Gesamtheit beschäftigten, um schließlich in ihnen für die individuelle Person nützliche Aspekte zu finden. Seien es nun spezielle Techniken, Philosophien, oder Trainingsmethoden.

Zu diesem Zweck intensiv studierte Stile:


Zetsudaiken (Immense Fist)

Auszeichnend für den Stil des Zetsudaiken ist seine solide, im Boden verwurzelte Grundstellung und die kraftvollen Handbewegungen. Zum erlangen der soliden Grundhaltung trainieren Schüler zu Beginn oftmals stundenlang in dieser auszuharren, bevor sie fortgeschrittene Techniken erlernen und intensive Übungen mit schweren Gewichten beginnen.
Neben dieser stark ausgeprägten äußeren Orientierung des Stils, die mit dem Tiger versinnbildlicht wird, gibt es noch die am Kranich orientierten inneren Fähigkeiten, die sich mit den mentalen Aspekten beschäftigen und auf dem Weg zum Meister immer mehr an Bedeutung gewinnen. Deshalb ist gelegentlich auch vom Tora-Tsuru-Ryuu, dem Tiger-Kranich-Stil die Rede.
Der Stil hat seine Herkunft in den südlichen Gebieten des Erdreiches und ist mit der dominanteste in Tetsus persönlicher Form des Taijutsu, da er dessen Stärke besonders präferiert.

Nennenswerte Techniken:
-Tekkousen (Iron Wire): Ein extrem starker, jedoch vergleichsweise langsamer Schlag, der die antrainierte Stärke nutzt.
-Toratsume (Tiger Claw): Eine schnelle Schlagkombination, die empfindliche Stellen des Gegners angreift.
-Tsurutsume (Crane Talon): Eine Schlagkombination, die durch ihre Variation versucht die Verteidigung des Gegners zu schwächen und für einen starken Angriff zu öffnen.

Shamonken (Wandering Monk Fist)

Die äußere Kampfkunst Shamonken spezialisiert sich auf Angriff auf lange Distanz und zeichnet sich durch seine Aggressivität aus. Dabei stehen Schnelligkeit und Agilität im Vordergrund, die für schnelles Vorstoßen und Zurückziehen genutzt werden. Auch Sprung- und Tritttechniken finden hier Anwendung und werden durch die weite Grundstellung gefördert, die auch die kreisförmigen Abwehrbewegungen erlaubt.
An diesem besonders alten Stil, der den Ursprung für viele andere bildet, schätzt Tetsu am meisten die Trainingsmethoden zur Förderung der körperlichen Abhärtung, die extreme Belastung beim Schlagen und Abwehren erlauben, ohne eine Verletzung zu riskieren. In Iwagakure ist der Stil vor allem dafür bekannt, dass er bevorzugt vom berüchtigten Kei Akagane verwendet wurde.

Nennenswerte Techniken:
-Mokutou (Silent Prayer): Ein schneller Ansturm, der die Bewegungsenergie für einen nach oben ausgeführten Schlag nutzt, der den Gegner von den Füßen reißen soll.
-Indou (Prayer for the Dead): Ein Luft-zu-Luft-Angriff, der einen Gegner mit einem starken Drehtritt gen Boden schickt.
-Tekken (Heavenly Punishment): Ein Sprungtritt, der den Gegner aus der Luft mit zahlreichen Angriffen bombardiert.

Suukouken (Supreme Fist)

Als innerer Stil hat Suukouken seinen Fokus auf den Geist des Kämpfers gerichtet. Die langsam einstudierten Bewegungsroutinen sollen den Schüler lehren sich in einem entspannten Status (geistig und körperlich) zu versetzen, der nur den nötigsten Bedarf an Kraft aufbringt. In seiner sehr defensiven Auslegung versucht dieser Stil auf dem natürlichsten Weg den Körper auf einen Angriff des Gegners reagieren zu lassen und dabei nur das Minimum an eigenem Aufwand einzubringen.
Bei Tetsu findet dieser Stil nur sehr gering Anwendung, wobei er für sich jedoch außerhalb des Kampfes einige nützliche Methoden entdeckt hat. Während er die Atemmethoden des Suukouken für größtenteils überflüssig empfindet versucht er sich an den meditativen Praktiken des Stils zu orientieren, die auf eine Beruhigung und Klarheit des Geistes abzielen.

Nennenswerte Techniken:
-Senshibankou (Deep Meditation): Eine meditative Übung, die zur Stärkung des Geistes verwendet wird.
-Hyoushaku (Dispelling Doubts): Beschreibt eine Abwehrmethode, die den Gegner am Anwender vorbei leitet und eventuell ins Straucheln bringt.

Mammaruken (Perfect Cricle Fist)

Mammaruken zeichnet sich durch konstante, kreisförmige Bewegungen aus, die verhindern sollen, dass der Gegner den Anwender zu greifen bekommt. Die Möglichkeiten durch die lang einstudierten Schrittfolgen hinter den Gegner zu gelangen sind dabei von besonderer Bedeutung und unterbinden Effektiv feindliche Angriffe, während es für den Nutzer selbst ein nahezu wehrloses Opfer offenbart.
Als innere Kampfkunst haben bei ihr Stöße mit der offenen Handfläche eine wichtige Stellung und zeigen deutlich die entfernte Verwandtschaft zum Juuken des Hyuuga-Clans.
Die Einflüsse des Stils finden sich bei Tetsu besonders stark wieder, wenn er gegen einen offensiv überlegenen Gegner kämpft und er zunächst Ruhe in den Kampf bringen will, ohne jedoch seine Beweglichkeit aufzugeben.

Nennenswerte Techniken:
-Koshihana (Withering Flower): Ein Ninjutsu, dass dem Juuken des Hyuuga-Clans nachempfunden ist und die Form eines Handstoßes des Mammaruken annimmt.
-Tenteki (Falling Drop of Water): Ein Fußfeger, der den Gegner von hinten die Beine wegzieht und dem Anwender durch geschickte Drehung noch einen Ellbogenhieb in den Bauch des Gegners ermöglicht.
-Hanafubuki (Falling Cherry Blossoms):Technik ähnlich dem Tenteki, jedoch mit einem Bo ausgeführt.

Goubatsuken (Eternal Punishment Fist)

Goubatsuken ist eine besonders schnelle und direkte Art des Kämpfens, die versucht einen möglichst geringen Abstand zwischen Anwender und Ziel zu erreichen, um die Überlegenheit auf dieser Distanz dann mit entsprechenden Techniken auszunutzen. Dabei soll der Gegner unter dem ständigen Druck des Anwenders stehen, wobei dieser durch die zusammenhängenden Attackenfolgen unterstützt wird, die ein fast pausenloses Angreifen zulassen. Auch fehlgeschlagene Angriffe erlauben meistens einen fließenden Übergang zur nächsten Attacke. Die hohe und schmale Grundstellung erlaubt hierbei gerade ausgeführte Angriffe, erfordert jedoch dabei auf vergleichsweise kurzer Strecke eine Entfaltung von viel Kraft. Dies zu erreichen ist ein fundamentaler Bestandteil der Trainingsmethoden.
Die trotz kurzer Distanz verheerenden Schläge dieses Stil haben es Tetsu besonders angetan und werden von ihm bevorzugt verwendet, um einen zuvor geblockten Angriff ohne ein Zurückweichen fortzusetzen.

Nennenswerte Techniken:
-Kugai (World of Suffering): Eine Folge von Schlägen auf gerader Linie, die den selben Punkt ständig mit einer Kette von Angriffen bombardiert.
-Sokushi (Instant Death): Ein Schlag, der ab der Distanz von ungefähr einem Zoll effektiv angewandt werden kann und bei geübten Nutzern trotzdem eine Kraft entfaltet, die den Gegner von den Füßen reißt.


Nur als letzte Möglichkeit greift Tetsu im Kampf auf seinen Eremiten-Modus zurück. Da er diesen nie perfekt gemeistert hat, braucht er dafür jedoch Unterstützung und Deckung durch eine oder mehrere weitere Personen. Die Schwierigkeit ihn einzusetzen macht bereits den Versuch zu einem großen Risiko und ist nur für die aller stärksten unter seinen Gegnern reserviert.

Stärken:
Tetsu ist in seinem Dorf als ausgezeichneter und zuverlässiger Kämpfer bekannt, der sich im Verlauf seiner Karriere als Shinobi vor allem während des letzten großen Krieges bemerkenswerte Leistungen erbringen konnte. Als Schüler des legendären Kei Akagane war er in der Position eine ausgezeichnete Ausbildung zu erhalten und erlangte die Ehre einen Vertrag mit den loyalen Keilern Iwagakures zu schließen, die ihm unterstützend zur Seite stehen. In späteren Jahren folgte die Unterweisung in den Wegen der Oi-nin, die ihn das Aufspüren und Ausschalten abtrünniger Shinobi näher brachte und sein Repertoire erweiterte. Fähigkeiten wie das fühlen von Chakra und ein ausgeprägter Geruchssinn sind dabei besonders nennenswert.
Charakterlich lässt sich der Teitai als stolzer und aufrichtiger Mann beschreiben, dessen Willensstärke und Entschlossenheit ihn durch so manche schwierige Situation leiteten. Konkretere Stärken finden sich jedoch in seinen eigentlichen Fähigkeiten. Hervorzuheben ist dabei das ausgezeichnete Taijutsu mit und ohne Waffe. Mit Stärke, die sich auch in hoher Widerstandsfähigkeit äußert, und auch Schnelligkeit allein wurde schon mancher Gegner innerhalb von Sekunden ausgeschaltet, wobei jedoch eine grundsätzliche Befähigungen in fast allen Bereichen der Ninjakünste und eine gute Chakrakontrolle weiterhin erwähnenswert bleibt. Als wahrer Allrounder verfügt der Teitai allerdings noch über eine Geheimwaffe von beeindruckender Stärke. Im Tal der Keiler erlernte er den Weg des Eremiten und ist seitdem in der Lage Naturchakra zu nutzen.

Schwächen:
Obwohl Tetsu es wohl abstreiten würde ist er als aufbrausend und unkontrolliert bekannt, sollte er gereizt werden. Zwar immer darauf bedacht die ihm erteilte Mission zu erfüllen führt dies oft zu unkonventionellen und unnötig gefährlichen Herangehensweisen, die durch umsichtigere Methoden vermieden werden könnten. Dies hat sich trotz höherem Alter und mehr Erfahrung nur bedingt geändert, wohingegen körperlicher Abbau aufgrund der zunehmenden Jahre ein echtes Problem darstellt. Auch seine im Kampf gegen den Kyuunin Konohagakures gebrochenen Beinen verheilten nie gut genug um seine frühere Geschwindigkeit wiederzuerlangen. Eine gute Fitness ist auch Heute nicht abzuweisen, doch lässt sie sich nicht mit jener früherer Tage vergleichen, was sich auch in schwindender Chakrakapazität zu äußern beginnt.
Die im Laufe seines Lebens alleinig erlernte Chakranatur Doton ermöglichte zwar eine gewisse Spezialisierung und mehr Zeit für das Training seines Taijutsu, doch lässt sie im Vergleich zu anderen Shinobi seines Ranges und besonders seines Alters eine geringere Variabilität zu, die durch eine natürlich resultierende Schwäche gegen Raiton ihren Ausdruck findet.

Besonderheiten:
Auch wenn man es bei Teitai Tetsu wohl nie vermuten würde hegt er eine wahrhafte Begeisterung für die schönen Künste, allem voran für die Bildhauerei. Nicht selten versucht er sich selbst an dem ein oder anderen Werk und fachsimpelt gemeinsam mit Vater und Großvater, die dieses Hobby teilen, über den Ausdruck ihrer Schöpfungen. Die abstrakten Darstellungsformen ihrer Kunst finden jedoch nur selten Anklang und wiederholt wurden ihre Statuen mit gewöhnlichen Felsbrocken verwechselt. Versuche anderen ihre Werke anzudrehen resultieren meist in Abweisung. Eine nennenswerte Ausnahme stellt ein Gemeinschaftsprojekt der drei Teitai Männer dar, welches einen Platz im Büro des Tschuchikage gefunden hat - Als Kleiderständer.

Eine für sein Leben als Shinobi noch deutlich bedeutendere Eigenschaft ist jedoch die Fähigkeit durch das Sammeln von Naturchakra den Eremiten-Modus zu aktivieren. Es fällt Tetsu aufgrund niedriger Chakrareserven jedoch schwer diese Macht zu kontrollieren und deutliche Veränderungen an seinem Körper zeigen wie weit er von einem wahren Meister entfernt ist. Rohere Züge im Gesicht, eine ledrige Haut, mehr und borstigere Haare, sowie Ohren, die denen eines Wildschweins ähneln, lassen den Modus sofort offensichtlich werden. Die Vorzüge überwiegen jedoch deutlich. Stärkere Nin- und Genjutsu, sowie ausgeprägtere körperliche Attribute und die verbesserte Fähigkeit Chakra zu spüren sind zu verzeichnen.
Um an all dies zu gelangen muss der Teitai allerdings für einen gewissen Zeitraum in kompletter Stille verharren. Das Fehlen eines anderen Eremiten-Meisters für verbundene Anstrengungen und wegen mangelndem Chakra die Unfähigkeit einen Kage Bunshin mit dem Sammeln der Energie zu beauftragen machen ihn auf seine Verbündeten zum Anwenden dieser außergewöhnlichen Waffe angewiesen.

Teitai Tetsu der Sennin



Persönlichkeit:
Teitai Tetsu: Ein Mann mit Prinzipien! Ein starker Wille und damit verbundene Sturheit machen den Veteranen aus, der in seinem Leben schon so manches gesehen hat. Leicht unhöflich und um das Üben von Kritik an anderen nicht verlegen, legt der Oi-nin bei sich jedoch ein noch strengeres Maß an. Immer das Beste von sich fordernd und für jede Herausforderung bereit. Das Motto lautet stets so zu handeln, dass man es später vor sich selbst verantworten kann. Den Blick immer nach vorne gerichtet hat sich der alternde Mann noch lange nicht abgeschrieben und gibt alles für sein geliebtes Dorf und für die Verfolgung von Verrätern. Im Kampf kennt er keine Gnade für Nuke-nin und toleriert nicht weniger als den vollen Einsatz bei seinen Verbündeten. Nur das komplette Ausschöpfen des eigenen Potentials kommt in Frage. Es war wohl auch diese kompromisslose Einstellung, die verhinderte, dass Tetsu je ein Genin-Trio trainierte und letztendlich die Tätigkeit als Einzelkämpfer bei den Jagd-Ninja annahm.
Trotzdem schlägt sein Herz für seine Kameraden und die eigene Opferbereitschaft kennt keine Grenzen, wenn es darum geht Iwagakure und seine Bewohner zu beschützen. Was ihm an Teamfähigkeit fehlt macht er somit durch Loyalität wieder weg. So erklärt sich auch seine zeitweilige Betätigung als spezialisierter Personenschützer, der bereit war für seine Klienten jede Gefahr auf sich zu nehmen sobald der Auftrag erteilt wurde.
Auch wenn er nach außen hin oft schroff und unfreundlich erscheinen mag fehlt ihm es nicht an Enthusiasmus und Lebensfreude, die sich vor allem durch einige wenige, jedoch sehr enge Freundschaften offenbaren. Hier tritt auch gelegentlich seine etwas verblüffende und zartere Seite zum Vorschein: Die Vorliebe für die Kunst. Wie es sich für einen Teitai jedoch gehört wird selbst dabei noch mit der nötigen Portion Zerstörungswut gearbeitet, wenn harter Fels zu abstrakten Statuen zerschlagen wird.
Eine etwas eitlere Facette manifestiert sich in dem Bedürfnis von fremden Shinobi erkannt zu werden. Eine Marotte, die ihren Ursprung in seiner Jugend findet. Der damalige Ehrgeiz und Wunsch nach Anerkennung inmitten eines Teams aus exzellenten und geachteten Shinobi tritt noch Heute zum Vorschein. So stellt Tetsu mit Freuden fest, wenn jemand seine Spitznamen oder Taten kennt, was er dann jedoch immer gespielt gelassen und selbstbewusst als Kleinigkeiten abtut. Sollte er jedoch auf vollkommene Ignoranz treffen merkt man ihm leicht eine kleine Verstimmung an, die er aber recht erfolglos versucht hinter Gleichgültigkeit zu verstecken, während er hier und da eine kleine Anekdote seiner Abenteuer erzählt.

Wichtige Ereignisse:
29 vor Zen Saiki: Vertragsschluss mit den Wildschweinen Iwagakures
7 vor Zen Saiki: Erlernen des Eremiten-Modus

Diagramm:

(Taijutsu und Kraft auf vollem S-Rang Niveau)

Zweit-Chara: Kasai Genso

Code: Absolut Eremiten-Richtig, boy!

Charakterstory:

Episode 1 - A new Team


1) Entering Teitai Tetsu - One boy, one dream! Exploding Emotions!

1

Unter lautem Knallen wurde die massive, hölzerne Tür der Ninja-Akademie von Iwagakure aufgestossen. Hinaus stürmte ein Junge, dessen strubbeliges, braunes Haar vom schnellen Rennen nach hinten geweht wurde. Ein breites Grinsen war auf dem Gesicht des Kindes zu sehen, während dieses über die, die Häuser verbindenden steinernden Brücken, sauste. Es war Teitai Tetsu auf seinem Weg nach Hause. Es war allerdings kein gewöhnlicher Tag in dem Leben des jungen Shinobi. Nein, es war der beginn eines ganz neuen Lebensabschnitts. Die Euphorie und Freude schienen überzuschäumen und entluden sich hin und wieder in einem kleinen Jubelschrei, der aus dem Mund des Jungen unwillkürlich und ohne jegliche Kontrolle hervorbrach. Doch wenn es einen Tag zum Jubeln gab, dann war es dieser, denn einen größeren Schritt in die Welt der echten Ninja gab es wohl kaum. Da störte auch nicht der ein oder andere irritierte Blick von verwunderten Passanten. Selbst das Wetter schien diese denkwürdige Stunde mit strahlendem Sonnenschein zu feiern. Nichts und Niemand war nun in der Lage Tetsu aufzuhalten. Alle Grenzen waren durchbrochen und die Legende eines glorreichen Shinobis sollte nun begründet werden. Zumindest waren dies die Träume eines Jungen, der es sich zum Ziel gesetzt hatte alle die vor ihm gekommen waren zu übertreffen. Das dies wohl außerhalb des möglich greifbaren lag für jemand, der gerade erst vor wenigen Minuten mit Mühe und Not seine Akademieprüfung bestanden hatte interessierte ihn nicht. Die Schule lag hinter ihm. Was nun kam war keine kindische Spielerei mehr, kein stupides werfen von Shuriken auf Holzpfähle, keine dummen Tests, die nichts prüften als angelerntes Bücherwissen. Der Grundstein für die Realität und das echte Leben war gesetzt worden. Es gab kein Zurück. Die Vergangenheit nur noch ein Gebilde aus Asche und Staub, dass der erfrischende Wind der Erneuerung davonfegte. Die Legenden und fantastischen Geschichten von furchtlosen Helden, die seine Kindheit erfüllt hatten, waren nun erreichbar. Mehr als das, Tetsu würde sie übertreffen, da war er sich sicher. Ein Teufelskerl der neuen Generation, so wie seine großen Vorbilder.
Mit Volldampf trat Tetsu gegen die Eingangstür des Hauses seiner Familie. Diese war nicht verschlossen und schwang pompös auf. Die vom einfallenden Licht hell erleuchtete Wohnung offenbarte zwei erwartungsvoll dreinblickende Männer, die nebeneinander auf einer edlen, jedoch einfachen, weißen Couch in einem minimalistisch eingerichteten Raum saßen. Mit strenger Miene verschränkte Tetsu seine Arme vor der Brust und blieb im Türrahmen stehen. Beiden widmete er jeweils ein vielsagendes Nicken, dass von gleichzeitgem, ebenso wortlosen Nicken durch die beiden Männer erwidert wurde. Eine für außenstehende nicht einsehbare geistige Verbindung schien zu herrschen, die von einem kurzen Schweigen noch unterstrichen wurde. Durch diese erzeugte Stimmung schien das darauf folgende auch völlig fehl am Platz, als der junge Tetsu mit einem Freundenschrei in die Luft sprang und es ihm die beiden Männer gleichtaten. Wildes Gehüpfe und Gebrüll gefolgt von überschwänglichen Umarmungen erzeugte ein lautes Getöse. Langsam schien sich die Ekstase zu legen, als der jüngere der Männer wieder beruhigte und ein ernstes Gesicht auflegte. Die beiden anderen Anwesenden taten es ihm gleich und widmeten ihm seine Aufmerksamkeit. "Tetsu mein Sohn, das war gute Arbeit, aber glaube nicht du wärst mit deinem Training fertig und hättest bereits alles erreicht. Jetzt fängt der schwierige Teil erst an. Es werden harte Zeiten auf dich zukommen.", erklärte er während der ältere wohlwissend nickte und der Junge mit wissbegierigen Augen lauschte als ob ihm gerade der Sinn des Lebens offenbart werden würde und er jedes kleinste Detail eines jeden Wortes aufsaugen müsste damit es nicht verloren ging. "Zur Feier des Tages habe ich jedoch eine Überraschung für dich. Die heutige Trainingseinheit wird verdoppelt!." Ein kurzes schweigen und allgemeines vielsagendes Nicken wurde angestimmt. Ohne jegliches erkennbares Zeichen brach die kleine Gemeinschaft jedoch sofort wieder in einen unerklärlichen Jubelschwall aus, der dem Gebrüll wilder Tiere ähnelte. "Ruhe da unten ihre Testosteron-Freaks!", durchdrang ein scharfes Kreischen der alten Nachbarin eine Etage über dem Gepolter die Freudenfeier. "Ruhe du alte Schreckschraube! Mein Enkel ist heute zum Genin ernannt worden!", erwiderte Totan lauthals woraufhin Tetsu und sein Vater Hagane dies durch ein Nicken unterstützten. 'Harte Zeiten.', schwirrten dem Jungen die Worte Haganes noch ein Mal durch den Kopf. "Ich bin dafür bereit!", fasste er laut einen Entschluss und ballte eine Faust, die er gleich darauf gen Himmel riss. Wie gewohnt wurde diese Offenbarung der Einstellung durch ein zustimmendes Nicken zur Kenntnis genommen. Mit der Unterstützung seiner Familie war alles möglich.


2) Kei Akagane - Quitting is not an option! The hardships of reaching the top!

2

Es war ein sonniger Tag und das Tal der tausend Säulen schien in einem freundlichen Licht zu erstrahlen, als ob es keinerlei Sorgen auf der Welt gäbe. Die warmen Brauntöne der Felsen schienen dazu einzuladen sich niederzulassen und an einem schattigen Plätzchen an eine der gigantischen Säulen zu lehnen. Es war ein guter Tag um das Geninleben des Teitai Tetsu zu starten. Ja, ein Tag, der den richtigen Rahmen setzte um eine sagenhafte Geschichte zu beginnen. Der junge Ninja stand bereits neben seinen beiden Teamkollegen Kin und Gin. Die Zwillinge waren wohl das was man allgemein als Genies bezeichnete. Bestnoten während ihrer Akademiezeit, wahre Musterschüler. Ihnen schien alles ohne Schwierigkeiten zu gelingen und sie waren bei den anderen Akademisten überaus beliebt gewesen. Der blonde Strahlemann Gin hatte alle Mädchen mit seiner lässigen und freundlichen Art in seinen Bann gezogen, während die langhaarige, kühle Kin mit ihrer nicht zu leugnenden Schönheit selbst noch ihre Leistungen als Kunoichi übertraf. Kurz gesagt das absolut unsympathischste Pack dem Tetsu jemals begegnet war. Der weniger mit Talenten gesegnete Junge in der Gruppe ließ dies jedoch nicht zu nahe an sich ran. Er sah es viel mehr als eine Art Gelegenheit zu beweisen, dass er in Wirklichkeit das verkannte Genie war, das er unter seinen miserablen Fähigkeiten schon lange selbst entdeckt hatte. Es wartete einfach nur darauf in all seiner scheinenden Pracht der Welt offenbart zu werden.
Vor den Genin stand ein hoch gewachsener Mann mit angegrautem Haar und breiten Schultern. Er war gehüllt in einen weiten Mantel, der den Rest seiner Kleidung zum größten Teil verbarg. Nach kurzem Räuspern begann er zu sprechen: "Mein Name ist Kei Akagane und vom heutigen Tage an euer Sensei. Wenn euch mein Name ein Begriff ist, dann seit ihr euch auch sicher Tatsache bewusst, dass ich kein Interesse an Schwächlingen habe. Meine Anforderungen sind hoch, mein Training kompromisslos. Versagen wird nicht akzeptiert und auch nur der Gedanke ans Aufgeben zieht harte Konsequenzen mit sich." "Da haben sie mit dem ihm zugeteilten Team aber das große Los gezogen. Keiner arbeitet härter als die zukünftige Legende Teitai Tetsu!" Mit breitem Grinsen war Tetsu einen Schritt vorgetreten und fühlte sich bereits jetzt seinem Lebensziel erheblich näher. Dieser Mann schien das Potential des Jungen zu erkennen. Unter diesen Bedingungen waren auch die harten Forderungen des Sensei kein Problem. Entgegen der erwarteten Zustimmung sauste jedoch eine geballte Faust von oben auf den Schädel des eben noch so selbstsicheren Shinobi. "Ich war noch nicht fertig. Rede wenn du gefragt wirst und dann auch nicht so einen vollkommenen Schwachsinn.", blockte Akagane die Selbstbeweihräucherung brutal ab. "Aber...", setzte der verdutzte Tetsu an und rieb sich mit beiden Händen den Kopf. "Eh! Eh!", wurde er von seinem Sensei erneut aufgehalten, der neben seinen Augenbrauen auch bedrohlich seine Faust erhob. Von Gin war indessen ein kurzes Lachen zu hören. Kin hingegen machte einen Laut, der deutliche Abneigung und Abscheu zeigte. "Wagt es nicht euch über mich lustig zu machen!", brüllte Tetsu außer sich vor Wut und drehte sich mit zur Drohgebärde erhobenem Arm zu den beiden um. "Schnauze, du Zwerg! Und ihr seid auch ruhig!", ermahnte Akagane seine Schüler in lautem Ton. Ein weiterer Faustschlag für Tetsu blieb natürlich auch nicht aus. "Wenn ihr mich mal endlich ausreden lassen würdet könnten wir endlich weiter machen.", merkte der Sensei entnervt an, bevor er nach einem kurzen Seufzer des Selbstmitleids vom neuen ansetzte. "Es versteht sich von selbst, dass ich nicht jeden dahergelaufenen Möchtegern-Genin als Schüler nehme, der irgendwie durch die Akademie-Prüfung gepurzelt ist. Aus diesem Grund hab ich auch das Treffen an diesem Ort veranlasst. Um eure Fähigkeiten zu überprüfen werden wir einen kleinen Test veranstalten.", erklärte Akagane. Mit dem letzten Satz hatte er die ungeteilte Aufmerksamkeit der Genin erhalten, die gebannt auf die Enthüllung der Natur der Überprüfung warteten. "Ihr werdet auf die Spitze einer dieser Säulen gelangen müssen." "Klettern?", fragte Gin leicht ungläubig. "Ich hab nie was von Klettern gesagt. Wenn du deine böse drein guckende Schwester dazu bringst dich hochzutragen, von mir aus." "Wieso darf er rein reden und bekommt keine Kopfnuss?", fragte Tetsu empört. Anstatt einer Antwort bekam er jedoch nur eine Faust gegen den Schädel. Der durchdringende Schmerz hielt den Jungen von weiteren Fragen und Anzweiflung der gerechten Behandlung innerhalb der Gruppe ab. "Gibt es ein Zeitlimit?", erkundigte sich dieses mal Kin. "Ihr solltet nicht unbedingt die nächsten Jahre beim Versuch dort hoch zu kommen hier verbringen, aber grundsätzlich gibt es keines. Wenn es keine weiteren Fragen gibt, dann fangt an. Es geht übrigens um die Säule hinter euch." "Das ist ja die höchste von allen!", rief Tetsu seine Gedanken laut heraus. "Ein Problem damit, Zwerg?" "Nicht im geringsten." 'Bei solch einer physischen Aufgabe bin ich klar im Vorteil. Vielleicht sind die beiden grundsätzlich auf einem anderen Level als ich, aber in Sachen Ausdauer und Stärke sind sie mir trotzdem unterlegen.', stellte Tetsu innerlich fest und ein breites Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus. Dies war die Gelegenheit gleich am Anfang klar zu stellen wer hier wirklich der Top-Schüler war. Ja, sie hatten vielleicht bessere Noten, aber gleich am ersten Tag würde ihr Sensei sehen wer sich im realen Ninja-Alltag durchsetzen würde, kein anderer als Teitai Tetsu! "Tetsu kommst du auch noch mal?", hörte der in seinen selbstherrlichen Gedanken versunkene Junge plötzlich seinen Kameraden Gin rufen. Dieser war hatte bereits die ersten Meter der Säule hinter sich gelassen. Dies war jedoch nicht das wirklich erstaunliche oder wichtige an dem Anblick, der dem unten verbliebenem Genin bereitet wurde. Es war viel mehr die Tatsache, dass der blonde Shinobi waagerecht an der Wand stand. Ungläubig beugte sich der Genin zur Seite, als ob er prüfen wollte, ob hier wirklich alles mit rechten Dingen zuging. "Was zum Teufel macht der da?", schrie Tetsu in einem Anfall von völligem Unverständnis, als er sich wieder aufrichtete. Ein kurzer Schwenk mit seinen Augen weiter nach oben offenbarte ihm eine noch weiter oben laufende Kin und stellte somit den endgültigen Auslöser für ein klischeehaftes herunterklappen des Unterkiefers des Genin dar. "Dürfen die das denn?", brüllte er nach kurzem Sammeln verzweifelt, während er mit einem Arm auf den freundlich lächelnden Gin deutete und mit dem anderen wie wild an Akaganes Ärmel zupfte. "Ich sagte doch mir ist es egal wie ihr da hochkommt.", erklärte dieser genervt und befreite sich durch einen Ruck von dem Griff des Teitai. "Aber ich kann das nicht! So ist die Aufgabe für die beiden doch gar keine Herausforderung!", regte sich der junge Ninja weiter auf und schien kurz vor einem Wutanfall zu stehen. "Hättest du lieber eine Aufgabe, die für diese beiden Genies dort schwer wäre? Ich bezweifle das du das wirklich willst. Du solltest weniger Maulen und mehr klettern." Unter leisem Fluchen näherte sich Tetsu schließlich der Säule und suchte nach guten Haltemöglichkeiten bevor er begann die vielen Unebenheiten und Vorsprünge zu nutzen um den Fels hinauf zu klettern. Der Aufstieg war mühsam und schon bald hatte der Genin seine Teamkollegen aus den Augen verloren. Sie waren mithilfe ihres fortgeschrittenen Ninjutsu wohl bereits lange auf dem oberen Plateau der Säule angelangt. Tetsu hingegen quälte sich Zentimeter um Zentimeter weiter nach oben, während seine Finger schon mit kleinen Wunden und Rissen übersäht waren. Auch seine Ausdauer, auf die er durchaus zurecht stolz war, liess mit jedem weiteren Griff nach oben langsam nach. Die Spitze war trotzdem noch weit entfernt und auch der Tag neigte sich bereits seinem Ende zu. Mit letzter Kraft zog sich der Genin auf eine kleine Einlassung in der Säule, die genügend platz zum Sitzen bot und liess sich keuchend nieder. "Denken wir etwa ans Aufgeben?", erklang es bereits nach kurzer Zeit und ein von der Wand hängender Akagane hatte sich vornüber zum ruhenden Tetsu gebeugt. "Sind die beiden anderen schon fertig?" "Die hab' ich schon vor 'ner ganzen Weile nach Hause geschickt. Gin meinte ich sollte deine Mühe anerkennen und dich besethen lassen." "Nach all dem breche ich doch nicht mitten drin ab.", erwiderte Tetsu und ein Funken Entschlossenheit loderte in seinen trüben Augen auf. "Es sieht aber ganz danach aus. Mir ist es egal was du machst. Von mir aus bring ich dich runter." "Ich dachte Aufgeben ist nicht ihr Stil. Dann können sie mich doch nicht aufgeben wenn ich's selbst noch lange nicht getan hab, Sensei." Ein leichtes Grinsen zeichnete sich auf Akaganes Gesicht ab. "Sehr gut, ich warte oben.", sagte dieser mit durchklingender Erheiterung und richtete sich wieder zu seiner waagerechten Positon auf.
Die Sonne war bereits völlig vom Himmel verschwunden und nur ein hell leuchtender Mond und zahlreiche Sterne waren zu sehen, als sich eine geschundene Hand auf das flache Plateau der höchsten Säule im Tal krallte. Nur sehr langsam folgte dieser eine zweite und schliesslich ein erschöpfter Tetsu, der sich mühsam auf den Felsen hinauf zog. Völlig kaputt warf dieser sich einfach auf den kalten Stein und machte sich nur noch die Mühe sich vom Bauch auf den Rücken zu drehen. "Das heißt wohl bestanden, würde ich sagen.", kommentierte Akagane die Ankunft seines Schülers. Der in Felle eingepackte Mann saß nicht weit von dem Genin auf einem kleinen Felsbrocken und rauchte eine filigrane Pfeife, deren Glut sein Gesicht in ein schwaches Rot tauchte. "Ich hab doch gesagt ich gebe nicht auf.", sagte Tetsu schwach und starrte an den Sternenhimmel. "Ich will ehrlich mit dir sein, Tetsu, ich wusste, dass Kin und Gin diese Aufagbe ohne jegliche Probleme meistern würden.", erklärte Akagane, wobei eine Antwort des Jungen ausblieb. "Für die beiden wird es kein Problem sein ihren Weg als Shinobi zu machen. Sie sind so wie ich früher. Ihnen fällt das alles nicht schwer. Es fällt ihnen viel eher einfach zu." "Soll das heißen ich bin nicht zum Ninja gemacht?", fragte Tetsu, ohne das jedoch seine fehlende Kraft irgendeine besonders durchklingende Emotion zuließ. "Das hab ich nicht gesagt. Sie werden nur keine Probleme haben. Jemand wie du braucht die passende Entschlossenheit und den richtigen Willen um so einen Weg zu gehen. Deshalb genau dieser Test." Ein kurzes Schweigen folgte und nach einem Zug an seiner Pfeife und gemächlichem Ausatmen des Rauches fuhr Akagane fort. "Weißt du wen ich am meisten bewundere, Tetsu?", fragte er und blickte nun ebenfalls zum Himmel. "Es ist nicht der Tschuchikage, oder jemand in der Art. Es ist mein Vater. Schon mal von ihm gehört?" "Nein.", antwortete der Junge kurz. "Hätte mich auch gewundert. Er war niemand besonderes, ein einfacher Chuunin. Ich habe ihn schon mit 16 im Können übertroffen.", erklärte der Sensei und zog erneut an seiner Pfeife. "Der beste Mann, der mir die Ehre zu Teil werden liess ihn kennen zu dürfen. Ein weit besserer Mann als ich es jemals sein werde." "Was macht er Heute?" "Er ist auf einer Mission gestorben." Eine langes schweigen flogte und der Jounin zog genüsslich an seiner Pfeife. "Tetsu?", erkundigte sich Akagane, als er plötzlich ein leichtes Säuseln von dem liegendem Jungen hörte. "Jetzt ist der mir hier einfach weggepennt.", stellte der Mann seufzend fest. "Bleibt mir wohl nichts anderes übrig als den Schwächling nach Hause zu tragen."

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Teitai Tetsu

Doro Sennin

Themenstarter Themenstarter

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Freitag, 25. März 2011, 12:53

Episode 2 - The Chuunin-Exam



3) Survival in the mountains - Mortal danger and campfire romanticisim!

3

Verletzt und bewegungsunfähig lag Tetsu auf dem staubigen Boden der kargen Felsenlandschaft, die ihn umgab. Überall hatten sich verschiedenste Spuren eines Kampfes auf dem braunen Stein abgezeichnet. Von Tiefen Kratzern bis zu dunklen Brandflecken und aufgesprengten Brocken, die von nicht weit zurückliegenden Explosionen herrührten. Es war keine Kunst zu erkennen, dass der junge Shinobi in einer misslichen Lage war, während er versuchte sich mithilfe seines Bo aufzurichten. Trotz intensivster Versuche, die von einem gequälten Gesichtsausdruck und gelegentlichem leisen Fluchen begleitet wurden, schien ihm dies jedoch einfach nicht zu gelingen. Mehr als eine erschöpfte Sitzposition war für den Ninja, der offenbar an seinen körperlichen Grenzen angelangt war, einfach nicht drin. Mehrere Schweißperlen bildeten sich bereits allein durch die Anstrengung nicht das Bewusstsein zu verlieren auf Tetsus von Dreck und Blut bedeckten Gesicht. Selbst für einen weiteren der vergeblichen Versuche aufzustehen war keine Kraft mehr vorhanden, denn diese musste nun in die Beobachtung der Umgebung investiert werden. Der Gegner konnte nach wie vor noch in der Nähe sein. Sich erwischen zu lassen war keine Option. Leider konnte sich der Genin hierbei nur auf sein Glück verlassen, denn als statisch hockende Zielscheibe war aktives Eingreifen in diesen Sachverhalt nur sehr begrenzt möglich. Um die Anspannung des Jungen zu mindern war dieser Umstand auch nicht unbedingt hilfreich, doch trotzdem war seine Entschlossenheit diese Situation zu meistern ungebrochen. Irgendwie würde sich schon ein Ausweg finden. Hauptsache war die Nerven nicht zu verlieren und unerschrocken nach vorne zu blicken. Es war an der Zeit sich selbst zu helfen und den eigenen Wert zu beweisen. Auf fremde Hilfe konnte man sich in dieser Art von Situation nicht verlassen.
Ungeachtet der eigenen Zuversicht näherte sich zwischen den scharfkantigen Felsformationen ungesehen und nahezu lautlos eine Person, die den Genin bereits als Ziel erfasst hatte. Mit sicherer Präzision wurden mehrere Fingerzeichen geformt und die versteckte Gestalt sprang zwischen den Steinen hervor. Mit weit aufgerissenen Augen hatte nun auch Tetsu seinen Gegner erfasst, welcher ohne zögern einen großen Feuerball auf den verwundeten Jungen zuschickte. Mit letzter, erzwungener Kraft versuchte dieser vor der anrasenden Feuerwalze zu fliehen, doch für den kriechenden Shinobi bestand keine Chance. Die vernichtende Hitze näherte sich unaufhaltsam und die von den Flammen hell erleuchteten Augen starrten dem sicheren Tod entgegen. Der Brand würde ihn verschlingen, nun war die einzige Möglichkeit diesem Schicksal mit Würde entgegen zu treten. Den Gegner nicht den eigenen Schmerz des Versagens durch Schreie offenbaren. Noch während diesen edlen Überlegungen spürte Tetsu wie eine Hand seine Kleidung ergriff und er mit rasanter Geschwindigkeit davongerissen wurde. Aus einigen Metern Distanz konnte er beobachten wie der Feuerball sich durch die öde Landschaft bahnte und schließlich an einem Felsen zerschellte, wobei dieser mit einem großen Brandfleck gezeichnet wurde. An seinem Hemd gehalten, wie eine Tasche an einem Bügel, hing der gerettete indessen waagerecht über dem Boden, bevor man ihn unsanft auf eben jenen plumpsen ließ. "Alles klar, das Training ist für heute beendet.", verkündete Akagane, der den eben noch fallen gelassenen Tetsu nun ruckartig wieder auf die Beine zog. Nur durch festes Umklammern des immer noch gehaltenen Bo konnte dieser seinen Stand auch erhalten. "Das war aber verdammt knapp, Sensei. Ich wette Tetsu hat für einen Moment gedacht er wird wirklich gegrillt.", kommentierte Gin lachend die Situation, während er zwischen den Felsen plötzlich auftauchte. Auch ihm waren deutliche Spuren des Kampfes anzusehen, auch wenn diese nicht so ausgeprägt wie bei Tetsu waren. "Mach du dir lieber Sorgen um dich selbst, deine Leistung heute war auch nicht herausragend.", wurde der blonde Junge jedoch sogleich vom Sensei getadelt. "Wieso hören wir schon auf? Ich kann noch weiter trainieren.", hörte man Kin, die sich von dem Abschusspunkt des Feuerballs aus näherte. "Ich auch!", fügte Tetsu sofort hinzu, wobei er jedoch durch den Kraftaufwand des Schreiens sogleich das Gleichgewicht verlor und von Gin gestützt werden musste. "Komm schon Kumpel, wir haben heute mehr als genug getan. Zu viel trainieren ist auch schädlich. Es bringt nichts wenn wir uns dabei zu stark verletzen.", heiterte er mit fröhlichem Ton seinen Kameraden auf. "Du willst dich doch nur selbst drücken und ihn als Ausrede benutzen. Auch wenn er in so einem erbärmlichen Zustand ist kannst du noch weitermachen.", fauchte Kin wütend und ging auf Gin zu um diesen gewaltsam am Kragen zu packen. Tetsu wollte sich sofort gegen den Seitenhieb lauthals zur Wehr setzen, doch biss sich stattdessen kräftesparend nur wütend auf die Unterlippe. "Gin hat recht. Ich habe schon meine Gründe wenn ich sage wir machen eine Pause. Also Klappe halten und machen was ich sage!", unterbrach Akagane die Diskussion und löste Kins Griff von ihrem Burder. "Ich hab zwar gedacht das wäre eine Trainingsreise, aber wenn das hier ein Urlaub sein soll, von mir aus.", erwiderte Kin mit deutlich hörbarer Missbilligung und drehte sich von den männlichen Mitgliedern des Teams weg um sich in Richtung des Lagers auf zu machen. Ein leises Seufzen folgte von Seiten des Sensei, bevor dieser sich ebenfalls in Bewegung setzte. "Das lässt sie Morgen garantiert beim Training an uns aus.", flüsterte Gin mit einem leichten Grinsen und begann, den geschwächten Tetsu stützend, den anderen beiden zu folgen.
Als Tetsu im Lager wieder aufwachte war es bereits dunkel und er konnte sich nur schwach daran erinnern wie er wieder zurückgelangt war. Schnell befreite er sich von der zu warmen Decke und richtete seinen Oberkörper auf. Dies wurde jedoch von einem unerwartet heftigem Schmerz begleitet, der sofort ein entsprechendes Ächzen hervorrief. "Oh, Tetsu du bist aufgewacht.", stellte der am knisterndem Lagerfeuer sitzende Gin fest und biss ein Stück von etwas, dass allem Anschein nach eine Hasenkeule oder dergleichen war, ab. "Du solltest dich Morgen etwas schonen. Am besten trainierst du deine Chakrakontrolle, dass wird deinen Körper nur minimal beanspruchen.", erklärte der ebenfalls am Feuer sitzende Akagane und blies einige Rauchringe nach einem Zug an seiner Pfeife hinaus. "Nein, ich kann richtig trainieren!", versuchte Tetsu einzuwerfen, doch sein Sensei schüttelte nur den Kopf. "Das ist auch richtiges Training. Es ist nichts falsches daran deine Stärken weiter auszubauen." "Das ist unfair, ich will auch Kontrolle trainieren statt dieser ermüdenden Kampf-Übungen. Kin nimmt das alles viel zu ernst.", beschwerte sich Gin halb ernst und halb im Spaß, da er wusste Akagane würde seinem Klagen kein Gehör schenken. "Du nimmst das ganze einfach nur nicht ernst genug.", folgte die zu erwartende Antwort des Lehrers. "Ich verstehe ja, dass wir für die Chuuninprüfungen hart trainieren müssen, aber sehen sie sich Tetsu an, der ist völlig am Ende." "Hey!", rief dieser von seinem Sitzplatz aus, wurde jedoch beim Versuch sich gegen diese Kränkung auch durch Gestik zu wehren erneut von einem, durch die Verletzungen verursachten, Schmerz unterbrochen. "Wir machen was ich sage und Schluss.", beendete Akagane die Einwände und widmete sich wieder ganz seiner Pfeife. "Ich werd zum Fluss gehen und mich waschen.", warf Tetsu daraufhin ein, da er sich nicht weiter mit Gins Gejammer beschäftigen wollte. "Da kannst du jetzt nicht hin. Kin ist gerade da unten, die bringt dich um wenn du da auftauchst während sie im Fluss badet. Du solltest ihr zumidest ein wenig Privatsphäre gönnen nachdem sie so aufopferungsvoll deine Wunden behandelt hat und den Verband um deinen Kopf befestigt.", erklärte Gin mit einem breiten Grinsen. "Was!?", brach es sofort aus Tetsu mit ungefestigter Stimme heraus, während er beim Tasten an seiner Stirn tatsächlich einen Verband entdeckte. Sofort brach Gin in schallendes Lachen aus und klopfte sich übertrieben aus Knie. "Hast du das wirklich geglaubt? Oh man, dein Kopf muss angeschlagener sein als ich dachte, Junge. Die Verbände hab ich gemacht." "Natürlich hab ich das nicht geglaubt. So ein Schwachsinn. Bei der Irren müsste ich ja selbst wenn sie versucht mich zu behandeln um mein Leben fürchten.", antwortete Tetsu empört. "Immer mit der Ruhe, Kumpel. Zeig deinem guten Freund lieber ein wenig Dankbarkeit dafür, dass er sich sorgsam um deine Wunden gekümmert hat.", spottete Gin weiter und schien plötzlich in ausgezeichneter Stimmung. "Ich geh auch wenn Kin zurück ist gerne mit dir zum Fluss. Bei so einem edlen Kerl wie mir ist das Ehrensache.", fuhr er fort. "Ich kann mich ausgezeichnet alleine waschen, vielen Dank.", folgte es von Tetsu eingeschnappt und mitsamt seiner typischen lauten Stimme. "Ja, aber nicht alleine laufen, mein lieber Tetsu. Keine Sorge, ich hatte sicher nicht die Absicht dich zu waschen, das Verbinden war genug. Aber vielleicht können wir ja Kin fragen, ob sie das übernimmt." "Pah!". antwortete der verwundete Genin, dem die Worte ausgegangen waren und warf sich zurück auf den Rücken. "Dafür, dass ihr so lächerliche Leistungen beim Training gezeigt habt, habt ihr aber noch viel Energie um dumm rumzuschreien." Hinter Tetsu war plötzlich Kin aufgetaucht, die zum Lager zurückgekehrt war und den Tumult, den die Jungen veranstaltet hatten offenbar bereits vom weiten gehört hatte. "Komm lass uns gehen, Gin.", sagte Tetsu übel gelaunt und wartete darauf, dass ihm sein Freund beim Aufrichten behilflich war. "Naja, wo sie recht hat.", kommentierte der zuvor eine ganze Weile lang schweigend verbliebene Akagane die Situation und musste nun ebenfalls ein wenig grinsen, während sich die beiden Genin zum Fluss aufmachten.


4) Enthralling finale - Kin versus Tetsu! The ultimative face-off!

4

"Bist du für das kommende gewappnet Tetsu?", fragte Kin ihren Teamkameraden mit durchklingend überheblichem Unterton, während die beiden sich Seite an Seite zur Mitte der kleinen Arena Kusagakures begaben. "Glaub nicht im Training und den vorherigen Runden hätte ich bereits alles gezeigt.", entgegnete dieser mit einer Entschlossenheit, die sich in seinem Inneren nur eingeschränkt wiederfand. Zum einen war er natürlich Teitai Tetsu und eine Niederlage dadurch von vornerein völlig ausgeschlossen und praktisch gegen alle bestehenden Naturgesetze, doch war es nicht von der Hand zu weisen, dass diese Kin ein gewisses Talent in dem besaß was sie tat. Davon durfte er sich nur jetzt nicht verunsichern lassen, immerhin war er von der eigenen Kraft überzeugt. Die ein oder andere kleine Unpässlichkeit während Trainingskämpfen gegen dieses Mädchen waren selbstverständlich nur Zufälle oder Nachlässigkeiten, die hier nicht zu Tage kommen würden. Es war Zeit ernst zu machen. Rücksicht war etwas für Leute, die nicht geplant hatten innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre an die Spitze der Ninjawelt aufzusteigen. An diesem Punkt nicht ernst zu machen war ein schnöseliger Luxus an dem Tetsu nicht das geringste Interesse hatte. Die Problematik lag wohl jedoch darin, dass Kin in diesen Angelegenheiten eine ähnliche Null-Toleranz Politik führte. Sie würde alles geben um den jungen Teitai dem Erdboden gleich zu machen. Nicht das dieser sich Schonung wünschte. Wenn seine eigene Kameradin ihn nicht ernst genug nehmen könnte um ihr ganzes Potential zu offenbaren wäre der Genin zu tiefst gekränkt gewesen.
Gedankenverloren kam Tetsu schließlich in der Mitte der kreisrunden, von Tribünen für Zuschauer gesäumten, Arena an. Das kniehohe Gras, welches das Kampffeld prägte störte den Shinobi bereits jetzt. Die Bewegungsfreiheit war zwar nur gering eingeschränkt, doch würden die Grashalme durch ihr Beugen und Nachgeben seine Bewegungen offener darlegen und leichter lesbar machen. "Sind die Teilnehmer bereit?", fragte der Schiedsrichter, der die beiden Genin begleitet hatte schließlich und erhob seine Hand. Die beiden Kontrahenten nickten nur kurz und fixierten sich vorsorglich schon gegenseitig mit ihren Blicken. "Dann... LOS!", rief der Mann Mitte 20 und riss seinen Arm schwungvoll hinunter, bevor er einen Satz nach hinten machte um den Gegnern genügend Platz für den folgenden Kampf zu schaffen. Tetsu ließ, gewohnt offensiv, nicht lange mit einem Angriff auf sich warten. Schnell verkleinerte er den Abstand zwischen sich und Kin um in den direkten Nahkampf zu gehen. Diese schien eine solche Vorgehensweise bereits vorausgesehen zu haben und leitete den ersten Schlag kunstvoll an ihrem Körper vorbei, drehte sich um den taumelnden Tetsu herum und verpasste ihm einen Schlag mit dem Ellebogen in den Nacken. Wütend versuchte dieser Sofort seine Teamkollegin mit einem Drehkick hinter sich am Kopf zu erwischen. Problemlos duckte sich die Kunoichi allerdings unter diesem weg und näherte sich Tetsu dabei. Sich aus der knienden Position erhebend verzichtete sie folgend auch nicht darauf ihrem Gegner einen Kinnhaken zu verpassen. Davon relativ unbeeindruckt versuchte der robuste Tetsu, nachdem er sich von dem Treffer schnell erholt hatte und den hoch geschlagenen Kopf wieder nach unten riss, Kin mit einem Kniestoß zu erwischen. Diese brachte jedoch wieder Distanz zwischen die beiden und konnte dem anrasendem Bein mit relativer Leichtigkeit entkommen. "Wenn ich gegen dich unvorbereitet im Nahkampf angehe landest du nachher noch einen Glückstreffer. Das Risiko will ich nicht eingehen.", erklärte das Mädchen selbstbewusst und begann Fingerzeichen zu formen. "Viel mehr kann das deinem Gesicht auch nicht mehr schaden!", entgegnete Tetsu relativ unbeholfen und machte eine energievolle Drohgebärde mit seiner Faust. Unerwartet brachte dieses Kommentar dem Genin erboste Buhrufe aus den Zuschauerreihen ein, unter denen sich offenbar spontan Kin-Fanclubs gebildet hatten. "Ihr achtet doch nur auf Äußerlichkeiten ihr oberflächlichen Bastarde!", brüllte Tetsu sofort den Beobachtern zu, was ihm allerdings nur noch mehr wütende Beleidigungen einhandelte und schliesslich auch bisher neutrale Beobachter gegen ihn aufbrachte. Seine daraus resultierende Unaufmerksamkeit wurde ihm hierbei fast zum Verhängnis, denn im Gegensatz zu Tetsu ließ sich Kin nicht von der Menge beeindrucken. Rasant sauste ein Feuerball auf den jungen Genin zu, den dieser nur gerade noch rechtzeitig im Augenwinkel wahrnahm. Ein waghalsiger Sprung und notgedrungen unsauberes Abrollen erretteten den Jungen nur knapp vor dem Feuertod. "Verdammt!", fluchte er leise, während er sich kurz nach eventueller Entfalmmung untersuchte. Im Publikum war ein in Felle gehüllter Mann zu sehen, der sich in Begleitung eines belustigten blonden Jungens, die Hand ungläubig ins Gesicht schlug. Zerrissen zwischen Stolz auf der einen Seite und der ultimativen Blamage auf der anderen konnte Akagane dieses Szenario wohl nur bedingt ertragen.
Unterdessen war Tetsu damit beschäftigt sich durch weitflächiges Umherlaufen und Ducken vor Kins präzise geschleuderten Shuriken in Sicherheit zu bringen. Diese war offensichtlich darauf bedacht den Jungen bloss nicht zu nahe an sich heran kommen zu lassen, da sie um ihren Vorteil auf Distanz durchaus wusste. Im Bewusstsein dies nicht auf sich sitzen lassen zu können versuchte der Genin schließlich auf seine Kameradin in einer vergleichsweise geraden Linie zuzurennen. Fast schon routiniert holte Kin zwei weitere Shuriken hervor und warf einen in Richtung Kopf und den anderen auf die Beine um ein Ausweichen zur Seite zu erzwingen und den Ansturm zu unterbinden. Tetsu dachte allerdings nicht daran sich dem zu fügen und setzte zu einem Hechtsprung zwischen den Wurfsternen an. Seine Gegnerin schien von der riskanten Aktion überrascht und im Zuschauerbereich erhob Akagane erwartungsvoll eine Augenbraue nach oben. Schlussendlich durch die Shuriken hindurchgekommen landete der Genin kurz vor Kin auf seinen Handfläche, federte den Sprung ab und versuchte das Mädchen aus dem Handstand heraus mit beiden Füßen im Gesicht zu erwischen. Nur mit knapper Not konnte diese sich zurückbeugen und dem zweifüßigen Tritt entkommen. Die Kunoichi schaltete schnell und von Jubel begleitet setzte sie einen Beinfeger gegen Tetsus Arme an um diesen zu Boden zu reißen. Dadurch zum Rückzug genötigt stieß sich der Iwa-nin schnell vom Boden ab und entkam dem Bein knapp um schließlich wieder auf seinen Füßen zu landen. "Du bist gar nicht so schlecht wie ich dachte.", stellte Kin anerkennend fest. "Hast du endlich erkannt das dein Aufgeben der einzige Ausweg ist?", nutzte Tetsu das versteckte Kompliment sofort um sich aufzuspielen. "Übertreib' nicht.", beendete das Mädchen den kurzen Wortwechsel, woraufhin sie sofort mit dem geübten Formen von Fingerzeichen begann. Angestrengt versuchte Tetsu den Symbolen zu folgen um sie mit den Techniken, die Kin beherrschte, zu vergleichen und somit auf die Art des Angriffes vorbereitet zu sein. Die Hände des Mädchens verschwommen jedoch zu kaum wahrnehmbaren, wie unachtsam verwischte Farbe wirkenden, Feldern, die durch die Luft zischten. "Zu schnell...", flüsterte Tetsu leise, als ihm auch das letzte der Fingerzeichen entging. Gemeinsam mit diesem schossen auch sogleich hohe Stichflammen um den Genin in die Höhe. Schnell drehte er seinen Kopf hin und her, nur um sich vom feurigen Gefängnis der Technik eingeschlossen wieder zu finden. Die bedrückende Hitze machten es schwer die Augen offen zu halten, während die tanzenden Flammen und verzerrten Luftspieglungen das Sehen außerhalb des Ringes ohnehin kaum möglich machte. "Was ist das für eine verdammte Katon-Technik?", brüllte Tetsu, dem das Jutsu nicht bekannt war, und versuchte hinter der Feuerwand Kin zu erspähen, was sich jedoch als vergebliches Unterfangen herausstellte. Ein Ausweg blieb jedoch trotzdem erhalten, jener nach oben. Zwar war die Fluchtmöglichkeit über den freien Bereich oberhalb des Feuerringes nicht besonders breit und auch vergleichsweise hoch, doch ein beherzter Sprung sollte, mit einigen kleinen einkalkulierten Verbrennung an den sich unberechenbar bewegenden Flammen, ausreichen um dem Jutsu zu entkommen. Mit einer Drehung der Füße sicherte Tetsu seinen Stand und ging leicht in die Knie. Gerade war er kurz davor zum Luftsprung abzuheben, als aufblitzendes Metall eine kleine Schneise in die Feuerwand schnitt und auf den Jungen zusauste. Die ohnehin bereits leicht gebückte Position noch verringernd entging er dem Angriff und folgte mit seinem Blick der Klinge, wie sie das innere des Ringes wieder durch die Flammenwand verließ. Der junge Shinobi erkannte die Waffe sofort als Kins Katana. Offenbar machte sie sich Tetsus eingeschränkte Mobilität zu Nutze und attackierte von außerhalb mit dem tödlichen Schwert. Ohne Tetsu auch nur eine kleine Ruhepause zu lassen folgte sogleich der nächste Angriff aus dem Verborgenen, ein direkter Stich in Richtung des Kopfes, unter dem sich der Genin wie ein Limbotänzer wegbeugte. Unglücklicherweise kam hierbei sein Hinterkopf der heißen Begreunzung gefährlich nahe, was einen wütenden Schmerzensschrei zur Folge hatte. "Stell dich mir gefälligst!", schrie Tetsu aus seinem Gefängnis heraus und erhaschte zugleich unklare Schemen, einer sich hinter dem Feuer bewegenden Gestalt. 'Wenn das so weitergeht erwischt sie mich doch irgendwann... Was ist nur mit diesem verdammten Feuer? Warum lässt es nicht mal nach?' Ohne große Gelegenheit weiter über diesen Sachverhalt nachdenken zu können folgte auch schon der nächste Angriff. In seiner Natur unterschied er sich jedoch von den vorherigen, denn Kin sprang todesmutig durch das Feuer mit dem Schwert weit über ihren Kopf erhoben. Schnell griff Tetsu in seine hintere Waffentasche und zog ein Kunai hervor um es zum Schutz zu erheben, denn fehlte jeglicher Platz zum effektiven Ausweichen innerhalb des Flammengefängnisses. Sogleich sauste auch schon die gegnerische Klinge, noch umfangen vom Feuer des Ringes, auf Tetsu herunter. Fest entschlossen machte er sich bereit den Angriff zu blocken und kam der feindlichen Waffe bereits mit seinem krampfhaft gehaltenen Kunai entgegen. Im Moment als es jedoch zum Kontakt hätte kommen sollte vernahm der Genin ein wohlbekanntes Puffen, anstatt dem erwarteten Klirren aufeinanderprallenden Metalls. Die angreifende Kin verflüchtigte sich in weißem Rauch und offenbarte sich als Täuschungsmanöver. 'Ein Busnhin? Aber wie kam er unbeschadet durch die Flammen?', schoss Tetsu ein Gedanke durch den Kopf, doch blieb keine Zeit diesen weiter zu verfolgen. Durch die sich langsam verflüchtigenden Überbleibseln des der Ninjutsu-Illusion folgte nämlich bereits Augenblicke später der echte Angriff. Bedrohlich blitzte des Metall von Kins Katana zwischen dem sichtnehmenden Rauchschwaden heraus und raste unaufhaltsam von unten hinauf auf Tetsu zu. Nicht in der Lage seinen zur Verteidigung erhobenen Arm rechtzeitig zu senken konnte er nur mitansehen, wie die Schneide in seine Schulter eindrang und Blut hervorspritzte. Mit schmerzverzerrten Gesicht riss er den Kopf zurück presste seine Augenlider zusammen und unterdrückte nur mit all seiner Willenskraft einen lauten Schrei. "Hör auf weiter gegen mich anzukämpfen, du bist mir haushoch unterlegen.", hörte er plötzlich Kins Stimme, öffnete die Augen schlagartig wieder und blickte sofort zu ihr hinunter. Der Flammenring war verschwunden und keinerlei Brandspuren auf dem Boden zu sehen. "Was ist passiert?", fragte Gin seinen Sensei auf der Tribüne angespannt. Er war aufgesprungen und hatte seine Hände wie Klauen in die Schultern, der vor ihm sitzenden Person geschlagen, die darüber nicht unbedingt erfreut wirkte. "Genjutsu.", erklärte Akagane knapp. "Sie hat Kasai no Nenshou Wa eingesetzt. Eine Illusion, die den Gegner glauben lässt in einem Feuerring gefangen zu sein. Aus diesem Grund hat Tetsu auch nicht gesehen woher die Angriffe mit dem Schwert kamen, oder wie sie fast direkt hinter dem Bunshin zur Attacke angesetzt hat. Ich habe ihr die Technik erst vor kurzem beigebracht. Wer hätte gedacht, dass sie es bereits jetzt schon so gekonnt einsetzen könnte und sogar ihren eigenen Kameraden täuschen." "Nicht wirklich nett von ihnen uns beiden nichts davon zu erzählen.", kommentierte Gin grinsend die Verschlossenheit seines Lehrers. "Sag das lieber deiner Schwester. Ihr Ehrgeiz geht wohl schon fast etwas zu weit, wenn sie sich ein Jutsu als Trumpfkarte aufhebt und dabei nicht mal ihrem Team davon erzählt." "So ist sie nun mal. Damit hab ich mich inzwischen abgefunden.", antwortete Gin und klopfte seinem Vordermann belustigt mit beiden Händen auf die Schultern, der daraufhin nur ein kleines Grummeln von sich gab.
Im hohen Gras der Arena übte Kin unterdessen weiterhin Druck auf ihr Katana aus und erschwerte dem verletzten Tetsu vor Schmerz auch nur einen klaren Gedanken zu fassen. "Ich habe natürlich absichtlich eine tödliche Stelle als Angriffsziel vermieden, aber mit so einer Wunde wirst du dein geliebtes Taijutsu nicht effektiv einsetzen können. Wenn du jetzt aufgibst vermeidest du dir viel Ärger und zwingst mich nicht dazu einen Kameraden weiter zu verletzen.", schlug das Mädchen ihrem Teammitglied vor. Dieser antwortete jedoch nicht sonder umklammerte mit seiner rechten Hand nur sein noch immer festgehaltenes Kunai, während er die andere zu einer Faust ballte. Entschlossen schnellte daraufhin seine freie Hand zur Klinge des Katana und umfasste diese ohne zu zögern. Sofort rann warmes Blut seine Hand hinunter und bahnte sich seinen Weg über den Arm bis zu seiner Kleidung, die sich wie an seiner Schulter damit vollsog. Angestrengt versuchte Kin ihr Schwert wieder herauszuziehen, doch scheiterte sie an dem festen Griff des Jungen. "Für wen hälst du mich?", hauchte Tetsu mehr als das er es sagte und ging ruckartig in eine kampfbereitere Pose, während er sein Kunai in Kins Richtung schleuderte. Diese gab beim Ausweichen ihre Waffe auf und ließ sie in der Schulter ihres Gegners zurück. "Wie es zu erwarten war. Deine Entschlossenheit muss man dir lassen, obwohl dir deine Dummheit wohl dabei hilft.", stellte Kin fest, nachdem sie einige Meter von Tetsu weg gelandet war. Der Genin zog unterdessen grimmig das Katana aus seinem Fleisch heraus und schwang es folgend in einem weiten Bogen, um es vom Blut zu befreien. Im Bewusstsein in seinem geschwächten Zustand nicht viel Zeit zu haben stürmte der Junge unverzüglich auf seine Kontrahentin zu. Ein gezielter, horizontaler Streich in Richtung des Oberkörpers zwang sie sich unter dem Angriff hinwegzuducken, was Tetsu sogleich nutzte um mit seiner linken Hand Kins rechtes Handgelenk zu schnappen. Schnell begab er sich seitlich neben sie und gebrauchte seine neu gewonnene Kontrolle über seine Gegnerin, indem er sich mit seinem Rücken über ihren rollte, dabei jedoch ihren Arm weiterhin festhielt und diesen somit, gemeinsam mit seiner Rolle, auf die andere Seite riss. Wieder auf den eigenen Füßen aufkommend unterstütze der Genin die Hebelwirkung der Aktion mit seiner eigenen Kraft, was dazu führen sollte Kin über ihn hinweg rücklings in den Boden zu schlagen. Seiner um den Arm der Kontrahentin gekrallte Hand fehlte jedoch der richtige Halt, denn die vorher zugefügte, blutende Wunde machte einen festen Griff unmöglich. Zwischen den Fingern des Teitai wegrutschend entkam Kin im letzten Moment und schlitterte gekonnt über den Boden, um auf diese Weise die Energie des Wurfes abzufangen. "Ich hab' es dir doch gesagt. Du hast mich schon vorher nicht mit Taijutsu gekriegt, wie willst du das dann in deinem jetzigen Zustand schaffen?", erklärte Kin kühl und beobachtete wie Tetsu das in der Hand gehaltene Schwert neben sich in den Boden rammte und daraufhin verkrampft seine andere Schulter hielt. "Dein Körper macht das nicht mehr lange mit. Wenn dein Blutverlust so weitergeht wird es für dich gefährlich.", fuhr sie fort, wobei ihre Worte von dem von Tetsus Fingern tropfenden Blut unterstützt wurde. "Aber ich nehme an das interessiert dich eh nicht, oder?" "Verdammt richtig.", schnaubte Tetsu aggressiv und funkelte Kin böse an. "Ich will ja nur, dass du dich nicht umbringst, aber du lernst wohl nur auf die harte Tour.", beendete sie die erneute, kurze Unterbrechung und zuckte lässig mit den Schultern, bevor sie auch schon in Richtung des Jungen mit voller Geschwindigkeit durchstartete. 'Sie greift mich freiwillig direkt im Nahkampf an. Sie muss schon an den Grenzen ihres Chakravorrates sein. Ich hingegen habe bisher kaum welches verbraucht... Vielleicht habe ich eine Chance!' Schnell ergriff Tetsu wieder das Katana und schleuderte es Kin entgegen. Mit einer leichten Ausweichbewegung überwand sie dieses Hindernis jedoch und setzte ihren Angriff mit kurzem Umweg weiter fort, während hinter ihr das Schwert in den Boden einschlug. Nur noch wenige Meter trennten die beiden Kontrahenten, was der Teitai zum Anlass nahm seine unverletzte Faust zum Schlag zu erheben. Mühelos tauchte Kin unter der, durch Erschöpfung und Verletzung ungeschickt ausgeführten, Attacke hindurch, ergriff das von Tetsu zuvor geworfene, im Boden steckende Kunai und setzte zum finalen Streich an. 'Ich habe sie unterschätzt!', schoss es ihm durch den Kopf und auf niederschmetternde Weise wurde ihm seine Unterlegenheit gegenüber der von Natur aus talentierten Kunoichi bewusst. Der Angriff schien unausweichlich und obwohl der Genin in der Lage war die Waffe wie in Zeitlupe immer näher an seine Kehle rasen zu sehen war sein Körper viel zu langsam um darauf zu reagieren. Wie eingefroren fühlte er sich hilfloser als je zuvor, während Adrenalin in Massen durch seinen Körper schoss. Außer Stande sich der unschönen Realität weiter zu stellen kniff er die Augen zusammen und floh sich in die angenehmere Unwissenheit. Augenblicke verstrichen und Tetsu öffnete angespannt wieder seine Augen. Klater Schweiß tropfte ihm von der Stirn, doch war die Gefahr gebannt. Die Spitze des Kunai war genau vor seinem Hals zum stehen gekommen. Die Hand des Prüfers war fest um Kins Gelenk der Waffenhand geschlossen und hielt es fest. Hörbar ausatmend machte der unterlegene Genin einen Schritt zurück. Offenbar war der Angriff im letzten Moment aufgehalten worden. Langsam ließ Kin das Kunai aus ihrem Griff gleiten, woraufhin es dumpf zwischen dem hohen Gras auf den Boden fiel. Der Schiedsrichter lockerte die Umklammerung um den Arm des Mädchens und riss ihn anschließend in die Luft. "Die Gewinnerin ist Metaru Kin!", rief der Mann laut aus. Die vom Publikum mit Jubel und Applaus gefeierte Siegerin machte jedoch keinen Anschein großer Freude, sondern schien in diesem Ende nur den erwarteten Ausgang des Kampfes zu sehen.


5) Teacher and student - Steely determination and unreachable dreams!

5

Ausdruckslos saß Tetsu in einem für zwei Personen ausgelegten Krankenzimmer des Hospitals von Kusagakure, (welches er jedoch zu seiner Zufriedenheit allein nutzen konnte) in das er direkt nach seinem Kampf mit Kin gebracht worden war. Die Sonne begann bereits am Horizont zu verschwinden, was den Raum in ein sanfte Rottöne tauchte und eine beruhigende Wikrung auf den in Gedanken verlorenen Genin hatte. Aufrecht in seinem Bett sitzend starrte er durch das offene Fenster nach draußen, als ihn ein Klopfen an der gegenüberliegenden Tür wachrüttelte und dazu anregte seine Aufmerksamkeit umzuverlagern. Ohne Aufforderung öffnete sich diese einen Spalt weit und das grinsende Gesicht von Gin spähte hindurch. "Hall--o, Tetsu!", dehnte dieser melodisch seine Begrüßung und trat mit einem Winken ein, wobei er die Tür schließlich weit aufstieß und somit die hinter ihm stehenden Akagane und Kin offenbarte. "Na wie geht's meinem alten Kameraden denn so?", erkundigte sich der blonde Junge weiter und deutete auf Tetsus Verbände an Schulter und Hand, die unter dem einfach über die Schulter gelegten, weißen Krankenhaushemd gut zu sehen waren. "Alles in Ordnung.", sagte der Patient knapp und zog sich Hemd mit seiner unverletzten Hand weiter über die Wunde. Mit einem kurzen Nicken begrüßte er die anderen Anwesenden, bevor auch schon wieder Gin zu Wort kam. "Na, willst du denn nicht wissen wie es bei mir lief?", fragte er und riss sein Grinsen noch weiter über sein Gesicht. "Und?", sagte der Genin gezwungener maßen. "Na was wohl? Ich hab meinen Gegner fertig gemacht!", sprudelte es aus dem Jungen begeistert heraus, wobei er seine Faust seinem im Bett liegenden Freund entgegen streckte, der die Geste erwiderte und mit seiner eigenen gegen die von Gin stieß. "Alles andere hätte mich auch schwer enttäuscht.", sagte er schmunzelnd und zog seinen Arm wieder zurück. Belustigt tänzelte Gin daraufhin zu seiner Schwester hinüber und klopfte ihr übertrieben auf die Schulter. "Willst du dich denn nicht entschuldigen, dass du unserem Teammitglied die Prüfung versaut hast?", trietzte er das Mädchen und trommelte weiter auf ihr herum. Diese fegte die Hand ihres Bruders genervt weg und wollte gerade antworten, als ihr Tetsu zuvorkam. "Ich wäre beleidigt gewesen, wenn sie nicht alles gegeben hätte. Auch wenn ich ausnahmsweise verloren habe, schwach genug für Zurückhaltung bin ich noch lange nicht." Mit einem herausfordernden Grinsen fixierte er Kin, die dadurch ebenfalls zu einem, für sie seltenen, Lächeln gebracht wurde. "Er hat es ja nicht anders gewollt und irgendwer muss ihm ja zeigen wo sein Platz ist. Obwohl heute warst du gar nicht mal so schlecht. Ich würde langsam anfangen ernsthaft zu trainieren Gin, sonst überholt dich selbst er hier noch.", stichelte des Mädchen gut gelaunt, drehte sich um und verabschiedete sich mit einem "Man sieht sich dann.", bevor sie den Raum mit einem letzten Lächeln über die Schulter hinweg verließ. "Man, die macht hier aber ganz schön einen auf freundlich dafür, dass sie dir vor gar nicht so langer Zeit ein Kunai in den Hals rammen wollte.", flüsterte der blonde Junge halblaut seinem Teamkameraden zu, nachdem er sich zu ihm hinuntergebeugt hatte. "Wollte sie nicht. Sie hat gewusst, dass man sie aufhält. Man konnte sehen, dass sie extra noch auf den Prüfer geachtet hat.", warf der zuvor so stille Sensei genervt ein und zerrte Gin mit einem Arm vom Bett weg. "Jetzt verschwinde. Ich will allein mit Tetsu reden.", fuhr er fort und trieb seinen Schüler mit Nachdruck aus dem Zimmer. "Ist ja gut, ist ja gut. Wir feiern später noch, Tetsu!", rief er gerade noch bevor ihm die Tür vor der Nase zugeschlagen wurde.
"Puuh, ganz schön aufgedreht der Junge. Naja, ich will es ihm nicht verübeln. Mit dem Sieg ist ihm, genau wie Kin, der Chuunintitel so gut wie sicher.", erklärte der Lehrer in ruhigem Ton und ging auf einen einfachen, weißen Stuhl zu, der neben Tetsus Bett stand um sich niederzulassen. "Ich weiß schon, dass ich versagt habe.", antwortete der Genin niederschlagen. "Das sollte keine Anspielung sein, du hast dich gut geschlagen. Natürlich wäre es mir lieber gewesen ihr alle hättet gewonnen, aber in den Finalkämpfen gegen Kin dran zu kommen war einfach dein Pech." Gemächlich holte der Jounin seine edle Pfeife hervor und begann damit diese zum Rauchen vorzubereiten. "Das hier ist ein Krankenhaus.", kommentierte Tetsu vorwurfsvoll, was bei seinem Sensei einen enttäuschten Seufzer hervorrief. "Du gönnst einem aber auch gar nichts.", sagte er, räumte jedoch einsichtsvoll seine Pfeife wieder weg. "Ich will einfach nur klarstellen, dass ich nicht von dir erwartet habe innerhalb von zwei Jahren genug Fortschritte zu machen um Kin zu schlagen. Wahrscheinlich wirst du es nie schaffen. Sie trainiert fast genau so hart wie du und ist mindestens so ehrgeizig. Aber selbst jemanden wie Gin, wirst du nur schwer einholen, obwohl er unglaublich faul ist. Sein Potential ist noch größer als Kins. Wenn jemand eine Enttäuschung ist, dann eher er.", erklärte Akagane und betonte den letzten Teil mit einem kleinen Lachen. "Entschlossenheit gehört auch zum Potential.", entgegnete Tetsu trocken und blickte auf seine verbundene Hand. Das Lächeln verschwand vom Gesicht seines Lehrers, der sich daraufhin mit dem Kopf in Richtung des Fensters drehte. Nach kurzem Schweigen setzte der Genin von selbst wieder an. "Ich hatte einfach nur nicht erwartet, dass der Abstand so groß ist. Eine Zeit lang während des Kampfes dachte ich mein Training hätte sich ausgezahlt und meine Spezialisierung auf Taijutsu würde vielleicht sogar ausreichen sie zu besiegen, aber sie hat sich ja anscheinend sogar Zeit gelassen zu warten, dass sie auf jeden Fall vom Prüfer aufgehalten wird." "Das hätte ich wohl lieber nicht erzählen sollen.", sagte der Lehrer etwas unsicher und kratzte sich verlegen am Hinterkopf. "In dem Moment wurde mir einfach klar, dass Welten zwischen uns beiden liegen.", fuhr Tetsu fort und legte seinen Kopf in den Nacken, nur um an die Decke zu starren. "Ich verstehe was du meinst." "Es von der überlegenen Seite zu kennen ist nicht das selbe.", warf der Genin ein, was eine ähnlich stutzige Reaktion wie zuvor bei dem Mann auslöste. "Naja, du solltest dir dieses Mädchen nicht unbedingt als Ziel für deine Fähigkeiten stecken. Ich setze große Hoffnungen in sie selbst mich zu übertreffen.", antwortete der Sensei nach kurzer Denkpause für die passende Antwort. "Nur weil es schwerer ist als ich dachte, ändere ich doch nicht mein Ziel. Ich bin vielleicht noch nicht so stark wie die beiden, aber unterschätzen sollten Sie mich trotzdem nicht." Ein wohlwollender Gesichtsausdruck erhellte Akganes Gesicht und erwiderte damit Tetsus grimmig entschlossene Fratze. "Ich wollte dich ja nur warnen, aber du bist wohl nicht die Art von Mensch, die lieber kleine Schritte macht." "Mit kleinen Schritten erreicht man große Träume nicht.", sagte Tetsu und ballte auf seinem Schoß eine Faust. "Große Träume?", erkundigte sich der Jounin mit Neugier und Verwunderung, wobei er eine seiner buschigen Augenbrauen interessiert nach oben zog. "Wozu Träume haben, wenn sie leicht zu erreichen sind? So würde es ja auch keinen Spaß machen.", sagte der Genin und setzte ein herausforderndes Lächeln auf, dass von Akagane erwidert wurde. "Sag mal, weißt du noch was ich dir vor zwei Jahren im Tal der steinernen Säulen gesagt hab, als du endlich auch oben warst?", fragte der Lehrer. "Naja, ich war damals ein wenig... erschöpft.", entgegnete Tetsu leicht verwundert, da ihm der Zusammenhang nicht klar war. "Vielleicht auch besser so. Hätte dir und deinen großen Träumen bestimmt eh nicht gefallen.", schloss Akagane die Unterhaltung lachend ab, erhob sich vom Stuhl und ging in Richtung der Tür. "Gute Besserung. Wir sehen uns dann Morgen zum Training!" "Ich darf trainieren?", schoss es aus dem Jungen mit freudiger Überraschung heraus. "Chakrakontrolle!", erläuterte der Sensei, der dabei seinen schadenfrohen Unterton nicht vermeiden konnte. Gerade noch konnte der Mann das enttäuschte Seufzen seines Schülers hören, bevor er die Tür von außen hinter sich schloss.
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Teitai Tetsu

Doro Sennin

Themenstarter Themenstarter

3

Freitag, 25. März 2011, 13:05

Episode 3 - Valley of the Boars


6) Shukun the wild boar - Team Akagane discovers the valley of legends!

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"Da sind wir!", rief Akagane inbrünstig und voller Stolz aus, wobei er die Arme weit ausbreitete, als ob er die Größe des Momentes einfangen wollte. "Hier sieht es genau so aus wie es auch schon vor einer Stunde überall aussah. Nur Fels und Stein.", entgegnete mit seiner rauen Stimme Tetsu genervt, der mit zahlreichen prall gefüllten Rucksäcken beladen war, während seine Teamkameraden jeweils nur eine kleine Umhängetasche bei sich trugen. Ein wütender Schlag auf die Schädeldecke des jungen Mannes folgte und der Sensei setzte seine Ansprache mit gleichgebliebenem Enthusiasmus fort. "Für das ungeübte Auge mag es den Anschein haben, aber der Kenner wird hier die Heimat der mächtigen Keiler erkennen, die seit jeher treue Verbündete unseres Dorfes Iwagakure waren." Langsam drehte der erfahrene Shinobi sich um und atmete tief ein und wieder aus. "Und euch dreien wird nun die große Ehre zu Teil werden unter diesen majestätischen Keaturen zu studieren, so wie sie mir einst gewährt wurde. Wer weiss, vielleicht wird euch diese Erfahrung ganz neue Wege in die Zukunft schaffen und unerkannte Fähigkeiten zum Vorschein zu bringen." "Große Worte, Aka, aber Worte, die mit der erforderlichen Entschlossenheit durchaus bewahrheiten können.", erklang plötzlich eine tiefe, durchdringende Stimme aus einer großen Höhle in der hohen Felswand rechts neben der kleinen Gruppe. Aus dem Dunkel des Eingangs trat gemächlich ein Wildschwein gigantischen Ausmaßes mit großen, schon leicht vergilbten Hauern und angegrauten, dunkelbraunen Borstenfell heraus. "Shukun-sama!", kommentierte der Jounin das Auftauchen des Tieres überrascht, fasste sich jedoch schnell wieder und zollte mit einer angedeuteten Verbeugung dem gigantischen Ankömmling seinen Respekt. "Welch Ehre gleich von euch persönlich gegrüßt zu werden, Meister." "Ich sehe neue Gesichter bei dir, Junge. Ich nehme an deine Schüler von denen man schon so manches selbst hier hörte.", bemerkte Shukun, der die drei jungen Shinobi mit seinen tiefdunklen Augen intensiv musterte. "Gigantisch!", hauchte Tetsu ehrfürchtig und konnte seinen Kopf kaum weit genug in den Nacken legen, um den Blick des Wildschweins erwidern zu können. "Der Packesel scheint eher einfach gestrickt.", reagierte Shukun auf das Kommentar und schnaubte mit seiner unglaublig tiefen Stimme belustigt. "Einfach gestrickt?", brüllte der neu beförderte Chuunin gegen das überwältigend laute Organ des Keilers verärgert an und schmiss die Rucksäcke der Gruppe wütend auf den Boden. "Sag das noch mal du -", setzte er zum weiteren Geplärre an, doch wurde von einem hastigen Ellbogenstoß Akaganes in den Bauch von unüberlegten Worten abgehalten. "Verzeihung, Shukun-sama.", entschuldigte er sich huldvoll und drückte gewaltsam Tetsus strubbeligen Kopf nach unten und zwang ihn somit unsanft zu einer Verbeugung. "Wir fühlen uns alle äußerst geehrt hier trainieren zu dürfen.", fuhr er fort. Ohne weitere worte drehte sich das das gewaltige Wildschwein schwerfällig um und begann zurück in die meterhohe Höhle zu schreiten. "Bist du wahnsinnig, Tetsu?", flüsterte der Sensei seinem Schüler aggressiv zu und verpasste ihm einen Schlag auf den Hinterkopf. "Du solltest nicht versuchen dich hier aufzuspielen. An diesem Ort zählt nur deine wahre Stärke, große Reden ohne was dahinter werden als Schwäche angesehen, also leiste lieber erst mal was, Idiot!" Gewaltsam packte Akagane den jungen Mann am Kragen und stieß ihn in Richtung der Höhle als Zeichen Shukun zu folgen.
Die rauen Felswände der weit in den Berg reichenden Vertiefung überragten das im großen Abstand vor der kleine Gruppe gehende Tier noch ein Mal um einige Meter und bildeten trotz ihrer Schlichtheit durch ihre schieren Ausmaße ein Naturspektakel, das sich mit jeglichem von Menschenhand erbauten Gebäude mit Leichtigkeit messen konnte. Zwar wurde das beeindruckende Schauspiel ein wenig von dem riesigen Shukun geschmälert, der die Höhle wie einen beengenden Minenstollen wirken ließ, doch machte das auf wundersame Weise einfallende Licht mit seinen schwer deutbaren Reflektionen und hinter Felsbrocken sanft liegenden Schatten, auch diese kleine Einschränkung mit Leichtigkeit wieder weg. Nach einer kurzen Weile, die ohne jegliches Reden auskam und nur vom Hallen der schweren Schritte des Keilers begleitet wurden, die mehr wie schwache Erdbeben wirkten, kamen der Meister der Wildschweine und die Reisenden dem Ausgang der Höhle, die sich hinter einer kleinen Kurve als Durchgang entpuppt hatte, als plötzlich nach immer mehr Überhand nehmender Dunkelheit wieder Licht von der anderen Seite des Berges einfiel. Das offenbarte Tal der Wildschweine hatte Ausmaße, die selbst einem Shukun mühelos gerecht wurden. Eingekesselt von gewaltigen Bergen, deren Flanken mit für die Gegend ungewöhnlich zahlreichen Bäumen und dichten Gestrüpp bewachsen waren, fand sich mittig ein großer See, der von einem kleinen Bachzulauf aus den umgebenden Hügeln gespeist wurde. Mächtige alte Bäume, hoch bewachsen mit Moos, ragten unnatürlich weit in den Himmel hinauf und tauchten den Ort selbst bei hochstehender Sonne in ein schummriges Zwielicht, das der ruhigen Atmosphäre, die die Umgebung ausstrahlte, entsprach. "Ein Stück alte unberührte Natur, die sich ihre Schönheit im Zeitalter der Menschen bewahren konnte.", präsentierte Shukun begleitet von Vogelgezwitscher und einem Anflug von Stolz seine Heimat. "Beeindruckend.", bestätigte Gin die Aussage überwältigt von den zahlreichen Eindrücken. "Hier werden wir die nächsten Wochen verbringen. Nutzt die Zeit gut. Ich habe sowohl Tsuchikage-sama, als auch Shukun-sama mein Wort gegeben ihr würdet dieses Privileg auch mit entsprechenden Leistungen würdigen.", mahnte Akagane und nahm den inzwischen doch recht schwer atmenden Tetsu eine der großen, prall gefüllten Taschen ab, nur um sie direkt auf Gin umzuverlagern, dessen eben noch mit einem sanften Lächeln belegten Lippen sich schmälerten und nach unten umklappten, was von seiner Schwester mit einem gehässigen Grinsen beobachtet wurde. "Das ist eine Aufgabe, der ich problemlos gewachsen bin, Akagane!", rief Tetsu freudig auf und streifte mit erneut gefundenen Enthusiasmus und erhellten Gesicht die Schwere Ladung von seinen Schultern, um sich zu seiner vollen Größe aufzubäumen. Akagane, der den Kopf des komplett aufgerichteten Chuunin nur schwer erreichte, stampfte dem selbstverliebten Shinobi gewaltsam auf den Fuß, der sich daraufhin krümmte und so eine bequeme Kopfnussvergabe erlaubte. "Blamier mich nicht vor meinem Meister, Idiot.", rügte er weitergehend den sich den Schädel reibenden Tetsu, der seinen Lehrer böse anfunkelte. "Ihr könnt euer Lager in der Nähe des Sees aufschlagen. Danach werde ich deine Schüler den anderen vorstellen.", erklärte Shukun mit einem vorgeschobenen Räusper und deutete mit seiner Schnauze in Richtung des von Schilf und Seerosen eingedeckten Sees. "Ausgezeichnet.", entgegnete Akagane, der bereits angefangen hatte Tetsu wieder mit den Rucksäcken für den restlichen Weg bis zum See zu beladen, als Kin sich plötzlich an den großen Keiler wandte. "Shukun-sama, bei aller Dankbarkeit für eure Gastfreundschaft, erlaubt mir die Frage was diesen Ort so besonders macht, dass uns selbst vom Kage erlaubt wurde einige Wochen vom Missionsdienst fernzubleiben? Ohne euer Können anzuzweifeln frage ich mich doch, was ihr uns lehren könnt, was Akagane-sensei nicht kann." "Kin!", versuchte der Iwa-nin seine Schülerin aufzuhalten, doch schien Shukun die Frage nicht weiter zu stören und mit einem langsamen Schütteln des Kopfes blockte er Akaganes Einwand ab. "Nun, junge Dame, wir Wildschweine besitzen, wie viele andere Wesen aus dem vielfältigen Reich der Tiere, eine Verbindung zur Natur, die den meisten Menschen völlig fremd ist. Eine Verbindung in der viel unserer Stärke begründet ist und die sich auch manche unserer Schüler aus Iwagakure, wie dein Meister hier, zu Nutze machen. Es mag wahr sein, dass Aka auch allein in der Lage gewesen wäre euch dies zu lehren, doch liegt der Ursprung dieser Kraft hier im Tal der Wildschweine." "Pff, eben war ich zu geschockt um es zu verarbeiten aber jetzt wird mit bewusst wie lächerlich Aka klingt.", prustete Tetsu unterdrückt heraus und versuchte mit gedämpfter Stimme, sodass sein Sensei ihn nicht hörte, diese Erkenntnis Gin mitzuteilen, der ebenfalls verschmitzt Grinsen musste. Die Geheimniskrämerei blieb jedoch nicht unerkannt und hatte schmerzhafte Kopfnüsse für beide Spaßvögel zur Folge. "Ich hoffe das beantwortet vorläufig deine Frage.", vollendete Shukun seine Erläuterungen. "Das tut es, das tut es.", übernahm Akagane drängend Kins Antwort. "Jetzt ist aber auch genug Zeit verschwendet auf zum See!", fuhr er fort und verpasste Tetsu einen Tritt in den Hintern, um den Antritt des restlichen Weges noch zu beschleunigen.


7) Training with Arai - Teitai Tetsu in the advanced drowning class!

7

Langsam schlenderte Gin zwischen den mächtigen, alten Bäumen des Keilertals, durch deren Kronen sanft vereinzelte Lichtstrahlen fielen, in Richtung des mittig liegenden und schimmernden See. An dessen Ufer lag auf einem breiten, abgeflachten Felsen ein Wildschwein dessen Göße zwar von unnatürlichem Ausmaß war, doch wenn man bedachte, dass es kaum mehr als einen Mann überragte für diesen Ort schon fast von kleiner Statur zu seien schien. Entspannt lehnte sich der blonde Shinobi an das unbewegte Tier und klopfte ihm sanft auf das warme Fell, um es ohne größere Worte zu grüßen, was das Wildschwein mit einem kurzen Schnauben erwiderte. "Sollte Tetsu nicht hier sein?", fragte Gin schließlich nach einer kurzen Weile und untersuchte mit verengten Augen die nähere Umgebung. "Ist er doch.", antwortete der Keiler langsam mit seiner dunklen Stimme, ließ jedoch mit seiner Antwort einige gemächliche Momente auf sich warten. "Aha.", kommentierte Gin diese wenig aufschlussreiche Erklärung, akzeptierte sie dabei jedoch trotzdem. Momente des Schweigen vergingen, begleitet von Geräuschen zahlreicher kleiner Bewohner der Umgebung des Sees, bevor einige verdächtig große Luftblasen von der Mitte des Sees aufstiegen. Neugierig erhob der blonde Shinobi eine Augenbraue und fixierte das unnatürliche Schauspiel. Der Keiler hingegen blieb völlig unbeeindruckt und gab nur einen Laut, der einem langen Gähnen ähnelte, von sich. Plötzlich brauch aus der Wasseroberfläche der Kopf Tetsus hervor und verbreitete schüttelnd Wassertropfen bis zum Ufer und den beiden Beobachtern. Gins Verwunderung war kaum zu übersehen, nachdem er seinen Arm, den er zum Schutz vor unfreiwilliger Nässe erhoben hatte, wieder gesenkt hatte. "was zum Teufel tust du da, Tetsu?", fragte der junge Mann, während sein nur mit Badehose bekleideter Kamerad sich mithilfe seines Chakras auf der Wasseroberfläche abstützte und sich langsam auf diese erhob. "Trainieren, was sonst?", entgegnete der gefragte ganz natürlich. "Kann ich mal?", fragte er schließlich und deutete auf ein neben dem großen Keiler liegendes Handtuch, dass er auch schon bald von Gin zugeworfen bekam. "Die Frage ist viel mehr was du hier tust, Gin. Wieso bist du nicht bei eurem kleinen Sondertraining aus dem nur ich ausgeschlossen bin?", fuhr er fort, wobei er begann sich abzutrocknen. "Akagane hat mich rausgeworfen. Er meinte ich würde mich umbringen wenn ich mit dem Training fortfahre.", erklärte der blonde Shinobi verlegen grinsend und griff sich mit einer Hand an den Hinterkopf. "Du nimmst die Sache einfach nicht ernst genug.", ermahnte ihn Tetsu sogleich. "Ich durfte es wenigstens versuchen.", konterte Gin leicht gehässig, da die Bemerkung seines Freundes ihn wohl härter getroffen hatte als gewollt. Ohne weitere Warnung schoss plötzlich das patschnasse Handtuch zurück auf den Jounin zu, der jedoch relativ problemlos auswich. Das große, müde Wildschwein entkam der feuchten Attacke jedoch nicht so glimpflich und wurde unangenehm am Rücken getroffen, woraufhin es böse knurrte. "'Tschuldigung, Arai.", kam es im Chor, jedoch mit anzweifelbarer Aufrichtigkeit, aus den Mündern der Ninja. Während Tetsu sich langsam über das Wasser hinweg in Richtung des Ufers bequemte ergriff Gin vorsichtig mit zwei Fingern das Handtuch, zog es von Arai herunter und schleuderte es wieder Zu Tetsu, der es mit einer Hand kurz vor seinem Gesicht wieder fing. "Jetzt weißt du was ich hier mache, aber ich noch immer nicht was du bitte am Grund des Sees gemacht hast.", setzte der blonde Mann die Unterhaltung wieder fort. "Sagte ich doch, ich trainiere.", erklärte Tetsu erneut und lehnte sich nun auf der anderen Seite des Keilers an, dem die nasse Gesellschaft wohl nur in geringer Weise zu gefallen schien. "Öhm, und wie?", bohrte Gin nach, dem Tetsus inhaltsfreien Antworten begannen auf die Nerven zu fallen. "Unter Wasser ist der Widerstand größer, deshalb kann ich dort unten meine Schlagkraft besser und Bewegungsabläufe kontrollierter trainieren. Zusätzlich stärkt es auch noch mein Lungenvolumen." "Gar nicht mal so dämlich.", lobte ihn sein Kamerad anerkennend, wobei er eine gewisse Überraschung jedoch nicht verbergen konnte. "Siehst'e mal.", erwiderte Tetsu selbstsicher und nickte zufrieden. "Das ist aber noch nicht alles!", fuhr er nun enthusiastischer fort und blickte mit strahlenden Augen zu seinem Freund. "Damit ich besser unten bleiben kann habe ich an Fußfesseln an Steinen befestigt und versenkt. Sobald ich am Grund bin kette ich mich dann fest." "Du kettest dich am Grund eines Sees fest?", rekapitulierte Gin ungläubig. "Willst du dich umbringen?" "Du hast wohl gedacht ich wäre blöd genug mich selbst zu ersäufen, mein guter Gin, aber ich habe weiter gedacht.", erklärte Tetsu mit überlegenem Lächeln und dem wohligen Gefühl seinen Freund belehren zu können. "Dafür ist ja unser Kamerad Arai hier. Der passt schon auf, dass ich da unten nicht draufgehe, falls ich es aus irgendeinem Grund nicht schaffe die Fesseln zu lösen. Wildschweine sind nämlich ausgezeichnete Schwimmer." Sachte klopfte der junge Mann dem Keiler auf seine Borsten und freute sich an der Überlegenheit seiner Trainingsmethode. "Und wie hätte unser guter Schwimmer die Fußfesseln ohne Hände lösen sollen?", fragte Gin mit relativ neutralem Ton. Ein kurzes Schweigen zwischen den Anwesenden folgte, dass das langsame Rattern in Tetsus Kopf praktisch hörbar machte. "Verdammt, willst du mich umbringen, Arai?", brach es plötzlich aus dem Chuunin hervor, während er feste mit der flachen Hand auf das Tier einschlug. "Mir wär' schon was eingefallen.", brummte das Tier nur und stieß Tetsu, ohne sich zu erheben, gelassen mit seiner Flanke von sich weg. "Ja, beinahe hätte ich dich wirklich für dumm genug gehalten, Tetsu.", sagte Gin trocken. "Aber wirklich nur fast."


8) Forbidden Jutsu - The boar sage attacks! Clash of new techniques!

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Ungeduldig hin und her wippend saß Tetsu, der einen Arm in einer Schlinge am Körper liegen hatte, im Schneidersitz auf einem rundlichen Stein, während unweit von ihm Gin ebenfalls auf einem saß und die unruhigen Bewegungen seines Freundes beobachtete. "Kannst du keine Minute still sitzen?", fragte der blonde Shinobi schließlich, wobei die eigentlich rhetorische Frage einen gewissen Grad an tatsächlichem Interesse beinhaltete, ob es für den Teitai wirklich nicht im Bereich des möglichen lag. "Akagane lässt uns schon ewig warten und hat mir Tai-Jutsu und Krafttraining verboten, ich kann mir nicht helfen.", erklärte der Chuunin genervt und fing noch intensiver an unherzuwippen. "Das hast du dir selbst mit deiner Verletzung eingebrockt.", erklang es plötzlich direkt hinter Tetsu. Wie aus dem Nichts schien Akagane aufgetaucht zu sein und hatte sich zu seinen Schülern gesellt. "Aber...!", wollte sich der überrascht umdrehende Junge sogleich wehren, bekam jedoch zunächst nur einen Stoß mit der flachen Hand gegen die Stirn als Antwort, welcher ihn dank seiner unsicheren Sitzhaltung sofort von dem kleinen Felsen warf. "Nichts aber! Wenn du meinst du müsstest mit tonnenschweren Keilern Ringen, weil du denkst es würde deinem Trainig in irgendeiner Weise helfen, ist das deine eigene Schuld.", erklärte der Sensei energisch, während Tetsu, im Staub liegend, sich mit unzufriedener Miene wieder aufrichtete. "Das kommt davon wenn man hin unbeaufsichtigt trainieren lässt. Er hätte sich übrigens auch fast selbst ertränkt.", warf Gin grinsend ein, was ihm ein böses Funkeln von Tetsu einhandelte. "Du hast es geschafft dich auch unter meiner Aufsicht fast umzubringen, also sei leiber mal ganz ruhig, Gin.", konterte Akagane und spielte damit auf das Training an aus dem Gin vor mehreren Tagen unfreiwillig hinausgeworfen wurde. "Es liess sich einfach nicht vermeiden, dass ihr eine Weile nur mit groben Anweisungen zurechtkommen musstet. Da ich Kin bei den Übungen zum Naturchakra beaufsichtigen musste, blieb mir keine Wahl. Allerdings hat sie inzwischen ein Level erreicht, dass sich mit meinem durchaus messen kann, weshalb von nun an Shukun-sama mit dem fortgeschrittenen Training fortfährt." "Und das bedeutet nun ist es an der Zeit für unser Training?", schlussfolgerte Gin neugierig. "Ganz genau. Und ich habe mit überlegt euch eine besondere Technik beizubringen.", bestätigte der Lehrer die Annahme. Mit geweiteten Augen und ernstem Ausdruck machte Tetsu einen Schritt auf Akagane zu, stellte sich ihm gegenüber und legte ihm die unverletzte Hand auf die Schulter, bevor er begann mit kräftiger Stimme zu sprechen. "Mein Respekt für Sie ist unerwartet noch über die ohnehin schon bisher gigantischen Ausmaße angewachsen, Akagane-Sensei." Leicht angewidert fegte der Jounin die Hand des Teitai von sich herunter und deutete ihm mit einem kleinen Winken an doch bitte wieder einen größeren Abstand aufzubauen. "Ich habe mich bereits entschieden sie euch beizubringen, also kein Grund sich einzuschleimen." "Was für eine Technik ist es?", erkundigte sich Gin indessen und ignorierte den kleinen Austausch zwischen den beiden anderen. "Keine gewöhnliche, so viel kann ich euch versprechen. Aus diesem Grund ist das Jutsu aber auch nur für besondere Umstände oder Notfälle gedacht und sollte auf keinen Fall gedankenlos benutzt werden. Neben vielen Möglichkeiten birgt es auch Gefahren für den Anwender. Nicht umsonst ist es ein Kinjutsu.", antwortete Akagane, woraufhin in Tetsus Blick ein Funkeln auftauchte. "Ich spreche von Kage Bunshin no Jutsu.", fuhr der Sensei fort. "Die Kunst einen echten, vollwertigen Doppelgänger zu erstellen.", fügte Gin an. "Aber ich beherrsche bereits die Technik des Erddoppelgängers, wozu dann dieses Jutsu!?", warf Tetsu verwundert ein. "Ein Erddoppelgänger verfügt grob ausgedrückt nur über ein Zehntel der Kraft des Originals und kann nur Dotonjutsu ausführen. Ähnlich verhält es sich bei allen anderen elementaren Bunshin. Ein Kage Bunshin ist eine Kopie, die deiner eigenen Stärke entspricht und alle deine Jutsu beherrscht.", klärte der blonde Shinobi seinen Teamkameraden auf. "Ganz genau, allerdings ist es nicht ganz so nützlich wie es klingt. Wenn du Kage Bunshin erstellst wird dein Chakra gleichmäßig unter ihnen aufgeteilt und du verlierst mindestens die Hälfte deines gesamten Vorrats.", ergänzte Akagane die Erläuterung. "Natürlich können sie in bestimmten Situationen aber auch sehr praktisch sein und das Überraschungsmoment für den Gegner darf nicht unterschätzt werden. Besonders die Fähigkeit der Kopien unabhängig zu agieren und erhaltene Informationen beim Auflösen auf das Original zu übertragen ist nicht zu verachten.", vervollständigte der Lehrer schließlich die Erklärung. "Das klingt nach einer guten Möglichkeit den Feind mit einer großen Masse zu überrollen." , erkannte Tetsu sofort und schlug mit geballter Faust in seine andere flache Hand. "Wenn es einem an Klasse fehlt...", wurde er sogleich vom grinsenden Gin verspottet. "Anscheinend hast du mir mal wieder nicht zugehört, Hohlkopf.", ermahnte Akagane sogleich seinen braunhaarigen Schüler für seine Aussage. "Jemand mit deinem Chakravorrat kann nicht einfach so die Hälfte davon opfern. Ich bin nur bereit dir die Technik beizubringen, wenn du mir versicherst sie mit Verstand einzusetzen, so schwer es dir auch fallen mag. Gleiches gilt übrigens natürlich auch für dich Gin."

Geschickt duckte sich Tetsu sich unter dem gezielten Tritt Kins weg und formte schnell einige Fingerzeichen. Noch bevor die Kunoichi zu einem Weiteren Angriff nachsetzen konnte brach Fels aus dem Boden hervor, der sich um ihr Bein hinaufschlängelte und sie in der Bewegung einschränkte. Mit einem selbstsicheren Lächeln sprang der mit Drei-Tage-Bart versehene Mann zurück und machte seinem Kollegen Gin Platz für dessen Angriff, der sich bereits in Form einer Flammenwand seinen Weg zur gefangenen Kin machte. Zuversichtlich landete Tetsu neben seinem blonden Kameraden, der gerade den letzten Feuerstoß aus seinem Mund geschossen hatte. Gemeinsam fixierten sie die langsam schwindende rot-gelbe Brandattacke und mussten überrascht feststellen, dass das angestrebte Opfer nicht auch nur leicht angesengt, sondern vollends verschwunden war und eine zerbrochene Steinfessel zurückgelassen hatte. Zeit zur langen Verwunderung blieb jedoch nicht, als die Gegnerin auch schon aus dem Boden herausbrach und Gin sofort mit einem schlag erwischte. Dieser flog ungewöhnlich weit nach oben und verpuffte dort in einer Rauchwolke. Tetsu wich dem darauf folgenden, ihm geltenden Schlag knapp aus, spürte jedoch trotzdem einen heftigen Druck an seinen Kopf und wurde rasant zurückgeworfen, bevor auch er in weißem Rauch verpuffte. Selbst leicht verwundert ihre Hände betrachtend, wandte Kin ihren Blick bald zu den drei Männern die, gemeinsam mit einigen Wildschweinen, beeindruckt das Schauspiel verfolgt hatten. Der aufmerksame Beobachter konnte dabei bemerken wie langsam eine dunkle Pigmentierung um die Augen der Iwa-nin herum verschwand. "Immernoch überzeugt davon, dass du lieber selbst statt dem Kage Bunshin hättest kämpfen sollen?", fragte Akagane den links von ihm sitzenden Tetsu, der mit finsterer Miene die muskulösen Arme vor seiner Brust verschränkt hatte. Mehr als ein unzufriedenes Grummeln war ihm aber nicht zu entlocken. Natürlich hätte ihn ein solcher Schlag nicht außer Gefecht gesetzt und er gerne seine wahren Kräfte mit Kin gemessen, doch musste er sich bei noch so viel Selbstbewusstsein eingestehen, dass die von Kin erlangten Fähigkeiten seine Erwartungen bei weitem übertrafen. Dieses Mal war er sich sicher gewesen sein eigenes Können beim Training im Tal deutlich verbessert zu haben. Eine Auffassung, die Akagane durchaus bestärkt hatte. Doch wenn er wirklich so große Fortschritte gemacht hatte, wie sehr hatte sich dann erst seine Kameradin verbessert? Mit einem glückliches Lächeln blickte die Kunoichi zu den Originalen der besiegten Kage Bunshin herüber, welches der Teitai mit einem selbstsicheren Grinsen erwiderte. Eine grimmige Entschlossenheit breitete sich in dem jungen Shinobi aus. Das würde er nicht so einfach auf sich sitzen lassen.
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Teitai Tetsu

Doro Sennin

Themenstarter Themenstarter

4

Sonntag, 3. Juli 2011, 22:19

Episode 4 - The Path of a Warrior


9) A warrior knows no pain - Protecting the innocent! The growth of Teitai Tetsu!

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Müde schleppte sich eine fast bis zur Unkenntlichkeit in Bandagen gewickelte und von Schienen zu starren Bewegungen verurteilte Gestalt aus der hohen steinernen Pforte des Krankenhauses von Iwagakure. Ein müdes Schnauben war aus den weißen Verbänden heraus zu vernehmen als die bemitleidenswerte Person sich erschöpft auf die Krücke, an welche sie sich mit der linken Hand klammerte, aufstützte. Sowohl der rechte Arm, als auch das rechte Bein standen eingegipst vom Körper ab, was den langen Schatten der Figur, der von der bereits tief stehenden Sonne geworfen wurde, wie eine windschiefe und verunglückte Vogelscheuche anmuten ließ. "Weißt du, ich glaube du hast die Sache mit dem Personenschutz falsch verstanden, Tetsu. Man muss sich nicht immer in die Attacke hineinstellen, sondern darf auch mal versuchen seine zu schützende Person aus dem Weg zu schaffen.", erklang es plötzlich ein Stück entfernt vom Tor, welches aus dem eingezäunten Grundstück des Hospitals hinausführte. "Das ist mein Fachgebiet, Kin, ich bin mir ziemlich sicher, dass man das genau so machen muss.", antwortete der Teitai mit einem kleinen Grinsen und humpelte seiner ehemaligen Teamkameradin entgegen. "Was machst du hier?", erkundigte er sich schließlich und hielt ein Stück weit von der dunkelhaarigen Frau entfernt inne. Diese lehnte sich entspannt gegen einen der Pfosten des Tors und lächelte wohlwollend. "Eigentlich hatte ich vor dich zu besuchen. Meine Mission ist gerade vorüber." "Woher hast du gewusst, dass ich hier bin?" "Bist du hier in letzter Zeit nicht immer? Du solltest ernsthaft mal darüber nachdenken nicht nach jeder Mission hier zu landen." Kin seufzte leise, um folgend Tetsu von oben bis unten zu mustern. Ein kritischer Blick legte sich auf ihr Gesicht. "Du bist doch in keinem Zustand schon hier raus zu kommen. Welcher Arzt hat dich entlassen?", stocherte die Kunoichi bemutternd nach, während sie aufhörte sich anzulehnen und eine aggressivere Körperhaltung einnahm. "Ich hab mich selbst entlassen. Ich war schon zu lange in diesem muffigen Krankenhaus." Ein klatschender Schlag mit der flachen Handfläche gegen die bandagierte Stirn folgte. "Argh, das tut weh.", beschwerte sich der verwundete Shinobi maulend. "Natürlich tut es das. Du hast dich ja auch noch nicht erholt. Eigentlich sollte ich dich sofort zurückschleppen." "Du bist heute aber erschreckend fürsorglich. Fürsorglich und gewalttätig.", entgegnete Tetsu verblüfft und neigte sich vorsichtig ein Stück zurück, um sich vor möglichen weiteren Schlägen zu schützen. "Darf man sich nicht um seine Freund sorgen machen? Seitdem du Tokubetsu Jounin geworden bist scheinst du auf deinen Missionen ständig verletzt zu werden... Man muss auf dich wohl wirklich noch mehr aufpassen als auf Gin." "Das geht jetzt aber zu weit!", beschwerte sich der bärtige Mann entsetzt und stampfte protestierend mit seiner Krücke auf den Boden, wobei er jedoch fast das Gleichgewicht verlor. Schnell eilte Kin zu seiner Hilfe und stützte ihn. "Vielleicht sollten wir uns irgendwo hinsetzen, wenn wir uns unterhalten wollen. Ich bin momentan nicht wirklich gut zu Fuß."
Mühsam begaben sich die beiden zu einer Steinbank unter einem Baum auf dem Grundstück des Krankenhauses, der durch seine grüne Krone aus dem tristen, erdigen Braun Iwagakures hervorstach. "Wie du sehen kannst geht es mir hervorragend, aber wie geht es dir eigentlich so?", erkundigte sich Tetsu mit einem verschmitzten Grinsen. "Ganz gut, auch wenn ich das Gefühl habe, dass es in Tsuchi no Kuni unruhiger wird. In den Randgebieten unseres Landes gibt es immer mehr Verbrechen. Es heißt kriminelle Banden würden sich unter einem Anführer zusammenschließen." "Davon hab' ich auch gehört. Wir vermuten sogar, dass es vielleicht diese Gruppen sind, die es auf das Leben des Beraters des Feudalherren abgesehen haben.", antwortete der Teitai. Kin nickte nachdenklich. "Der Tsuchikage soll übrigens äußerst beeindruckt von deinen Leistungen gewesen sein den Berater zu beschützen. Ich bin erst einige Stunden hier und hab schon davon gehört. Klingt fast so als ob irgendwann in nächster Zeit der Jounin-Rang für dich drin sein könnte." "Du klingst nicht gerade begeistert.", analysierte der einbandagierte die Worte seiner Kameradin verwundert. "Du bringst dich gerne selbst in Gefahr. Und ich nehme mal an wenn du erst Jounin bist willst du Oi-nin werden wie dein Großvater und dein Vater. Am besten gleich noch die gefährlichsten Nuke-nin des Landes jagen. Mir gefällt es schon nicht, dass Gin seine eigenen Teams leitet und auf schwierige Missionen geht. Der hat doch keine Ahnung von dem was er tut.", erklärte Kin und lockerte etwas auf als das Gespräch auf ihren Bruder kam. "Du gehst doch ständig selbst auf die gefährlichsten Missionen.", setzte sich der Iwa-nin zur Wehr. "Ich kann aber auf mich selbst aufpassen und sehe nicht aus ständig aus wie ein mumifizierter Vollidiot.", erwiderte die langhaarige Frau lachend und tippte mit ihrem Zeigefinger mehrmals verspielt auf den Gips an Tetsus rechten Arm. "Wenn du dir schon um uns solche Sorgen machst wie willst du dann ein Genin-Team übernehmen? Das hattest du doch vor, oder nicht?", lenkte der leicht eingeschnappte Tetsu vom Thema ab. "Über die kann ich ja selber wachen. Ihr Holzköpfe zieht ja immer alleine los." "Also steht das jetzt fest?" "Es ist noch nicht absolut sicher, aber wie es aussieht werde ich welche bekommen. Speziell ein Mädchen, dass sich in einer ähnlichen Situation befindet wie Gin und ich es damals waren. Sie hat auch keine Eltern mehr, aber sogar nicht mal mehr Geschwister. Sie ist also ganz allein." Kin pausierte Kurz und bickte hinauf in die Baumkrone über ihnen wo einige Vögel nisteten. "Sie scheint ausgesprochen talentiert zu sein. Ein wahrer Rohdiamant. Die anderen sind auch begabt. Ich glaube das könnte ein tolles Team werden." Ein Lächeln bildete sich auf Tetsus Gesicht, als er die Vorfreude auf dem Gesicht seines ehemaligen Teammitgliedes sah. "Du als Sensei, also irgendwie kann ich mir das nicht so ganz vorstellen." Ein schmerzhafter Schlag gegen Tetsus Hinterkopf folgte. "Was soll das denn bitte bedeuten?", entrüstete sich die Frau empört. "Ach nichts, ich hab mich wohl getäuscht. Den Schlag hast du auf jeden Fall schon super drauf." Beide teilten sich ein Lachen, während die rotglühende Sonne begann langsam hinter den Bergen, die Iwagakure beschützten, zu verschwinden.


10) Inheritance of will - Gin the master and Kumokirimaru the spider killer!

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"Und was zum Teufel soll das bitte sein?", fragte Gin mit einer Mischung aus Entsetzen und Neugier, während er vorsichtig um eine seltsame, mannshohe Felssäule, die auf eigenartige Art Behauen war, herumschlich. "Na das Geschenk für den Tsuchikage von dem ich dir erzählt habe. Was soll es denn sonst bitte sein?", fragte Tetsu empört, wobei er sich gegen den Türrahmen lehnte, der von der Wohnung der Teitai hinaus auf ihre Steinterrasse führte. "Ist das denn schon fertig?", fuhr der blonde Shinobi mit der irritierten Befragung fort, nie die Augen von dem Gebilde lassend. "Schon? Ich hab Wochen daran gearbeitet. Jeder Schlag mit dem Meißel war wohlüberlegt und basierte auf vorausschauender Planung. Das ist mein Meisterwerk!" Mit einem zustimmenden Grummeln pflichtete Tetsus Großvater, der zusammengesunken auf einer Bank saß und im Sonnenlicht badend fast wie schlafend gewirkt hatte, seinem Enkel bei. "Und was genau stellt es dar?" "Na den Weg des Shinobi unsres Dorfes, ankämpfend gegen alle Widrigkeiten und jedes Hindernis überwindend. Den Mut, die Überzeugung und die Ideale!" Ein Grummeln ertönte. "Ich verstehe...", sagte Gin mit offensichtlich herausklingendem Unverständnis. Sanft strich er mit seinem Zeigefinger über einer der schroffen Kanten des Kunstwerks und wurde sofort bellend ermahnt. "Fass das bitte nicht an! Die kleinste Änderung Zerstört die Integrität der Installation." Grummeln von der Bank. "Jetzt ist es also bereits eine Installation?" "Selbstverständlich. Siehst du nicht die auf dem Boden platzierten Elemente in deiner Umgebung?" Verwundert blickte Gin um sich herum und musterte sein Umfeld. "Meinst du die Felsbrocken auf dem Boden? Ich dachte das wären Reste.", fragte er nun völlig ungläubig. "Felsbrocken?! Sieh die Bedeutung hinter den Dingen, Gin!" "Ich versuch es ja...", erwiderte dieser entmutigt und tippelte nun extra vorsichtig zwischen den Steinen am Boden, die ja wie er nun wusste integraler Bestandteil der Installation waren, von der Säule weg. "Und wie willst du das dem Kage überreichen? Ich mein das kannst du ihm ja schlecht ins Büro stellen." "Genau das ist der Plan.", korrigierte Tetsu seinen Freund und ging kurz in die Wohnung um mit einer großen Schriftrolle wieder aufzutauchen, die er sogleich entfaltete. Auf ihr war mit überraschender Genauigkeit die Position jedes einzelnen Steinchens in Relation zur zentralen Säule vermerkt. Ein mitleidiger Blick festigte sich auf Gins Gesicht. "Dir war langweilig, weil du während deines Oi-nin Trainings nicht auf Missionen gehen konntest, oder?" "Unsinn!", verteidigte sich Tetsu wenig überzeugend und wimmelte seinen Freund schnell ab. Dieser ließ seinen Blick über die Terrasse schweifen. "Sag mal denkst du ich könnte es auch mal versuchen?" "Was versuchen?", erkundigte sich Tetsu misstrauisch. "Ein kleines Kunstwerk." "Ein kleines Kunstwerk.", äffte der Teitai seinen Kameraden lachend nach und drehte sich mit einem überheblichen Blick zu seinem Großvater, der amüsiert schnaubte. "Ja, wieso nicht?", wehrte sich Gin und schaute zu einigen Steinblöcken etwas weiter entfernt. "Das sind keine deiner Arbeiten, oder?" "Was redest du schon wieder für einen Unsinn? Das sind nur Felsen." "Natürich.", bestätigte Gin die Aussage und begab sich zwischen den auf den Boden zerstreuten Steinen tänzelnd zu den Blöcken. Elegant löste er eine kurze Klinge von seinem Gürtel, wirbelte sie in die Luft und fing sie wieder auf. Tetsu und sein Großvater Totan tauschten Blicke, die alles über ihre abwertende Haltung verrieten. Sie richteten ihre Aufmerksamkeit jedoch wieder auf den blonden Ninja als dieser ein blaues Leuchten um sein Tanto erschienen ließ und begann mithilfe von Windchakra große Brocken aus dem Felsen zu lösen und das Stück Stein zu bearbeiten. Mit wilden Schwüngen wurden große Teile abgeschlagen. Schnell wurde der Brocken auf eine schmale Säule dezimiert, deren Form ohne jedwedes ersichtliches Konzept entstanden zu sein schien. Leicht erschöpft trat Gin nach einer Weile von seinem Werk zurück und drehte sich zu den beiden Beobachtern deren Augen weit aufgerissen und Münder offen waren. "So schlecht?", fragte der Iwa-nin enttäuscht und steckte sein Werkzeug wieder an seinen Gürtel. "Das ist also das Ausmaß eines wahren Genies...", flüsterte Totan, der sich inzwischen erhoben hatte, völlig überwältigt und studierte die Statue genau. "Unglaublich. In so kurzer Zeit...", fügte Tetsu in ehrfürchtigem Ton hinzu. "Hey, ich hab doch nur ein wenig rumgehackt." Deprimiert kam der bärtige Mann zu einer erschreckenden Erkenntnis. "Meine Arbeit ist vollkommen wertlos." "Jetzt mach aber mal halblang!", beschwichtigte Gin. "Deines ist doch viel besser." Langsam ging Tetsu auf sein Werk zu, würdigte der Säule jedoch keines Blickes mehr. Mit einem kraftvollen Schlag zerteilte er das Gebilde in zwei. Erschrocken rang Gin um Worte. "Ja... ähm, das ist doch schon viel besser. Jetzt ist deines wieder das tollere!", versuchte er seinen Freund aufzuheitern und seine Handlungen zu deuten. "Verspotte mich nicht auch noch!" "Du hast das richtige getan, Tetsu.", bestätigte Totan seinen Enkel. "Und was war das richtige?", fragte der verwirrte blonde Shinobi vorsichtig. "Diese Anmaßung musste zerstört werden. Ich dachte ich könnte den wahren Geist unseres Dorfes mit meinen jämmerlichen Werk einfangen. Du hast mir gezeigt wie weit ich noch von einem wahren Meister entfernt bin..." "Hab ich das? Ich bin mir ja nicht mal sicher was ich da getan habe." "Ein Naturtalent.", kommentierte Totan die Situation. "So hab ich das auch wieder nicht gemeint." "Aber so leicht gebe ich mich deinem von Geburt an geschenktem Talent nicht hin! Ich werde doppelt so hart arbeiten und etwas schaffen, das deinem gleicht. Nein, das deines übertrifft!" Entschlossen formte Tetsu seine Hände zu Fäusten und drehte sich zu Gin. "Von Heute an erkenne ich dich als meinen Rivalen an! Deine im Vergleich zu deiner Schwester lächerlichen Leistungen im Ninjutsu sind nun vergessen, denn jetzt habe ich deine wahre Stärke erkannt. Deine Kreativität und dein handwerkliches Geschick sind mir vielleicht überlegen und das Material gibt sich dir hin wie einem wahren Meister, aber noch gebe ich mich nicht geschlagen." Ein verständnisvolles Grummeln erklang. "Joa, tu das...", antwortete Gin inzwischen vollkommen aus dem Konzept gebracht. "Aber ich glaub ich geh jetzt mal fürs erste und lasse deine Künstlerseele sich frei entfalten oder was du auch immer hier so tust."
Gerade wollte er langsam durch die Tür verschwinden, seinen Blick zur Vorsicht nach hinten auf den bärtigen Freund gebannt, welcher ihn durch sein seltsames Verhalten ein wenig einschüchterte, als der blonde Iwa-nin gegen etwas großes und massives stieß. Es war kein anderer als Hagane, Tetsus Vater. "Ich habe wichtige Neuigkeiten.", verkündete dieser im ernsten Ton ohne viel Zeit für große Begrüßungsfloskeln zu verschwenden. Bevor er jedoch seine Botschaft an die Anwesenden verkünden konnte fiel ihm Gins Arbeit ins Auge. "Oh mein Gott, wer hat dieses Kunstwerk erschaffen." Kurze Stille folgte, bis schließlich der Blondschopf schüchtern meldete. "Ich glaub das war ich." "Gin? Und ich hielt dich immer für oberflächlich und ein wenig langsam. Nichts für ungut." Der Jounin verkniff sich eine bissige Antwort, denn langsam begannen die Teitais und ihre einstimmige, sowie fanatische Begeisterung für ein wenig zerhauenen Fels ihn zu ängstigen. "Was ist die wichtige Nachricht?", fragte er schnell um von dem Wahnsinn abzulenken. "Achja, ich war beim Tsuchikage um mit ihm über Tetsus Zukunft zu reden." Neugierig blickten die versammelten zum hochgewachsenen Hagane. "Er ist zufrieden mit deinen Fortschritten und wird dich wohl recht bald zum Oi-nin ernennen." Nun wandte er sich mit seinen Worten direkt an seinen Sohn. "Zu diesem Anlass habe ich ihn auch gefragt ob er zustimmt dir eine wichtige Verantwortung zu übertragen." Spannung lag in der Luft und Gin blickte erwartungsvoll zu seinem Freund, der inzwischen seine Niederlage in den feinen Künsten schon wieder vergessen zu haben schien. "Und das hat er. Vom heutigen Tage an bist du der Träger von Kumokirimaru. Dein Großvater stimmt ebenfalls zu." Es grummelte. "Der Spinnentöter? Die Klinge, die jeden findet, den sie geschnitten hat? Das ist ja Wahnsinn Tetsu!" Freudig ging Gin zu seinem Freund hinüber und klopfte ihm enthusiastisch auf die Schulter. Dieser schien überwältigt und schritt langsam hinüber zu seinem Vater, der das Schwert von seinem Gürtel löste. Es hatte ihm lange gedient und vor vielen Jahren hatte er es von seinem eigenen Vater überreicht bekommen. Ehrfürchtig öffnete der junge Teitai beide Hände für die Waffe, woraufhin sein Vater diese in die Handflächen seines Sohnes legte. Einen Moment hielt Tetsu inne, zog dann aber mit einer Hand die Klinge aus ihrer Scheide. "Finde ihn, Kumokirimaru.", flüsterte Tetsu, der die Worte zur Aktivierung des dem Schwert innewohnenden Jutsu schon seit langer Zeit kannte. Sofort spürte der Iwa-nin einen leichten Zug der Klinge Richtung Osten. Aufgeregt ließ er seinen lockeren Arm folgen, bis die Spitze sich schließlich ausgerichtet hatte und im Nordosten zum Halt kam. "Das wird dein erstes Ziel sein, sobald du offiziell Oi-nin wirst. Mir ist der Kerl entkommen, also wirst du das für mich zu Ende bringen." Mit einem euphorischen Grinsen schaute Tetsu abwechselnd zu seinem Vater und wieder zurück in die Richtung in die seine neue Waffe zeigte. "Die drei Speere Tonbogiri, Nihongo und Otegine gehören natürlich auch dazu.", erklang es von Totan, der seinem Enkel eine Schriftrolle überreichte. "Nutze diese Waffen so wir zuvor und bekämpfe mit ihnen die Feinde Iwagakures." "Nicht schlecht, Tetsu.", gratulierte Gin freudig. "Das müssen wir feiern!" "Stimmt!", bestätigte ihn Hagane und klopfte den beiden jungen Shinobi überschwänglich auf die Rücken. "Aber zuvor musst du mir unbedingt mehr über deine Arbeit erzählen." Leicht gewaltsam drängte der massive Oi-nin den blonden Mann zu dessen Felssäule. "Oh ja, ich will mehr über den Gedankenprozess erfahren.", fügte Totan hinzu. "Das ist meine Chance die Technik eines Meisters zu studieren.", stellte Tetsu erfreut fest und steckte seine neue Waffe, nun wieder völlig von der Kunst eingenommen, weg. Ein Ausdruck des Grauens bildete sich auf Gins Gesicht.


11) Big game hunting - The piglet and the lion cub! Following the trail of a crime!

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Durch den dünnen Schlitz einer knochenweißen, einfachen Oi-nin Maske folgte ein dunkles Auge der Ausrichtung einer im Abendlicht rot schimmernden Klinge. Beständig glitt der Blick über das polierte Metall und dessen Spitze hinweg hinaus in ein bewaldetes Tal in dem sich wie versteckt an einem schmalen Pfad ein kleines Gasthaus befand. Nur durch den aufsteigenden Rauch aus den Kaminen war es auch für jene aus der Ferne zu erkennen, die nicht wussten wo es sich befand. Dem äußerlichen Anschein nach war es nicht mehr als eine Möglichkeit für Reisende, die sich nach einer langen Wanderschaft nach Essen und Unterkunft sehnten, eben jenes zu finden. Wäre es nicht mehr als dies gewesen so hätte auch Teitai Tetsu, der sich schon seit Tagen auf entbehrungsreichen Marsch befand, einen guten Unterschlupf geboten, doch war der Oi-nin auf der Jagd und sein Ziel befand sich an genau diesem heimelichen Örtchen. "Lass ihn ziehn, Kumokirimaru.", flüsterte der Mann leise hinter seiner Maske und steckte das Schwert wieder weg. Die Waffe hatte ihm genug gedient. Von jetzt an war keine langwierige Verfolgung mehr nötig. Sein Opfer schien zu glauben den hartnäckigen Oi-nin abgeschüttelt zu haben. Ein bald sehr schmerzhafter Irrtum. Wer ein Mal von Kumokirimaru geschnitten wurde konnte sich vor dem unablässigen Jäger nicht mehr verstecken. Man konnte nur versuchen zu rennen. Nicht das dies bisher für irgendwen jemals auf lange Sicht erfolgreich gewesen wäre.
Im Gebäude prasselte indes ein kleines Feuerchen, das den Aufenthaltsraum ein eine behagliche Wärme tauchte. Trotzdem war keine angenehme Atmosphäre zu verspüren. Eine bedrückte Stimmung lag über dem Haus, welches von einigen unliebsamen Gästen praktisch übernommen worden war. Der Anführer der Bande war ein robuster Mann namens Akujin. Ein ehemaliger Jounin Iwagakures, der sich den Verführungen eines gut bezahlten Lebens als Shinobi ohne jegliche moralische Beschränkungen hingegeben hatte. Eine Beschäftigung, die ihn schließlich zu jenem Verbrechersyndikat geführt hatte, welches inzwischen die Kriminalität im gesamten Land organisierte. Selbstverständlich blieb ein solches Verhalten nicht unbemerkt und so befand er sich nun auf der Flucht vor dem langen Arm seines Heimatdorfes. Trotz dieser unangenehmen Umstände ließ der Nuke-nin es sich gut gehen und nutzte die Abgeschiedenheit seines Versteckes aus um die Betreiber als die persönlichen Bediensteten für sich und seine kleine Gruppe von ehemaligen Shinobi zu verpflichten. Nicht gerade ein auserlesener Trupp beeindruckender Talente, jedoch genug um einigen einfachen Leuten eine Menge Ärger zu machen. "Mehr Sake!", schrie Akujin bedrohlich durch den Raum woraufhin ein älterer, kleiner Herr sofort loshuschte um dem Befehl Gehorsam zu leisten. "Renn' schneller du kleiner Wicht.", brüllte er dem Mann noch hinterher woraufhin er in ein selbstzufriedenes Lachen ausbrach, in welches sein Gefolge sofort begann schleimig einzustimmen. "So kann man es sich gut gehen lassen.", seufzte der schwarzhaarige Akujin zufrieden während er sich in seinem großen Sessel die Wampe kratzte und der alte Herr mit neuem Sake zu ihm hereilte. Gebieterisch hielt der Nuke-nin sein Gefäß hin um seinen Nachschub zu erhalten. "Mach schon, alter.", knurrte er den Wirt rüde an, als dieser nervös versuchte einzuschenken. Von den Angriffen des Verbrechers noch mehr eingeschüchtert machte sich ein ausgeprägtes Zittern bei dem Herrn bemerkbar. Ungeschickt verschüttete er etwas von dem Getränk über die große Hand seines Gastes. "Verdammter Mistkerl!", empörte sich dieser sofort übermäßig und holte zu einem Schlag mit seiner Rückhand aus, vor dem sich der kleine Mann zusammenkauernd zu schützen versuchte. Bevor es jedoch zum Kontakt von alten brüchigen Knochen und unerbärmlichen Handrücken kam erregte etwas anderes die Aufmerksamkeit Akujins. Urplötzlich kam aus dem Flur, der zum Aufenthaltsraum führte, ein Mann geflogen, der krachend in die gegenüberliegende, mit Holz verkleidete Wand einschlug. "Was zum...", raunte der Nuke-nin verwirrt und ließ seine Hand langsam sinken, während seine nervöseren Begleiter sogleich aufgeschreckt seine Nähe suchten und eine kampfbereite Pose einnahmen. Neben dem Prasseln des Kaminfeuers waren nur noch die schweren Schritte der Person zu vernehmen, die offenbar zuvor den überraschenden Besuch des fliegenden Mannes ermöglicht hatte. Die Luft schien sich im stillen Raum mit einem Messer schneiden zu lassen als endlich ein maskierter Mann mit einem großen Kampfstab eintrat. Erschrocken hoben sich Akujins buschige Augenbrauen. "Eine kleine, einsame Wache? Ich dachte ich hätte einen wenig bleibenderen Eindruck hinterlassen.", äußerte Tetsu sich belustigt und deutete mit seinem Stab auf Akujins Gesicht, auf welchem sich eine recht frische Narbe befand. "Du hast mich doch wohl noch nicht vergessen, oder?" "Ganz bestimmt nicht!", brüllte der Nuke-nin aufgebracht. "Du wirst für die Wunden, die du mir zugefügt hast bezahlen, Teitai Tetsu!" Entspannt nahm der Oi-nin die Maske von seinem Gesicht und warf sie zur Seite. "Wenn du hier meinen Namen rumposaunst habe ich dafür wohl nicht mehr viel Verwendung." "Glaub nicht es wird dieses mal wie bei unserer letzten Begegnung verlaufen. Dieses Mal sind meine Männer bei mir!" Tetsu musterte die drei angesprochenen Männer an Akujins Seite kritisch. "Sind die alle so wie der?", fragte er überheblich und deutete auf den vierten an der Wand. "Unterschätze uns nicht, Mistkerl.", schrie einer der Handlanger wütend. "Keine Sorge, ich werd' mich schon nicht zurückhalten. Ihr bekommt das volle Paket Schmerz.", richtete sich der Teitai drohend an den Aufmüpfigen. "Lasst euch nicht einschüchtern er ist allein und wir zu viert.", beschwichtigte der Nuke sein Gefolge. "Achja, was das betrifft...", leitete Tetsu eine Antwort ein, als Plötzlich durch die Wand hinter den Verbrechern eine in Stein gehüllte Gestalt brach. Begleitet von umherfliegenden Trümmern stürzte diese sich auf einen der Männer nieder und begrub ihn unter sich. Der Rest der Bande verteilte sich im Raum und entkam der Attacke. "Zwei erledigt-", begann Tetsu am Flur einen Satz, den die Gestalt, deren steinerne Rüstung begann abzubröckeln und einen weiteren Tetsu offenbarte, mit "drei noch zu erledigen." beendete. "Suiton sind verschwendete Mühe. Benutzt Raiton und bleibt wenn es geht auf Distanz.", bellte Akujin den verbliebenen Kameraden Befehle zu. Schnell folgte einer der beiden Männer den Anweisungen und feuerte nach einer kurzen Reihe Fingerzeichen einen Blitz aus seiner Hand in Richtung des eben hereingebrochenen Tetsu. Dieser wich der Attacke recht mühelos aus und begann die Distanz zwischen sich und dem Angreifer zu überwinden. Mit beeindruckender Geschwindigkeit raste er auf den abtrünnigen Shinobi zu, der jedoch vor einem schmerzhaften Schlag durch das Eingreifen Akujins gerettet wurde, welcher einen Tisch auf Tetsu schleuderte. Schnell bildete dieser eine Schicht aus Stein um seine Hand und zerschlug das heransausende Möbelstück mühelos. Im Schatten des Wurfgeschosses hatte sich jedoch bereits der zweite Helfer aufgemacht und war mit einer von Raitonblitzen umgebenen Faust nur wenige Schritte von dem Oi-nin entfernt. 'Die beiden Helferlein, die ich nicht ausgeschaltet habe, beherrschen natürlich wie Akujin Raiton. Dann heißt es wohl Taijutsu für mich Gückspilz.' Das Teamwork der zusammgewürfelten Bande wäre schon fast beeindruckend gewesen hätte der Teitai nicht zuvor bereits zwei von ihnen mit solcher Leichtigkeit übertölpeln können. Als über den ersten Tetsu der zweite mit einem mächtigen Tritt hinwegsauste und den angreifenden Gegner von seinem Kage Bunshin fernhielt lernten seine Gegner auch seine Abstimmung mit den eigenen Kopien nicht zu unterschätzen. Krachend wurde der Nuke-nin in eine Sitzgruppe befördert, welche zusammenbrach, rappelte sich jedoch zu Akujins Freude wieder auf. "Kommt schon, ihr seid immernoch in der Überzahl. Ist das denn schon alles?" Provoziert ließ der schwarzhaarige Verbrecher einen Kampfschrei vernehmen und begann auf Tetsu zuzustürmen. Vereint begann jedoch das Original mit seiner Kopie Fingerzeichen zu formen. So entstand zunächst ein reißender Strom aus Schlamm im Raum, über welchen Akujin hinwegsprang, doch einen seiner Helfer von den Füßen riss, während der zweite ebenfalls entkam. Der sich folgend erhebende Drachenkopf, welcher zahlreiche schlammige Geschosse abfeuerte zeigte sich gegen den zweiten Handlanger hingegen als effektivere Methode. Aus der Luft gerissen wurde dieser gegen eine Wand geschleudert. Eilig formte der Kage Bunshin sofort weitere Fingerzeichen wodurch der die beiden Helfer umgebende Schlamm sich verhärtete und ihre Bewegungen einschränkte. Akujin selbst war unbeeindruckt, denn eine um ihn entstandene Sphäre aus Blitzen machte die Schlammgeschosse nutzlos. Den Boden zerschmetternd kam der große Nuke-nin vor dem originalen Tetsu kurz zum stehen, bevor er von Blitzen geschützt einen geradlinigen Angriff auf den Oi-nin machte. Mit Mühe entkam er dem Ansturm und rollte sich zur Seite ab, dabei bereits die Vorbereitungen für ein weiteres Jutsu treffend. Gerade als Akujin sich wieder umgedreht hatte um die nächste Attacke einzuleiten schossen mehrere Ketten aus dem Boden an deren Enden sich Fesseln befanden, welche sich sogleich um Hand- und Fußgelenke des Abtrünnigen legten und ihn an Ort und Stelle festsetzten. Angriffsbereit sauste der Kage Bunshin des Iwa-nin los um den durch ein Genjutsu gefesselten zu überwältigen. Gerade als er zum Schlag mit dem Kampfstab ausholte zischte jedoch ein Shuriken von hinter ihm auf Akujin zu und Schnitt diesen im Vorbeifliegen leicht in den Arm. Wegen dem Schmerz von der Illsuion befreit beschwörte dieser eilig eine überdimensionale Streitaxt, entschlossen die Attacke des Bunshin zu kontern. Dieser versuchte noch seinen Bo mit einer schützenden Steinschicht zu belegen und den Streich der massiven Waffe abzublocken, doch hielt seine Verteidigung nicht stand und die inzwischen von Raitonchakra umgebene Axt schnitt durch Stab und Bunshin gleichermaßen. Mit einem kurzen "Verdammt!" kommentierte der Oi-nin den Zwischenfall und blickte zum Gefolge seines Gegners. Der gegen die Wand geschleuderte und vom Schlamm dort festgehaltene Mann schien immernoch bewusstlos, doch hatte sich der andere von seinem erdenen Gefängnis mithilfe des Blitzelements befreit und seinen Kameraden durch den das Genjutsu brechende Shurikenwurf gerettet. Leider blieb Tetsu aber nicht viel Zeit den Verlust der Hälfte seines Chakras nachzutrauern, denn Akujin war bereits mit seiner Axt gefährlich schwingend näher gekommen. Ein Ausfallschritt gefolgt von seinem beherzten Sprung befördete Tetsu weg vom scharfen Tötungsutensil in den Händen seines Feindes und hin zur zuvor durch den Kage-Bunshin erschaffenen Öffnung in der Wand. Beherzt strich der Oi-nin die untere Spitze seines Kampfstabes durch den am Boden liegenden Staub und erschuf durch ein Ninjutsu eine den Raum erfüllende Wolke, die seinen Rückzug deckte. Als diese sich legte war der Mann verschwunden. "Das ist unsere Chance den verdammten Mistkerl loszuwerden!", knurrte Akujin zu seinem verbliebenen Gehilfen. Bereitwillig nahm dieser mit seinem Boss die Verfolgung in den Wald hinein auf.
Durch jenen eilte bereits der Teitai von Ast zu Ast. Er war nicht besonders versessen darauf keine Spur zu hinterlassen, denn er legte es darauf an verfolgt zu werden. Zwar hatte er es bevorzugt sich fürs Erste zurückzuziehen, aber diesen Kampf wollte er noch heute beenden. Seine Doton-Jutsu hatten sich als deutlich weniger effektiv als sonst herausgestellt und Genjutsu schienen ebenfalls außer Frage solang sich der Feind in der Überzahl befand. Um mehrere Gegner in einer Illusion zu fangen brauchte es mehr Talent als Tetsu besaß. Grundsätzlich wäre die Konfrontation im Taijutsu kein Problem gewesen, doch machte dem Oi-nin die durch Raiton verstärkte Waffe sorgen. Zwar war der Mann aus Iwa von seinen Fähigkeiten genug überzeugt um sich Akujin im Nahkampf selbst unter diesen Umständen zu stellen, doch nicht während der Deckung durch eine zweite Person bekam. Ein weiterer Kage Bunshin um den Handlanger zu beschäftigen schien ausgeschlossen, hierfür fehlte das Chakra. Die Alternative aus Erde schien bei dem überlegenen Element Raiton auch keine Option. Ein laut gebrülltes "Tetsu!" riss ihn jedoch aus seinen Überlegungen. Akujins Geschwindigkeit war nicht zu unterschätzen und er begann aufzuholen. 'Er scheint seine Deckung für die Geschwindigkeit zu vernachlässigen.', stellte der Oi-nin fest, als er einen Blick zurück über die Schulter warf. 'Das könnte meine Chance sein!' Eilig legte der Teitai noch an Geschwindigkeit zu. Nicht umsonst war er als einer der schnellsten, wenn nicht gar der schnellste, Shinobi seines Dorfes bekannt. Dabei achtete er jedoch darauf Akujin bei der wilden Verfolgungsjagd durch die Bäume nicht abzuschütteln. "Du kannst mir nicht entkommen, Teitai Tetsu!", schrie der Verbrecher außer sich und dabei mit der Axt schlagbereit. "Hab' ich auch gar nicht vor.", erwiderte Tetsu halblaut mehr für sich selbst und kam plötzlich auf einem Ast zum halt. Flink drehte er sich um und schnippte mit einer Hand, während er begann auf Akujin zuzustürmen. Dieser wollte mit seiner großen Waffe den Umkehrenden in zwei Teile spalten als der Klang des Schnippen seine Ohren erreichte. Statt dem leisen Geräusch vernahm er jedoch mithilfe eines Genjutsu ein ohrenbetäubendes Knallen. Durch das Getöse irritiert verfehlte sein Schlag den Oi-nin, der an Akujin vorbeisauste. Erst jetzt erkannte der Geflogsmann, welcher in einigem Abstand hinterherhetzte, dass diese Aktion ihm galt. Nervös versuchte dieser noch einige Fingerzeichen hervorzuhetzen, doch wurde seine Abfolge durch einen gegen die Hände geschleuderten Bo untebrochen. Dem metallenen Stab folgte bald schon ein laut ausgerufenes "Tekkousen!" und Tetsus Faust, welche er dem Gegner erbarmungslos in den Magen rammte. Von der Wucht des Treffers von den Füßen gerissen wurde der Mann in den nächsten Baum geschleudert und fiel folgend durch das Atswerk bewusstlos zu Boden. Diesen Triumph nicht lange genießend wandte sich der Iwa-nin schnell wieder zurück und sah wie erwartet bereits wieder die große Axt seines Feindes auf sich zusausen. Ein schnelles Ducken rettete Tetsu davor das Schicksal mit dem über seinem Kopf nun abgehackten Baum zu teilen. Dem konternden Fußfeger des Teitai entkam der Nuke-nin und landete auf dem Waldboden. "Dein Bo ist hier unten bei mir. Komm und hol ihn dir doch.", reizte der Verbrecher seinen Jäger und stieß den neben sich liegenden Stab mit seinem Fuß seicht an. "Willst du wirklich, dass ich zu dir runterkomme? Du hast schon gesehen was mit deinen kleinen Freunden passiert ist, oder?" "Und ob ich das will!", brüllte der schwarzhaarige inbrünstig und durcheilte den Stamm des Baumes auf dem Tetsu sich befand mit einem Streich. Noch in der Luft löste Tetsu ein Siegel an seinem Arm und rief in einer kleinen weißen Rauchwolke ein übergroßes Shuriken herbei. Elegant landete er auf dem Boden und schleuderte das Wurfgeschoss auf den bereits angreifenden Gegner, während hinter ihm der Baum ebenfalls krachend aufkam. Unbeeindruckt schlug Akujin die Waffe mit einem sauberen Schnitt in zwei und die beiden Hälften kamen hinter ihm auf dem Boden auf. Trotz des weiteren Ansturms wich Tetsu jedoch nicht aus sondern riss mit einem entschlossenen Ruck an einem Stück Draht, welches am Shuriken befestigt war. Erleichtert sah er wie eine der Hälften von hinten auf den Nuke-nin zuflog. Die Verbindung zum Shuriken war nicht durchtrennt worden und hielt trotz der Halbierung. Mit einem dumpfen Klonk traf die Stumpfe Seite der kaputten Waffe den Abtrünnigen am Hinterkopf. Obwohl ein solcher Treffer den robusten Feind nicht auszuschalten vermochte lieferte es genug Ablenkung für den Teitai, um sich unter dem nun tollpatschigen Angriff Akujins hinweg zu ducken. Jetzt stand er direkt vor seinem Feind. Es blieb kein Platz für ein weites Ausholen, um mit einem kraftvollen Schwinger zuzuschlagen. Aber auch hierfür war der Taijutsu-Experte gewappnet. "Sokushi!", rief Tetsu laut und rammte aus kürzester Distanz seine Faust in den Bauch seines Kontrahenten. Dieser wurde trotz der augenscheinlich schwachen Natur der Attacke zurückgeworfen und ließ dabei seine Axt aus den Händen gleiten. Einige Meter weiter schlug er unsanft auf dem Boden auf und schnappte angestrengt nach Luft. Bevor er sich jedoch wieder fangen konnte stand bereits Tetsu über ihm, die Kinge seines Schwertes an den Hals der Verbrechers haltend. "Genug gespielt, Akujin.", unterbrach er den Versuch seines Gegners sich noch ein Mal aufzurappeln und stellte ihm seinen Fuß auf die Brust. "Wo ist der Mann, den man den Löwen nennt?", fragte er knapp. "Ich hab keine Ahnun-", setzte der Gefangene zur Antwort an, wurde jedoch mit einem Schlag der flachen Seite des Schwertes ins Gesicht aufgehalten. "Das klingt zwar wie ein Klischee, aber glaub mir wenn ich dir sage wir können das auf die schnelle oder die schmerzhafte Art regeln." Der Ton des Mannes ließ keinen Zweifel an seinem Ernst. "Er ist gar nicht mehr im Land. Seit Wochen schon.", beantwortete Akujin die Frage. "Er leitet die Organisation nun von außerhalb, wo ihr ihn nicht belangen könnt." Ein verwunderter Blick zeigte sich auf Tetsus Gesicht."Ihr hattet keine Ahnung, oder? Jagd ihm hier hinterher wie einem Gespenst, während er es sich schon lange im Ausland gut gehen lässt. Der ist zu schlau für euch kleine Wald- und Wiesenninja.", lachte der Verbrecher überheblich auf. "Er war dumm genug zuzulassen, dass du es weißt und ausplaudern kannst." Seinen Worten ließ der Teitai einen schnellen Schlag folgen, der den rundlichen Mann in die Welt der Träume schickte.

"Das wird wohl nicht für die Reparaturen reichen, aber besser als von den Mitkerlen umgebracht zu werden, sobald Sie für sie nicht mehr von Nutzen sind.", kommentierte Tetsu die Übergabe der Geldbeutel seiner besiegten Feinde an den Gastwirt, der diese dankend annahm. "Ich werd' im Dorf angeben, dass sie bei der Festnahme geholfen haben, dann erhalten Sie einen Teil des ausgeschriebenen Kopfgeldes. Das sollte wenigstens für das gröbste aufkommen. Dickerchen ist nämlich wertvoller als er aussieht." Beherzt schlug der Oi-nin den auf dem Rücken eines Wildschweines liegenden, fest verschnürten Akujin auf das Hinterteil. Dieser ächzte erschöpft. "Wir machen uns dann auf.", sagte der bärtige Shinobi und erhob die Hand zum Abschied, woraufhin sich zwei Wildschweine mit den jeweils auf ihnen liegenden zwei Männern in Bewegung setzten. Den letzten der Übeltäter trug Tetsu selbst über der Schulter. "Wenn Sie das nächste mal Ärger haben entscheiden Sie sich für Iwagakure. Wir erledigen den Job."

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Teitai Tetsu

Doro Sennin

Themenstarter Themenstarter

5

Samstag, 20. August 2011, 14:20

Episode 5 - In search of Peace


12) The battle of a thousand shadows - The death of a legend! Team Akagane facing off against the elite of Konoha!


12

Schwer keuchend versuchte Shukun sich wieder aufzurappeln. Die letzte Attacke seines Gegners hatte ihm heftig zugesetzt. Eine tiefe Wunde klaffte in seiner Flanke und er konnte spüren, dass er sich von diesem Kampf nicht wieder erholen würde. Es würde sein letzter sein, doch hatte er noch nicht aufgegeben. Selbst wenn dies das Ende war hatte er nicht vor seinen Feind davonkommen zu lassen. Die Beine des großen Wildschweins waren müde geworden und nur noch unter größter Anstrengung konnte sich das riesenhafte Wesen wieder aufrichten. "Verdammter, gehörnter Bastard.", kleffte er mit seinem tiefen Bass dem ebenso gigantischen Feind entgegen. Shin Konoha, der Feind Iwagakures und aller freien Dörfer, hatte unter großem Aufwand Keiteki das Nashorn in die Wälder des Feuerreiches beschworen. Höchstwahrscheinlich war es hier um Shukun zu beschäftigen, während sich andere um Akagane kümmerten. Schon früh nach dem Ausbruch des Krieges hatten die feindlichen Mächte angefangen es auf den legendären Shinobi abzusehen. Heute wollten sie diese Jagd beenden. "Du stirbst nun!", schnaubte Keitikei siegessicher und stürmte auf Shukun zu. Von dem Widerstand der im Weg stehenden Bäume des Waldes unbeeindruckt, wälzte er diese problemlos um. Dem großen Wildschwein fehlte die Energie um auszuweichen. Mit unvorstellbarer Wucht wurde es gegen eine naheliegende Klippe geschleudert und zerschmetterte große Teile des Fels. Keitikei war bereit den finalen Stoß zu versetzen. Mit aller ihm zur Verfügung stehen Kraft raste das Tier auf sein Opfer zu. Vom gigantischen Nashorn unbemerkt stürmte jedoch oberhalb der Steilwand ein Mann auf es zu. Mit einem beherzten Sprung stürzte dieser von der Erhöhung hinunter, über Shukun hinweg und mit gewaltiger Geschwindigkeit auf den Angreifer zu. Mit erhobener Faust, die von einer großen Masse Gestein umgeben war, tauchte er schließlich im Blickfeld des grauen Riesen auf. Dieser hatte keine Möglichkeit dem neuen Gegner auszuweichen. Vernichtend traf die felsbehaftete Hand auf den Schädel Keitikeis und mit einem lauten Ächzen verschwand die Beschwörung mit einem Puffen.
Unterdessen war Gin bei Shukun aufgetaucht. Der Eber atmete Schwer und Blut lief ihm aus Mund und Wunden am Bauch. "Shukun-sama!", rief der blonde Iwa-nin voller Sorge und machte sich bei dem Lehrermeister seines Sensei bemerkbar. "Der kleine Goldjunge...", entwich es dem Wildschwein schwach, bevor es begann heftig zu husten. "Nicht sprechen! Kehrt ins Tal zurück. Die anderen dort werden euch helfen können." "Mir kann keiner mehr helfen.", blockte Shukun den Hilfsversuch ab. "Ihr müsst Aka finden. Sie haben ihn in eine Falle gelockt und uns getrennt." "Wo ist er?", erklang es plötzlich hinter Gin ernst. Tetsu hielt sich seinen vom Schlag ausgekugelt Arm, schob diesen jedoch mit einem kräftigen Stoß zurück in das Gelenk. "Nach Süden, weiter weg von unseren Truppen.", keuchte der Eber. "Verstanden, Shukun-sama.", bestätigte der Teitai die Information kurz und wollte aufbrechen. "Wir können ihn hier doch nicht alleine lassen!", beklagte sich Gin über die augenscheinliche Herzlosigkeit seines Freundes. "Er wird seine letzten Momente nicht hier bei uns verbringen wollen, sondern bei seiner Familie im Tal.", erklärte Tetsu und hielt kurz inne. "Danke für alles Shukun-sama." Schnell drehte er sich wieder um und rannte gen Süden. Schweren Herzens legte Gin seine vergleichsweise winzige Hand auf die Schnauze des Keilers. "Wir werden Akgane-Sensei helfen. Und... und das hier wird nicht ungesühnt bleiben.", erklärte er und folgte daraufhin sogleich seinem Kameraden. Kurz darauf verschwand das Wildschwein in einer großen Rauchwolke.

"Das war schwerer als ich gedacht hatte.", kommentierte ein von Blessuren übersäter Mann, der einen schweren Kampfstab in der Hand und ein muskulöses, schwarzes Pferd mit zwei Hörnern auf dem Kopf an seiner Seite hatte. "Dann hast du unseren Gegner unterschätzt.", antwortete ein zweite Person, die von ihrer Kleidung fast vollständig verhüllt wurde. "Wir hatten es mit dem berüchtigsten lebenden Iwa-nin zu tun. Ich muss allerdings zugeben die Macht eines Eremiten ist furchterregend.", wurde der Gedanke weitergeführt. "Damit ist es ja nun vorbei. Deine kleinen Käferlein haben sich aber massenweise in Stein verwandelt, bevor es so weit war.", antwortete der Mann mit Stab und trug dabei eine gewisse Schadenfreude in der Stimme. "Wir nehmen den Körper mit. wer weiß was für Geheimnisse er in sich trägt.", sagte die andere Person und begutachtete den am Boden liegenden Leichnahm des wilden Keilers von Iwagakure. "Ich hab' keine Lust Begleitschutz für irgendeinen toten Kerl zu spielen. Ich will viel lieber raus und noch einige Schwächlinge der Ringallianz ein wenig ärgern. Etwas Spaß haben." "Katon: Nenshou Fenikkusu!", schallte es plötzlich zwischen den zwei Shinobi und ein gewaltiger Feuerschwall in Form eines Vogels stürzte auf sie zu. Blitzschnell reagierend wichen beide in verschiedene Richtungen aus. Unnachlässig folgte die Flammenkreatur dem Mann mit Stab, der sich nach kurzer Flucht dem Jutsu stellte und um sich, sowie sein Pferd, eine schwarze Blase formte. In einer lautstarken Explosion traf der Vogel auf die defensive Technik und hüllte diese in einer feurigen Explosion ein. Als die Flammen sich legten und die Blase langsam verschwand waren Mann und Pferd unversehrt. "Das ist die Art von Spaß, die ich meinte.", lachte der angegriffene zufrieden auf. "Finger weg von unserem Sensei!", raunte Gin bedrohlich. Er und Tetsu waren inzwischen beim leblosen Körper ihres Sensei angekommen. Der Teitai hielt Mittel- und Zeigefinger auf die Halsschlagader seines Lehrers, doch spürte er nichts. Kurz hielt er inne und blickte dann zu seinem Freund, bei dem der letzte Hoffnungsschimmer in seinen Augen erlosch, als ihm mit einem Kopfschütteln mitgeteilt wurde, dass sie zu spät gekommen waren. "Die Schüler Akaganes? Damit hatte ich nicht gerechnet. Ist die berühmte Metaru Kin auch irgendwo hier?", fragte die verhüllte Person ruhig und suchte Umgebung mit Blicken ab. Der Teitai brauchte einen Moment um sich aufzurichten. Bedächtig formte er einige Fingerzeichen und warf einen letzten müden Blick auf seinen Meister, bevor dieser von einer schützenden Erdkuppel umgeben wurde. Entschlossen wand er sich schließlich dem Fragenden zu. "Wir beide sind schon mehr als ihr vertragen könnt!", brüllte er außer sich vor Wut und stürmte geradlinig auf die Person zu. Schnell bildete Tetsu eine Schicht Gestein über seinem Körper und formte auch an der Sptize seines Bo eine Speerspitze aus Fels. Es schien bereits zu einfach, als die Waffe tatsächlich den Feind ohne großen Widerstand durchbohrte. Dies konnte nicht das Ausmaß der Kraft jener Ninja sein, die Kei Akagane besiegt hatten. Und so kam es nicht besonders überraschend als der Vermummte sich in einen Schwarm zahlreicher, kleiner Käfer verwandelte, die sofort begannen Tetsus Stab hinaufzukrabbeln und das Chakra der steinernen Rüstung des Iwa-nin zu verschlingen. Der Fels begann bereits von dem Teitai abzubröckeln, als ein starker Windstoß ihn umwarf, aber dabei auch die Insekten vertrieb. "Das ist einer dieser verdammten Käfer-Shinobi aus Konoha.", rief Gin erklärend und eilte zu Tetsu. "Nimm du den anderen!" Die Reaktion seines Kameraden nicht abwartend ging er sofort in die offensive und drängte den Aburame mit einer gewaltigen Fuuton-Technik zurück. Selten hatte Tetsu seinen Freund so gesehen. Oft schien er selbst gefährliche Situationen nicht ernst zu nehmen. Heute nicht. Bald waren die beiden zwischen den Bäumen des Waldes verschwunden und nur noch die zerstörerischen Ninjutsu Gins waren zu hören.
"Du gehörst also mir.", analysierte der Mann mit Pferd die Situation. Er hatte geduldig gewartet und funkelte den Iwa-nin mit einem Ausdruck von Vorfreude in den Augen an. "Du bist sicherlich wütend, dass ich deinen armen Sensei umgebracht habe, nicht wahr?" Der Provokation keine Aufmerksamkeit schenkend begann Tetsu mit seiner Attacke. Sich mit Kouka in Stein hüllend und einen gewaltigen Hammerkopf am Ende des Bo bildend stürmte er auf den Feind zu. Dieser hielt seine eigene Waffe in die Höhe, bereit den Angriff zu blocken. Stein traf auf Metall und der Krieger Shin Konohas ging unter dem Druck Tetsus leicht in die Knie. Es überraschte den Iwa-nin ein wenig, dass sein Gegner der Kraft hinter dem Schlag standhalten konnte. Den Stillstand nutzend verformte der Feind des Teitai seinen Schatten plötzlich in spitze Speere, die sich vom Boden erhoben und auf die Rüstung des bärtigen Ninja einstachen. Dessen Verteidigung hielt zwar stand, doch sprang er eilig zurück, um dem seltsamen Jutsu zu entrinnen. Die richtige Wahl, denn der Nara verpasste nur knapp die Chance mit einem der Speere Tetsus Schatten zu erwischen und aufzuspießen. "Einer der Schatten manipuliert... Also noch so ein Mistkerl aus Konohagakure.", knurrte Tetsu mit abwertendem Ton. Er hatte von diesem Shinobi gehört. Er war einer von jenen, die der machthungrige Hokage persönlich zu seinen sogenannten Eliten ausgebildet hatte. "Nara. Der Mann, der dich töten wird, ist ein Nara.", erklärte dieser selbstsicher und warf einen kleinen Gegenstand hinter sich. In dem Moment als jener den Boden berührte entwich ihm ein gleißendes Licht und blendete den Teitai. Schützend riss er einen Arm vor seine Augen, während der Nara seinen Schatten, gestärkt durch die künstliche Lichtquelle, nach vorne ausbreitete um ihn zu fangen. Zwar hatte Tetsu nicht viel Erfahrung mit dem Kampf gegen diesen Clan, doch wusste nach fast 7 Jahren des Krieges selbst er, dass er auf keinen Fall von diesem Mann gefangen werden durfte. Mit der freien Hand schnippte der Teitai, während er eilig zwischen die Bäume floh. Der Nara hielt sich trotz des vernachlässigbaren Geräusches sofort mit schmerzverzerrten Gesicht die Ohren zu. Sein Gegner hatte mithilfe eines Genjutsu den Klang in seinem Geist um ein vielfaches verstärkt. Die Ablenkung war gelungen und Tetsu entkommen. Keine Zeit verschenkend formte er einige Fingerzeichen und schlug seine Hände auf den Waldboden. Sofort brach ein Keiler aus Fels hervor, der auf den Feind hinzuraste. Kurz bevor das Tier aus Stein jedoch zu seinem Ziel gelangte wurde es seitlich von dem schwarzen Pferd, welches den Mann begleitete, umgerammt und zerbrach in unzählige kleine Stücke. Diese verdammte Kreatur würde noch Ärger bedeuten. Der Nara, nun über die Position Tetsus informiert, erschuf zwei Kage Bunshin an seiner Seite und vergrößerte somit den eigenen Schatten. Innerhalb weniger Momente formte er etwas, das einem überdimensionierten, pechschwarzen Sägeblatt gleichte. Der Iwa-nin konnte sich schon denken, was sein Feind damit vorhatte. Mit überraschender Geschwindigkeit flog das Ninjutsu durch den Wald auf den Teitai zu und machte dabei vor keinem Baum halt. Mühelos wurden die im Weg stehenden Bäume durchsäbelt. Dieser Attacke wollte Tetsu sich lieber nicht direkt stellen. Im letzten Moment sprang er über das Geschoss hinweg und ergriff noch im Flug einen sich im Umsturz befindlichen Baum. Adern traten an seinen Armen hervor, als er landete und die schwere Last stemmte. Er hatte sich jedoch nicht umsonst dieses Gewicht aufgebürgt. Die beiden Kage Bunshin seines Feindes waren bereits auf dem Weg zu ihm. Mit einem lauten Kampfschrei schleuderte er den Baum auf die zwei Kopien des Mörders seines Meisters zu. Diese dachten aber gar nicht erst daran auszuweichen. Einer von ihnen sprang voraus und mit seinem schweren Kampfstab schlug er den tief fliegenden Stamm entzwei. Die Kraft seines Gegners war beeindruckend. Tetsu vermochte jedoch kein Gefühl der Anerkennung in sich zu finden, so wie es vielleicht in einem Kampf unter anderen Umständen der Fall gewesen wäre. Kurz aufbrüllend schlug er vor sich auf den Boden und eine Staubwolke breitete sich in Richtung der beiden Bunshin aus. Diese hielten kurz inne und schützten ihre Augen vor dem umherfliegenden Dreck. Diese Chance nutzend schlug Tetsu aus der Deckung des Sichtschutzes heraus mit seinem Bo auf den vorderen Klon ein. Dieser konnte gerade noch rechtzeitig seinen eigenen Stab zum Blocken erheben, drohte jedoch von der Kraft des Teitai überwältigt zu werden. Trotzdem formte sich ein überhebliches Lächeln auf seinem Gesicht. Nicht umsonst, denn plötzlich erstarrte der Teitai und war außer Stande sich zu bewegen. Er war im Kage Mane des zweiten Bunshin gefangen worden. "Wie kann der Schüler eines so starken Mannes nur so ein Idiot sein?", fragte der Nara direkt vor dem Teitai mit Verachtung in der Stimme. Statt einer Antwort explodierte der gefangene Tetsu jedoch wie aus dem Nichts heraus und riss den Kage Bunshin neben sich direkt mit sich. "Bunshin Bakuha?!", erkannte die zweite Kopie die Technik und drehte sich zu seinem Original um.
Bei diesem sprang plötzlich ein von Stein umhüllter Tetsu aus der Deckung der Bäume heraus und direkt auf den Nara zu. Ein gewaltiges Axtblatt am Bo und ein wutentbrannter Blick in den Augen. Das gehörnte Pferd des Konoha-nin reagierte sofort und spie eine beachtliche Menge Feuer aus seinem Mund und dem Teitai entgegen. Dieser zeigte sich unbeeindruckt und sprang rücksichtslos in die Flammen, immer weiter auf seinen Feind zu. Das Katon-Jutsu nahm ihm jedoch die Sicht und so bemerkte er nicht wie der elitäre Ninja sein zuvor erschaffenes Sägeblatt an einer Art Schattenfaden zu sich zurückriss. Noch bevor Tetsu den verhassten Mann erreichen konnte schnitt die offensive Schattentechnik eine Schneise in das den Iwa Shinobi umgebende Feuer und traf direkt auf dessen felsige Verteidigung. Außer Stande diese zu durchdringen, schleuderte die Attacke den Teitai wuchtig durch die Luft. Erst der nächste Baumstamm in zahlreichen Metern Entfernung bremste ihn mit einem lauten Krachen. Kleine Rissen hinterlassend landete der noch immer durch Kouka geschützte Ninja auf dem Boden und rappelte sich auf. Der Angriff hatte ihm die Luft aus den Lungen gepresst und er schmeckte Blut in seinem Mund. Selbst der stumpfe Schaden hatte ihm ordentlich zugesetzt. Als ob dies nicht bereits genug wäre, hatte sich sein Feind auf das schwarze Pferd geschwungen und galoppierte mit beachtlicher Geschwindigkeit dem Teitai entgegen. Erneut einen von entfesselten Hass angefeuerten Schrei hinauslassend, formte er sogleich Fingerzeichen und nutzte eine seiner mächtigsten Doton-Techniken. Bei diesem Feind durfte er sich nicht zurükhalten. Ein großer Sumpf entstand auf dem Waldboden, direkt unter dem heranreitenden Nara. Dieser lachte nur laut auf. "Ist das bereits alles?" Unbeirrt setzten er und sein Pferd den Ansturm fort, eine schwarze Plattform als Halt nutzend. Die Kontrolle über Schatten ging bei diesem Mann weiter als es Tetsu erwartet hatte. Der Titel einer Elite Shin Konohas wurde wohl nicht umsonst vergeben. Trotzdem blieb der Iwa-nin entschlossen stehen und formte weitere Fingerzeichen, um ein weiteres Ninjutsu zu nutzen. Im Rücken des Nara erhob sich ein Drachenkopf aus Schlamm, der sogleich begann Schlammgeschosse mit schneller Geschwindigkeit abzufeuern. Von der Technik überrascht, wurde der Mann getroffen, doch konnte sich vor einem Sturz in den Sumpf durch das Erweitern seiner Schattenplattform retten. Schnell drehte er sich von Tetsu weg in Richtung des Drachen und feuerte ein gewaltiges Chakra Menjo aus seinem Mund auf diesen zu. Die Schlammkonstruktion zerplatzte. Der Teitai ließ den Augenblick der Ablenkung jedoch nicht ungenutzt und feuerte nun selbst einige Schlammkugeln auf den Nara zu. Bevor die Geschosse seinen Feind jedoch erreichen konnten baute sich sein Schild aus Schatten vor diesem auf. Verwirrt suchte Tetsu die Umgebung mit seinen Augen ab und stieß schließlich auf ein Abbild seines Gegners. Es war der verbliebene Kabe Bunshin von zuvor. Schnell reagierte der Iwa-nin und rammte seinen Bo neben sich in den Boden und ließ durch ein Siegel an seinem Handgelenk einen mannshohen Shuriken erscheinen, der sofort auf den Bunshin geworfen wurde. Dieser warf anstatt auszuweichen seinen eigenen Kampfstab über das fremde Geschoss hinweg und auf Tetsu zu. Es erreichte ihn jedoch nicht mehr, sondern verpuffte als der Shuriken den Kage Bunshin in zwei Hälften teilte. Der entstandene Rauch der verschwundenen Waffe trennte allerdings die Sichtlinie zwischen dem Teitai und dem Nara auf dem Sumpf. Sogleich schoss eine Flamme vom Pferd über den schlammigen Untergrund auf ihn zu und fegte die Rauschwaden hinweg. Keinen Moment verschwendend riss Tetsu einen gewaltigen Felsbrocken auf dem Boden vor sich und schleuderte diesen dem Feuer entgegen. Das Katon-Jutsu verdrängend traf das überdimensionale Wurfgeschoss das Tier, dessen Versuch auszuweichen zu spät kam. Von den Schattenplattform hinuntergeworfen versank es nun hilflos langsam im Sumpf.
Der Nara selbst war bei seinem Gefährten jedoch nicht zu sehen. Er hatte Chakra in eine Füße geleitet und so den gefährliche Sumpf überquert. Tetsu bemerkte seinen Gegner allerdings noch früh genug, um diesen einen Schlammstrahl entgegen zu speien. Von dem Jutsu getroffen versuchte sich der Konoha-nin sofort durch extrem schnelles Drehen um die eigene Achse von der nassen Erde zu befreien. Offenbar war der Nara nur ungern von dem Schlamm bedeckt. Sofort formte Tetsu neue Fingerzeichen und eine Schlammwelle fegte auf seinen sich gerade ausdrehenden Feind zu. Dieser hatte keine Zeit mehr auszuweichen und umgab sich wie schon zuvor mit einer Blase aus Schatten. Als diese vollends von der braunen Schlacke umhüllt war verhärtete der Iwa-nin den Schlamm und fing seinen Feind so in einem erdenen Gefängnis. Schnell bildete er einen Hammer am Ende seines Bo und sprang in die Luft, bereit die Waffe auf den eingeschlossenen Gegner niedersausen zu lassen. Dem schien die Vorstellung zerquetscht zu werden jedoch zu missfallen und so feuerte er ein Chakra Menjo durch die Erdkruste hindurch auf Tetsu zu, der zurückgeworfen wurde und leicht unsanft auf dem Boden aufkam. Sofort eilte der Nara seinem versinkenden Pferd entgegen, wurde jedoch von zwei Erdhänden aufgehalten, die sich um seine Beine legten. Sich nicht entmutigen lassend verlängerte er seinen Schatten zu zwei Armen, die aus der Distanz versuchten das Tier zu retten. Einige Kunai mit Jibaku Fuda, die die Hilfe unterbinden sollten, blockte der Mann aus Konoha mit einer weiteren Schattenblase. Die Verbindung zu seinem Pferd wurde jedoch trotzdem unterbrochen. Sofort erschuf er fünf Kage Bunshin. Drei von ihnen stellten sich Tetsu entgegen, während zwei das Original zum versinkenden Kameraden begleiteten. Nicht daran denkend dies einfach so zuzulassen schlug der Teitai seine Hände auf den Boden und begleitet von seinem Schrei brachen sechs Felskeiler aus dem Boden hervor, sich jeweils einem Nara stellend. Während diese mit den steinernen Helfern beschäftigt waren stürmte der Iwa-nin über seinen Sumpf hinweg auf das Pferd zu. Ein Blick des Entsetzen zeigte sich im Gesicht der Konoha Elite, als er erkannte wie sein Feind dabei war vor ihm sein Reittier zu erreichen. Begleitet von einem Schattenfaden warf das Original seinen Stab auf Tetsu zu. Dieser fing das Geschoss mit steinernen Händen ab und warf es zurück zum Absendern. Jener wurde von seiner eigenen Waffe zurückgedrängt und verlor durch die größer werdende Distanz sofort seine Schattenverbindung wieder, die er mit dem Faden durch die Ablenkunkung aufgebaut hatte.
Bei dem nun schon bis zum Hals im Schlamm eingesunkenen Pferd angekommen bildete der Teitai um seinen Bo eine Speerspitze aus Fels. Sein Feind hatte sich langsam aller steinernen Keiler entledigt und so suchte Tetsu den Augenkontakt mit dem Mann. Als er sich sicher war, dass ihm die volle Aufmerksamkeit des Konoha-nin galt, rammte er seine Waffe in den Hals des Tieres. Den kühlen Blick zum Nara ließ auch das Viehern und Aufbäumen des Pferdes nicht abreißen. "Froh noch geblieben zu sein um ein wenig Spaß zu haben? Oder bist du eher wütend, dass ich deinen armen Gaul umgebracht habe?", fragte Tetsu gehässig. Ein markerschüttender Kampfschrei ging vom Nara aus, der sofort auf den Iwa-nin zustürmte. Dieser lächelte und wollte sich gerade bereit machen seinen Feind in dem für ihn vorteilhaften, schlammigen Terrain zu empfangen, als er plötzlich in seiner Bewegung erstarrte. Das im Sterben befindliche Pferd hatte sich noch ein mal aufgebäumt und seine Hörner in den Schatten, den der Teitai auf den Sumpf warf, gerammt. Der Nara musste irgendwie sein Jutsu auf das Tier übertragen haben. Gerade noch konnte sich Tetsu mit einer Felsschicht umgeben bevor sein Gegner bei ihm und dem gehuften Gefährten ankam. Anstatt dem hilflosen Shinobi jedoch zuzusetzen versuchte der Mann sein inzwischen bereits totes Pferd verzweifelt aus dem Sumpf zu ziehen. Dazu verpflichtete er auch Tetsu, zu dessen Schatten er schnell eine Verbindung aufbaute und zwang die eigenen Bewegungen zu imitieren. Alle Mühe war jedoch vergebens und der blutige Kopf des reglosen Tieres entglitt ihren Händen, um schließlich im Schlamm zu verschwinden. Nur noch Tetsus Bo ragte hervor, folgte dem Pferd aber langsam nach. "Wie kannst du es wagen?!", schrie der Nara vollkommen außer sich und schlug seinen schweren Kampfstab gegen Tetsu, der gegen einen nahen, halb im Sumpf versunkenen Baum geschleudert wurde, davon abprallte und am Ufer des Schlammtümpels aufkam. Dort richtete er sich entsprechend der Haltung des Nara wieder auf, der sofort zu ihm eilte und ihm wie ein Berserker mit weiteren heftigen Schlägen zusetzte. Zwar kopierte der kontrollierte Teitai die Bewegungen des Feindes, doch ohne seinen Bo schlug er nur ins Leere. Nach zahlreichen weiteren Schwüngen begann Tetsus Steinrüstung abzubröckeln und er selbst benommen zu werden. Kouka war in der Lage viel Schaden zu nehmen, doch endlos hielt die chakraintensive Verteidigung nicht. Warmes Blut strömte seinen Kopf hinunter und sein Blick wurde trübe. Er hatte seinem fluchenden Feind nichts entgegen zu setzen, der die Gelegenheit nutzte und seine gesamte Wut an ihm entlud. Als dieser selbst langsam zu erschöpft wurde um den Teitai weiter mit seinem schweren Stab zu malträtieren warf er die Waffe neben sich auf den Boden und hielt ein Fingerzeichen vor seiner Brust. Zwei schwarze Hände schlängelten sich an Tetsus Körper hoch und übten einen hohen Druck auf diesen aus. "Du wirst langsam und qualvoll sterben, Bastard. Genau wie dein schacher, kleiner Lehrer. Wir werden eure Köpfe schön nebeneinander auf Spießen am Tor unseres Dorfes aufreihen, damit jeder der vorbeikommt auf euch spucken kann.", keuchte der Nara schwer. Zwar fehlte ihm die Energie zu schreien, doch war der ungezügelte Hass nicht nur aus dem Inhalt der Worte zu hören. Hilflos röchelte Tetsu und versuchte sich mit seiner verbliebenen Kraft zu wehren, doch war die Kontrolle des Feindes zu stark. Gerade legte sich eine schwarze Hand um seinen Hals und begann ihm die Luftzufuhr zuzudrücken, als mit lautem Gebrüll ein blonder Mann, dem man deutliche Kampfspuren ansah, von hinten auf den Nara zurannte. Mit erhobenen Schwert war er bereit zuzuschlagen. Auch die Schattenspeere, die der Mann aus Konoha ihm entgegenschickte, stellten kein Hindernis dar. Zuckende Blitze umgaben sein Schwert und durchtrennten die ersten Attacken mühelos, wobei die abgeschlagenen Schattenstücke sich in der Luft langsam auflösten. Plötzlich ließ jedoch der gelbe Schein um die Waffe nach und Gin bemerkte entsetzt wie seine Klinge von einem der Speere geblockt wurde. Sofort folgten weitere, die sich zuerst in seine Schulter bohrten und dann zahlreich in seinen Arm einschlugen. Unter lautem Geschrei des Iwa-nin wurde dieser abgerissen und landete, das Schwert noch fest umklammert, auf dem Boden, auf welchen kurz daran auch der blonde Shinobi selbst schwer blutend lag. Auf der abgetrennten Extremität waren zahlreiche kleine Käfer zu erkennen, die offenbar das nötige Chakra für das Raiton-Jutsu entzogen hatten. "So einfach sterbe ich nicht. Du solltest dich das nächste mal vergewissern, dass dein Gegner tot ist.", erklang es plötzlich geschwächt ein Stück weit weg, wo die verhüllte Person von zuvor von vielen fliegenden Käfern umgeben zu sehen war. Eine tiefe Wunde klaffte in ihrem Baum und blutete stark. Ein entsetztes "Nein!", schallte von Tetsu aus, der die Schattenhände des abgelenkten Nara während der Verwirrung bis zu seinen Beinen hinunter gedrängt hatte. Der elitäre Ninja drehte sich wieder zum Teitai und versuchte sofort wieder die Kontrolle zu erlangen. Mit aller verbliebenen Kraft stemmte sich der Iwa-nin dagegen und ein lautes Knacken war von seinen Beinen zu hören, bevor die Verbindung zum Schatten des Nara gewaltsam unterbrochen wurde. Wie ein unaufhaltsames Geschoss stürmte der bärtige Mann auf seinen Feind zu und traf diesen mit seiner Faust mitten ins Gesicht. Der Konoha Shinobi wurde zurückgeworfen und schlug regungslos auf dem Boden auf. Mit einem lauten Grölen zog Tetsu sein Schwert und fasste nun den verhüllten Aburame ins Visier. Mit seinen gebrochenen Beinen sauste er auf diesen so gut es ging zu, doch wurde zuvor von den Käfern des Gegners abgefangen. Unbeirrt rannte der Teitai weiter, doch verlor an Geschwindigkeit, nur um kurz vor dem Feind zum Stehen zu kommen. Mit ausgestrecktem Arm erreichte seine Klinge noch die Wange des Konoha-nin und erzeugte einen kleinen Schnitt, bevor Tetsu von Käfern umringt zu Boden sank. Er konnte fühlen wie ihm auch das letzte seines Chakra entzogen wurde. Langsam glitt er in die Bewusstlosigkeit. Es wirkte fast wie ein Traum, als er einen Windzug an seinem Rücken spürte und die Käfer vertrieben wurden. Eine Silhouette baute sich schützend zwischen ihm und dem Aburame auf. "Akagane?!", flüsterte Tetsu noch schwach und fiel in die Dunkelheit.


13) The sleeping beauty? - Three months have passed! The bitter awakening of Teitai Tetsu!


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Langsam öffneten sich Tetsus Augenlider. Das Licht, welches den Raum erfüllte, blendete ihn. Seine Kehle war trocken, seine Beine schmerzten und er fühlte sich erschöpft. Er brauchte einen Moment um zu realisieren wo er war. Er befand sich im Krankenhaus Iwagakures. Schwach tastete er seinen rechten Arm ab und spürte eine Nadel, die einen dünnen Schlauch in jenen führte. Rücksichtslos riss er sie heraus und versuchte sich in seinem Bett aufzubauen. Ihm fehlte jedoch die Kraft und so fiel er schnell zurück in die weißen Laken. "Teitai-san!" erklang es plötzlich von der anderen Seite des Krankenzimmers mit der Stimme einer jungen Frau. "Bleiben sie ruhig.", befahl sie eilig und schnellte zu Tetsu herüber. "Sie dürfen sich nicht anstrengen. Ihr Körper ist noch immer in schlechter Verfassung." Gerade war die junge Medic-min dabei ihren Patienten wieder ruhig in sein Bett zu verfrachten, als die Tür sich öffnete. "Tetsu!", rief der eingetretene Gin in freudiger Überraschung. "Gin.", antwortete der geschwächte Shinobi mit einem gequälten Flüstern. Sein trüber Bick musterte den Freund und erkannte unter dessen Ärmel an der rechten Hand eine metallene Prothese. "Dein Arm...", brachte er noch hervor bevor sein Kamerad bei ihm angekommen war und ihn in einem für die beiden ungewöhnlichen Ausdruck von Nähe umarmte. Der Teitai spürte die Kälte des neuen Armes an seinem Rücken. "Akagane.", quälte Tetsu aus seinem kratzigen Hals heraus. Gin löste die Umklammerung und trat einen Schritt zurück. "Du hast die Zeromonie verpasst. Er und Shukun-sama wurden im Tal beerdigt...", erklärte er ruhig und unterdrückte dabei den offensichtlich noch immer tief sitzenden Schmerz. "Ich werde sie beide kurz allein lassen und die Chef-Ärztin herholen.", entschuldigte sich die Medic-nin und verließ schnell den Raum. "Kin hat uns gerettet, falls du dich fragen solltest wie wir aus dem Schlamassel herausgekommen sind.", fuhr der blonde Ninja fort und setzte sich auf die Bettkante seines Freundes. Neben ihm standen auf einem kleinen Tisch einige Blumensträuße in Vasen. Zwischen ihnen lag ein hölzerner Talisman, der wie eine Schnitzerei von Totan, dem Großvater anmutete. "Wenn die nicht immer auf uns aufpassen würde...", ein schwaches Lächeln bildete sich auf seinen Lippen. "Dieses mal haben wir aber wohl trotzdem ganz schön schlecht abgeschnitten." Mit einer Hand klopfte er auf seinen Metallarm und legte diesen danach auf Tetsus Beine, die sich in einer kompliziert aussehenden Schienenkonstruktion befanden. "Du warst drei Monate im Koma und die vielen Brüche sind immernoch nicht verheilt." "Drei Monate?", hustete der Teitai ungläubig hervor und schien von dieser Offenbarung deutlich mitgenommen. "Du hattest praktisch dein gesamtes Chakra verloren. Wir konnten dich nur ganz knapp vor dem Schlimmsten retten. Trotzdem hat dein Körper eine verdammt lange Zeit gebraucht sich zu regenerieren. Wir hatten keine Ahnung wann du wieder aufwachen würdest. Wäre Kin Momente später gekommen wären wir beide mit Sicherheit jetzt nicht hier." "Wo ist sie?", fragte Tetsu müde und blickte auf seine kaputten Beine. "Der Krieg dauert noch an und das Dorf braucht sie dort. Müsste ich mich nicht erst an meinen neuen Arm gewöhnen wäre ich wahrscheinlich auch nicht hier um dich alte Schnarchnase täglich zu besuchen." Gin stand vom Bett auf und ging zum naheliegenden Fenster um hinaus zu blicken. "Sie hat sich übrigens dein Schwert geliehen. Dein Großvater war einverstanden. Sie will wohl die Mörder unseres Sensei finden. Vielleicht erinnerst du dich nicht mehr, aber du warst noch in der Lage den Aburame zu schneiden." "Das ist viel zu gefährlich!", empörte sich der Teitai mit dem ihm möglichen Nachdruck. "Als würden wir nicht das gleiche tun, wenn wir könnten.", gab der blonde Shinobi mit einem Lachen zu und drehte sich wieder zu seinem Kameraden. "Wenn es jemand schafft Akagane-Sensei zu rächen, dann sie.", wollte der bärtige Mann zustimmen, doch wurde dabei von seinem Freund abgeblockt. "Er war wie ein Vater für sie. Noch mehr als er es für mich war. Wir waren immer allein, bis wir mit euch in ein Team kamen. Ihr seid unsere Familie. Trotzdem glaube ich nicht, dass sie das für Akagane-Sensei tut." "Was meinst du?", fragte der Teitai verwirrt. "Ach nichts...", entgegnete Gin und ließ den Gedanken davongleiten. Bevor Tetsu noch nachfragen konnte öffnete sich die Tür zum Zimmer erneut und die junge Frau von zuvor trat begleitet von einer älteren Dame in einem weißen Kittel ein. "Tetsu-kun, immer wieder machst du irgendwelche Dummheiten.", tadelte diese mit rauer Stimmer den erwachsenen Mann, der schon seit ihren Anfängen als Medic-Nin immer wieder bei ihrer Patient gewesen war und schüttelte den Kopf. "Wann werd' ich entlassen?", fragte dieser sogleich schwach, was der Chef-Ärztin nur ein entnervtes Seufzen entlockte. "Immer wieder das gleiche mit dir."


14) From master to student - Following ones destiny! Teitai Tetsus return to the valley of the boars!


14

Entspannt paffte Kiseru ein Wölkchen Rauch aus seinem Mundwinkel. Das Wildschwein mit grauen Borsten lag in der Abendsonne zwei großen, steinernen Monumenten gegenüber. Er genoss die Ruhe und dazu eine Pfeife guten Tabaks. Fast bemerkte er gar nicht wie Kin sich langsam von hinten näherte und sich neben ihn setzte. Ein leises Gegrummel war von ihm zu vernehmen. "Ein schöner Abend.", bemerkte die Kunoichi beiläufig und ließ sich im Schneidersitz neben dem Keiler nieder. Gelassen holte sie ihre eigene Pfeife und die benötigten Utensilien zur Vorbereitung aus einer braunen Gürteltasche. "Mhm, hat der kleine Aka doch wenigstens einem von euch was sinnvolles beigebracht. Dieser nervtötende Tetsu und sein ständiges Gemaule darüber wie ungesund das Rauchen ist macht mich noch wahnsinnig. Der wird bald lernen wie ungesund es ist sich ständig zu beschweren." "Wie lange ist er schon hier?", fragte Kin und zündete ihre Pfeife an. "Seit einem Monat versucht er schon hartnäckig sich hier umzubringen, falls du das fragst." Kin nickte bedächtig. "Wer unterweist ihn?" "Arai beschäftigt sich mit dem kleinen Quälgeist. Der hat zwar auch keine Ahnung, aber das ist immernoch mehr als Tetsu weiß." Die Iwa-nin bließ einen Rauchkringel in die Luft. Herausgefordert erwiderte Kiseru sofort mit einem eigenen, der um ein vielfaches größer war. "Hat er die Schriftrollen von Akagane?", erkundigte sich die Frau mit leicht besorgtem Ton. "Ja, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob der Narr überhaupt lesen kann. So wie er sich anstellt bezweifle ich es." Kin lachte kurz auf. "Lesen war noch nie seine Stärke." Eine kurze Pause folgte und beide blickten auf die Monumente vor sich. Auf einem war groß der Name Shukun, untertitelt mit 'Stammeshäuptling', verzeichnet. Auf dem anderen prangte 'Akagane, Freund der Wildschweine'. Kin seufzte leise. "Du vermisst die alten Herren wohl?", bemerkte der graue Keiler und zog an seiner Pfeife. "Shukun war ein guter Anführer und Aka wusste guten Tabak zu schätzen. Eine Schande..." "Ja, eine Schande.", bestätigte ihn Kin und erhob sich. "Ich werde mal nach Tetsu sehen." Kiseru knurrte nur kurz zur Verabschiedung, um sich sofort darauf wieder vollends in den Genuss des Rauchens zu versenken.

Tetsu saß mit freiem Oberkörper auf einen Stein. Er war mit Schlamm bedeckt und seine Augen geschlossen. Unter der Schicht von Dreck und Matsch war deutlich zu erkennen, dass seine Haut ledriger geworden war und sein Gesicht seltsame Züge angenommen hatte. Seine Haare waren borstig und sein Bart dichter. Anstrengung war auf seinem Gesicht zu erkennen, während er versuchte die in ihn strömende Naturenergie zu kontrollieren. Völlig überraschend traf ihn jedoch plötzlich eine flache Hand am Hinterkopf. Völlig aus dem Konzept gebracht fiel er von seinem Sitzplatz, Gesicht voran auf den Boden. "Verdammt!", empörte er sich entsetzt, während er sich in Richtung des Übeltäters drehte. Mit einem fast gehauchten "Kin." erkannte er seine Kameradin, die mit einem zarten Lächeln und den Händen in die Seite gestemmt vor ihm stand. Sie war in dicke Felle gehüllt und ihre Kleidung ähnelte jener, die Akagane früher zu tragen pflegte. "Was tust du denn hier?", fragte Tetsu nachdem er sich einen Moment später wieder gefasst hatte und begann sich aufzurappeln. "Das gleiche könnte ich dich fragen.", antwortete diese und begutachtete den eingeschlammten Shinobi, dessen Äußeres sich inzwischen wieder zum Normalen gewandelt hatte. "Hat Gin mich etwa verpetzt?", fragte er misstrauisch und zog eine seiner buschigen Augenbrauen in die Höhe. "Das war gar nicht nötig. Ich kenn' euch Idioten gut genug." Kritisch musterte sie Tetsu von oben bis unten. "Dir zu sagen, dass was du hier versuchst viel zu gefährlich ist wird wohl nicht helfen, oder?" "Nein.", entgegnete der Teitai beiläufig und begann die angetrocknete Erde von seinem Körper so gut wie möglich abzuklopfen. "Du hast nicht die Voraussetzungen für einen Eremiten.", fuhr die Kunoichi belehrend fort. "Ich bin erwachsen, Kin. Ich weiß was ich tue." "Du weißt niemals was du tust.", konterte die Frau und stieß mit ihren Fingerspitzen kräftig gegen die dreckige Stirn ihres Freundes. Dieser rieb sich die getroffene Stelle missmutig und grummelte leise vor sich hin. "Ich werde zwei Tage hier sein bevor ich weiterziehen muss.", setzte die schwarzhaarige schließlich an und seufzte leise. "So lange werde ich versuchen dir so viel beizubringen, wie möglich." "Wirklich?", fragte Tetsu leicht irritiert, doch war bereits ein Hauch Freude durch die Verwunderung zu hören. "Mit der Hilfe da-" Kin deutete auf einen vor sich herschnarchenden Arai "bist du garantiert innerhalb der nächsten Tage nur noch eine Steinstatue." "Gut, ich bin bereit loszulegen!", rief der Teitai motiviert und riss seine Arme in die Höhe. Seine Euphorie wurde jedoch von dem lauten Knurren seines Magens gedämpft. "Vielleicht lieber nach dem Essen.", sagte Tetsu nun in leicht gedämpfter Stimmung und rieb sich seinen Bauch.

Hungrig schöpte der Teitai etwas Suppe aus einem Topf, welcher über einem prasselnden Lagerfeuer köchelte. "Das wird gut tun!", freute er sich auf die Mahlzeit. Kin schob unterdessen die nur schwer identifizierbaren Zutaten in ihrer trüben Brühe umher. "Nur zu, es ist genug da!", ermutigte Tetsu sie und mit einem gequälten Lächeln kostete sie vorsichtig. "Das ist... gut.", sagte sie und fuhr fort nur mit ihrem Löffel in der Schüssel herumzurühren. "Wie geht es dir, Tetsu?", fragte sie nach einer Weile und riss ihren Gegenüber somit aus seinem wilden Geschlürfe. "Ausgzeichnet!", entgegnete dieser und stürzte sich wieder in die Suppe. "Was ist mit deinen Beinen?", fragte Kin direkter und Sorge war in ihrer Stimme zu hören. "Die werden nicht wieder so wie früher, falls du das meinst.", erklärte der Iwa-nin, doch ließ sich davon nicht beirren und tunkte ein großes Stück Brot in die Flüssigkeit um sofort darauf anzufangen dieses zu verschlingen. "Und damit kommst du klar?" "Mir bleibt wohl nicht viel anderes übrig.", schmatzte Tetsu hervor. "Mach dir keine Sorgen um mich, mir geht's wunderbar. Dein Bruder hat einen Arm verloren, bemitleide lieber den." "Damit gibt der Clown bereits vor den Frauen des Dorfes an. Als ob er in diesen Zeiten der einzige mit einer Kriegsverletzung wäre..." Kin seufzte und stellte ihre Schüssel unauffällig ab. Erschöpft ließ sie sich zurück in das hohe Gras fallen und schaute hinauf zu dem inzwischen nur noch von Sternen erleuchteten Himmel. "Hier ist es so friedlich, findest du nicht?", sagte sie ruhig und faltete ihre Arme hinter ihren Kopf als Stütze übereinander. "Das ist ein Tal voll verrückter Wildschweine. Nicht mal in der Nacht sind die ruhig. Das Geschnarche raubt mir noch den Verstand." Dem Teitai war die Shuppe ausgegangen und auf der Suche nach mehr machte er sich dieses mal gar nicht mehr die Mühe die Kelle zu benutzen, sondern schöpfte direkt mit der Schüssel aus dem Topf. "Also nicht wirklich.", vollendete Tetsu seine Erklärung und blickte hinüber zu Kin. "Ich bin müde Tetsu. Dieser Krieg geht schon seit Jahren und kein Ende ist in Sicht. Shinobi sterben auf Missionen auch in Friedenszeiten, aber das alles ist zu viel..." "Mir fehlt Akagane auch. Ohne ihn wird es nicht leichter.", antwortete der bärtige Iwa-nin bedächtig und vermied dabei zumindest für den Moment ein lautes Schlürfen. "Es ist nicht nur das. Ich will einfach nicht noch mehr Freunde verlieren. Ich bin mir sicher, dass niemand das will. Und trotzdem geht der Kampf auf beiden Seiten weiter." "Mit Shin Konoha lässt sich nicht verhandeln, also müssen wir stark sein und dafür sorgen, dass die Ring-Allianz bald den Sieg davonträgt. Mehr können wir nicht tun." "Sieht wohl so aus.", bestätigte die Kunoichi ihren Freund mit einem Seufzen. "Was machen dein Schüler?", fragte dieser während einer kurz andauernden Schlürfpause. "Shintaru und Isa kümmern sich um ihren kleinen Jungen. Akagane hätte sich bestimmt sehr gefreut das miterleben zu können." Kurz hielt die Kunoichi inne. "Manako hat sich auch beeindruckend gemacht. Sie hat das Potential eines Tages Kage zu werden. Vielleicht wäre sie sogar jetzt schon stark genug. Es fällt mir schwer es einzugestehen, aber selbst meine Schüler sind schon lange erwachsen." "Findet sich dort etwa jemand selbst in der talentierten Kunoichi wieder?", fragte der Teitai grinsend über seine Schüssel hinweg. "Vielleicht ein wenig. Sie ist so ehrgeizig und fokussiert wie ich es war in meinen jungen Jahren. Sie wird aber auch noch lernen, dass es wichtigere Dinge gibt als die mächtigsten Jutsu zu beherrschen." "Du wirst Akagane immer ähnlicher.", analysierte der Shinobi die Worte seiner Kameradin. "Früher hätte ich das wohl nicht gewollt, aber jetzt scheint mir das gar kein so schlechter Weg zu sein.", beendete Kin die Unterhaltung und schloss ihre Augen, begleitet von Geräuschen des lustvollen Verzehrs einer Suppe zweifelhafter Qualität.

"Das nennst du deinen Eremiten-Modus?", fragte Kin schockiert während sie den durch die Naturenergie stark veränderten Tetsu musterte. "Das ist ein Eremiten-Modus!", erklärte sie eindringlich und deutete auf die dunklen Pigmentierungen um ihre schwarzen Augen. "Jede andere Veränderung ist ein Zeichen, dass du nicht in der Lage bist die Mischung der Energien anständig zu kontrollieren. Wie willst du ohne den Schlamm aus dem Tal während eines Kampfes ausreichend sammeln, wenn du dich hier in dieser sicheren Umgebung schon fast umbringst?" "Ich hab' alles wie in Akaganes Schriftrollen beschrieben gemacht.", versuchte der Angeklagte sich zu verteidigen. "Offensichtlich nicht, sonst würdest du jetzt nicht wie ein halbes Wildschwein aussehen." "Wenigstens ist eine äußerliche Verbesserung.", lachte Arai im Hintergrund laut auf. Mit einem "Schnauze!" wurde er sofort von den beiden trainierenden getadelt. "Ich hab dir gestattet zuzusehen, aber wenn du uns störst musst du verschwinden.", fuhr Kin das Wildschwein böse an, welches sich eingeschüchtert hinlegte und nun ganz darauf bedacht war keinen Ton mehr von sich zu geben. "Du musst dich genau darauf konzentrieren dein Chakra zu gleichen Teilen zu mischen. Ansonsten schlägt der Modus fehl oder du wirst zu einem steinernen Keiler. Das ist beides nicht gerade wünschenswert." "Das versuche ich ja, aber es ist hart die einströmende Naturenergie an mich anzupassen. Es ist zu viel.", erklärte Tetsu und kratzte sich an seinem borstigen Schädel. "Und genau deshalb bist du für diese Technik ungeeignet." "Mir bleibt aber nichts anderes übrig. Ich bin zu schwach die Mörder unseres Sensei zur Rechenschaft zu ziehen so wie ich im Moment bin. Jünger werd' ich auch nicht mehr. Allein auf mein Taijutsu kann ich mich da nicht verlassen, wenn ich es versuchen will." Kin seufzte erschöpft und ließ sich auf einen im Gras liegenden Baumstamm nieder. "Du solltest dir genau überlegen, ob du das tun willst. Ich hab die letzten sechs Monate versucht die beiden zu besiegen und bin mehrmals gescheitert." "Das ist der Punkt. Wenn selbst du scheiterst, wie soll ich dann ohne die Macht eines Eremiten irgendwas ausrichten?" "Du bist also entschlossen dich ihnen zu stellen?" "Wenn sie nicht zu feige sind gegen mich zu kämpfen, dann bin ich immer bereit.", sagte der Teitai stolz, während langsam mit versiegender Naturenergie auch die Transformation seines Körpers begann zu verschwinden. "Das werde ich dir wohl nicht irgendwie ausreden können, oder?" "Nein.", antwortete Tetsu bestimmt. "Dann wirst du das hier brauchen." Kin erhob sich wieder und löste Kumokirimaru von ihrem Gürtel. "Ich denke das hab ich mir lange genug ausgeliehen." "Brauchst du es nicht selbst?", fragte der Iwa-nin ein wenig verwirrt, doch nahm das Schwert an. "Es ist deines, außerdem vertraue ich dir. Wenn es jemand schafft Rache für unseren Sensei zu nehmen, dann du. Mir fehlt dazu wohl die Entschlossenheit." "Du bist die verbissenste Person die ich kenne.", entgegnete der Teitai perplex und legte sich die Waffe selbst an. "Das nehme ich einfach mal als Kompliment.", antwortete die schwarzhaarige. "Jetzt aber genug geplaudert. Bevor ich wieder weg bin will ich den Modus von dir wenigsten ein mal anständig gezeigt bekommen!"
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Teitai Tetsu

Doro Sennin

Themenstarter Themenstarter

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Sonntag, 30. Oktober 2011, 16:36

Episode 6 - The Iwa-Conference


15) Calling off the hunt - Exchanging revenge for a better future? The regrets of Teitai Tetsu!

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"Das ist vollkommen ausgeschlossen!", brüllte Tetsu außer sich vor Wut durch die Gänge des Kage-Gebäudes, wobei er wütend auf den steinernen Boden stampfte. "Es ist ein Anordnung direkt vom Kage. Da gibt es keinerlei Diskussion!", entgegnete Kin ernst und ließ an ihrem Standpunkt dabei keinerlei Zweifel. "Ja, aber von welchem Kage?!", entgegnete der Teitai und schlug gegen die Wand neben sich, wobei kleine Risse in jener entstanden. "Das geht jetzt aber zu weit.", meldete sich schließlich auch Gin zu Wort, der bisher den Streit vorsichtshalber aus sicherer Entfernung beobachtet hatte. "Ach wirklich?! Das ist einer der Mörder unseres Sensei. Bedeutet euch das denn gar nichts?" "Natürlich tut es das, aber der Tsuchikage hat befohlen, dass du die Makierung von Kurokirimaru aufhebst. Es soll Frieden geschlossen werden. Es lässt sich nicht verhandeln, wenn eines der Dörfer ein anderes Oberhaupt verfolgen kann wohin auch immer dieses geht.", erklärte Kin die Lage. "Verdammt!", knurrte Tetsu und ballte seine Hände zu Fäusten. Zu tief war die Erinnerung an das Bild seines toten Lehrers in ihm verwurzelt. Wie er leblos zu Füßen der Shinobi aus Konoha lag. "Es geht darum endlich diesen Krieg zu beenden. Willst du dem etwa im Weg stehen wegen deiner persönlichen Vendetta?", versuchte die Kunoichi ihren Kameraden weiter zu beeinflussen. "Meine Vendetta? Hast du die beiden nicht selbst auch verfolgt und gehofft sie ihrer gerechten Strafe zuzuführen? Verdammte Marionetten Shin-Konohas töten für irgendeinen Wahnsinnigen und wollen jetzt davonkommen als sei nichts geschehen? Gerade dieser verdammte Aburame ist nun Hokage. Reicht dir etwa irgendeine kleine Entschuldigung?" Eindringliche starrte der bärtige Ninja Kin an, die den Blick beständig erwiderte. "Nein, wenn ich ehrlich sein soll reicht mir das nicht. Aber was willst du tun? Gegen die beiden kämpfen und den Konflikt in die Länge ziehen? Alles was dabei entstehen wird ist mehr Leid und mehr Menschen, die ihre Freunde und Familien verlieren. Es geht darum Prioritäten zu setzen, Tetsu. Willst du etwa noch jemanden verlieren?" "Sie hat recht. Wir müssen hierbei an das Wohl aller denken. Während dem Krieg sind furchtbare Dinge passiert und die werden sich nie wieder gut machen lassen, egal wie viel Blut ihretwegen noch vergossen wird. Es ist Zeit, dass dies alles vorbei ist. Rache wird niemanden zurückbringen.", pflichtete Gin seiner Schwester bei und legte eine Hand auf die Schulter seines Freundes. "Wir müssen alle loslassen." Langsam trat Kin einen Schritt nach vorne und griff nach dem Schwert an Tetsus Gürtel. Mit einem metallenen Klirren zog sie die Klinge hervor und hielt sie ihrem Kameraden hin. "Diese Konferenz hier in Iwagakure ist die Möglichkeit für einen Neuanfang, eine neue Generation. Jetzt liegt es an uns älteren unseren Beitrag zu leisten und eine friedlichere Zukunft möglich zu machen. Niemand bittet dich zu vergeben oder zu vergessen. Das kann ich auch nicht, aber wir müssen anfangen die Dinge zu akzeptieren wie sie sind." Seine Augen auf das Schwert in den Händen seiner Kameradin gerichtet seufzte der Teitai erschöpft. "Ich war wohl zu lange ein Oi-nin. Immer auf der Jagd. Vielleicht ist es wirklich Zeit wenigstens diese Fährte aufzugeben." "Jetzt werd' nicht gleich melancholisch, du altes Weichei.", sagte Gin neckisch und klopfte mit seiner Hand einige Male auf die Schulter seines Freundes um die Stimmung ein wenig aufzulockern. "Du wirst vor dem Hokage demonstrieren müssen, dass du die Makierung gelöst hast.", erklärte Kin und übergab Tetsu das Schwert. "Das der Aburame nicht auf mein Wort vertraut kann ich mir schon denken. Hab' ihn ja durch den halben Kontinent verfolgt. Der ist inzwischen sicher schon paranoid was mich betrifft.", erwiderte der Teitai inzwischen schon etwas entspannter und ließ sogar ein kleines Lachen folgen. "Wir werden dich begleiten.", ermutigte ihn Kin und auch ihr Bruder stimmte nickend zu.
Kurze Zeit später hatte das kleine Trio sich vor den schweren Eichentüren des Konferenzraumes eingefunden und wurde von den davor postierten Wächtern angewiesen bis zu der nächsten Pause der andauernden Gespräche zu warten. Die Sicherheitsvorkehrungen waren strikt und auch Shinobi des Gastgeberdorfes hatten keine Erlaubnis unter welchen Umständen auch immer das Zimmer zu betreten. Trotz des wohl entstehenden Friedens lag noch immer Misstrauen zwischen den Parteien in der Luft. Schließlich öffneten sich die Türen und ein in zahlreiche Schichten eingekleideter Hokage trat in Begleitung des Oberhauptes aus Iwa hervor. Einige Meter hinter dem Gast aus dem Feuerreich waren die Leibwächter aus Konoha zu sehen, die mit gewisser Anspannung das Geschehen beobachteten. "Wie ich sehe bist du einsichtig Tetsu.", kommentierte der Tsuchikage das Auftauchen des Oi-nin wohlwollend. "Ich hätte von einem Schüler des großen Kei Akagane auch nichts anderes erwartet.", fügte der erst vor kurzem ernannte Hokage hinzu. Die Erwähnung des Namens seines Sensei weckte in dem Teitai jedoch eine Wut, die er geglaubt hatte unterdrücken zu können. "Wag' es nicht seinen Namen auszusprechen.", knurrte er und umklammerte den Griff seines Schwertes. In Alarmbereitschaft gesetzt machte sich die Leibgarde des Kage bereit auf jeglichen aggressiven Akt zu reagieren. Schwichtigend legte Kin ihre Hand auf Tetsus Oberarm, um diesen von Dummheiten abzuhalten. "Können wir das hier einfach schnell hinter uns bringen?", fragte die Frau eindringlich und wurde nickend von ihrem Kage unterstützt. Unnachgiebig starrte der Teitai auf die durch eine Sonnenbrille verhüllten Augen des Anführers aus Konoha, während er sein Schwert zu seiner eigenen Hand führte und mit einem kraftvollen Ruck sich ins eigene Fleisch schnitt. Den Blick nicht lösend legte er Kumokirimaru auf seine blutende Handfläche und flüsterte leise die Worte um die Klinge zur Suche zu bewegen. Langsam drehte sich die Spitze der Waffe auf den sie haltenden Tetsu zu. Wohlwollend beobachtete der Hokage die Prozedur. Als die Klinge auf den Iwa-nin ausgerichtet zum Halt kam meldete sich der Aburame erneut zu Wort. "Ich hoffe dies ist das letzte Blut, das in langer Zeit zwischen unseren Dörfern vergossen wird." "An uns wird es nicht liegen.", hauchte der Oi-nin aggressiv und ging einen Schritt auf den Kage zu. "Aber ich werde beobachten was Konohagakure noch im Schilde führt." Schnell ergriff der bärtige Mann sein Schwert mit der unverletzten Hand und rammte es kraftvoll in die massive Eichentür neben sich. Noch bevor er sich umdrehen konnte um die Szene zu verlassen hatten die Leibwächter aus dem Feuerreich die Distanz zu ihrem Kage verringert und standen direkt hinter diesem. Der streckte seine Arme jedoch beschwichtigend nach hinten aus, um sie von weiterem vorgehen abzuhalten. Kin seufzte leise, während sie die Klinge aus dem Holz herauszog und ihrem Freund nachsah, wie dieser eine Spur aus kleinen Buttropfen hinterließ, die aus seiner geballten Faust hinausliefen. Ihr Bruder hielt einen Moment inne, bevor er sich mit einem Schulterzucken vom Tsuchikage verabschiedete um seinem Kameraden nachzufolgen.
Der blonde Shinobi holte seinen Freund ein Stockwerk weiter unten wieder ein, wo dieser sich auf eine steinerne Bank niedergelassen hatte und den Kopf in den Nacken gelegt an der Wand ruhen ließ. "Ganz schön dramatischer Abgang.", gratulierte Gin Tetsu, womit er diesem jedoch nur ein dunkles Grummeln entlocken konnte. "Wie geht es jetzt weiter?", fragte der Oi-nin nach einer Weile des Schweigens und stand dabei auf, um zu einem naheliegenden Fenster zu gehen. "Wie vor dem Krieg.", antwortete sein Kamerad trocken und reichte seinem Freund eine Bandage, die er aus seiner Waffentasche herausgekramt hatte. "Als ob das alles nie geschehen wäre?", fuhr der Teitai fort und umwickelte seine Wunde gedankenverloren. "Du vergisst, dass es noch Drahtziehen hinter all dem gibt, die wir noch nicht ausfindig gemacht haben. Das ist doch genau deine Kragenweite. Ein wenig gute, alte Rache." "Das stimmt wohl." Erschöpft stützte Tetsu sich an den Fensterrahmen und starrte über sein Dorf hinweg, als er plötzlich in der Ferne eine Explosion sah. Den gedämpften Knall ebenfalls vernehmend eilte Gin sogleich zur Seite seines Freundes und blickte hinaus in Richtung des Vorfalls. Die erste Explosion wurde bald von weiteren gefolgt und es wurde offensichtlich, dass etwas furchtbares im Begriff war zu beginnen. "Wir werden angegriffen.", stellte Gin erschrocken fest, während Tetsu bereits aus dem Fenster zum nächstgelegenen Dach sprang. "Erstatte Bericht!", schrie der Teitai Gin noch eilig zu, bevor er in Richtung der Attacke eilte.


16) The unthinkable betrayal - Red as fire, cold as ice! The eyes of a vicious traitor revealed!

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"Gin!", rief Tetsu laut über die Trümmer des vom Angriff stark gekennzeichneten Dorfes hinweg, während er sich müde über das Geröll hinwegschleppte. Feste hielt er sich seine rechte Flanke, in welcher zwei tiefe Wunden klafften, deren Blutung er auch nicht mithilfe seiner Jutsu vollkommen aufhalten konnte. "Gin!", schrie er erneut und konnte dieses mal seinen Freund, der einige Häuser weiter mit mehreren anderen Iwa-nin in einer kleinen Gruppe stand, auf sich aufmerksam machen. "Tetsu!", antwortete der blonde Shinobi erfreut und sprang eilig zu seinem Kameraden, um dessen geschwächten Gang zu stützen. "Du siehst ja verdammt übel aus.", kommentierte er die Verfassung des Oi-nin besorgt und hob für einen Moment dessen Hand von der Wunde weg, um sich ein besseres Bild zu verschaffen. Mit schmerzverzerrten Gesicht presste der Teitai schnell wieder gegen die Blutung und schüttelte den Kopf. "Das wird schon wieder. Wenigstens haben wir die Angreifer vertrieben.", erklärte er und befreite sich von der Stütze seines Freundes. "Aber ich kann Kin nicht finden. Vielleicht ist sie zu weit weg. In diesem Zustand kann ich nicht über die Grenzen des Dorfes hinweg Chakra spüren." "Was ist mit Shintaro oder Manako? Als ich Kin das letzte mal gesehen habe ist sie mit ihren Schülern zusammen gewesen." Kurz hielt Tetsu inne und schloss seine Augen um aus den zahlreichen Signaturen, die im Dorf herumschwirrten die passenden herauszufischen. "Ich hab' sie! Shintaro scheint geschwächt zu sein, aber Manako ist bei ihm." "Ich gehe schnell zu ihnen. Du solltest sofort einen Medic-nin aufsuchen.", plante Gin die nächsten Schritte, doch wurde ihm von Tetsu Einhalt geboten. "Ich komme mit. Wir können uns nicht sicher sein, ob nicht noch Feinde hier sind. Außerdem muss ich doch das Chakra spüren, oder etwa nicht?" "Die grobe Richtung hätte mir auch gereicht.", verteidigte sich Gin, doch begann sich gemeinsam mit Tetsu in Bewegung zu setzen.
Kaum eine Minute später erreichten die beiden Shinobi einen Ort an dem noch vor wenigen Stunden ein intaktes Badehaus gestanden hatte, welches jedoch bis zur Unkenntlichkeit zerstört worden war. Überall loderten noch kleine Feuer und Brandflecken waren zu erkennen. "Sieht so aus als ob Shintaro zugeschlagen hätte.", analysierte Gin die Lage. Erschöpft schüttelte der Teitai seinen Kopf. "Der weiß nicht mal in seinem eigenen Dorf sich zurückzuhalten. Sie müssten dort um die Ecke herum sein. Shintaro scheint noch schwächer als vorher." "Verstanden." Den restlichen weg mit größt möglicher Eile zurücklegend, schnellten die beiden Kameraden um die halb eingefallene Außenwand des Gebäudes herum, wo sie ein unverhofft schauriges Bild erwartete. Shintaro lag mit dem Gesicht nach unten reglos auf einigen Trümmern und schien in ausgesprochen schlechter Verfassung zu sein, wenn nicht sogar schlimmeres. Das Bild, welches sich den beiden Neuankömmlingen jedoch als erstes in die Augen brannte war Kin, die blutüberströmt an einen großen Felsbrocken gelehnt war. "Kin!", schrie ihr Bruder völlig außer sich und rannte sofort zu seiner leblosen Schwester. Schnell fiel er neben ihr auf die Knie und ergriff eine ihrer Hände, während er die schweren Verletzungen an ihr abtastete. Ein unverständliches Gemurmel aus Flüchen und Flehen sprudelte aus seinem Mund, während er hilflos versuchte irgendetwas zu tun, um die bereits verstorbene wieder zu einer Reaktion zu bewegen. Tränen liefen dem sonst so fröhlichem Mann dabei in Strömen über die Wangen hinunter und tropften auf Kins Gesicht, wobei etwas bereits leicht angetrocknetes Blut von ihr gewaschen wurde. Unterdessen stand Tetsu vollkommen still wie an dem Ort verwurzelt, an dem er seine Freundin erblickt hatte. Mit trüben Blick starrte er zu seinen beiden früheren Teammitgliedern herüber, als ob er die Situation noch nicht vollends begriffen hätte. Hin und wieder war ein schweres Schnaufen von ihm zu hören, als ob er so viel Luft wie möglich einsaugen müsse, um auch nur bei Bewusstsein zu bleiben. "Shintaro lebt noch, aber Kin-Sensei ist schon eine Weile tot.", meldete sich plötzlich wie aus dem Nichts Manako, die die gesamte Zeit über im Schatten einer noch erhaltenen Wand gestanden hatte. Langsam trat sie ins Licht und man konnte erkennen, dass auch sie vom Kampf gezeichnet worden war. Orientierungslos löste Tetsu seine Augen von Kin und schaute mit leerem Blick zu ihrer Schülerin hinüber. "Was sollen wir jetzt tun, Tetsu-san? Gin-Sensei scheint unter Schock zu stehen." Ohne eine Antwort zu geben ging der Teitai langsam zu seiner verstorbenen Freundin hinüber, wobei ihm etwas vertrautes ins Auge fiel. Neben ihr auf dem Boden lag sein Schwert Kumokirimaru. Sie musste es nach der Konfrontation mit dem Hokage an sich genommen haben. Geistesabwesend hob er die Kling vom Boden auf und legte sie sanft auf seine Handfläche. "Finde ihn Kumokirimaru.", flüsterte der bärtige Mann schwach, als wollte er die Ruhe seiner Kameradin nicht stören. Gerade als die Waffe begann sich sanft nach rechts zu drehen erfasste Tetsu eine schnelle Bewegung in seinem Augenwinkel und reflexartig erhob er seinen Arm zum Schutz, wobei er diesen mit einer Erdschicht umgab. Das Schwert des Angreifers konnte die Verteidigung jedoch durchdringen und hinterließ einen tiefen Schnitt im Arm des Teitai. "Ich hatte gar nicht bemerkt, dass sie mich mit dem Schwert geschnitten hatte. Ich habe sie wohl schlussendlich doch unterschätzt.", sagte Manako gelassen und ließ ihr Katana einige Male elegant kreisen. "Was hast du getan?", fragte Tetsu verwirrt und starrte auf Kumokirimaru, während es sich langsam bei Manako einpendelte, bevor er es fallen ließ und die Spitze sich in den Boden bohrte.. "Mein Schicksal erfüllt!", antwortete die Frau selbstsicher und sprintete daraufhin sofort wieder auf den Iwa-nin zu. Durch schnelles Ausweichen zur Seite entkam der Mann dem mit Raiton umgebenen Schwert und konterte mit einem Tritt, welcher Manako einige Meter weiter nach hinten beförderte. "Wie könntest du nur?!", schrie der Teitai, der inzwischen das wahre Ausmaß der Situation zu begriffen schien und dessen Augen sich mit blinder Raserei füllten. "Es war wohl die richtige Entscheidung hier zu warten um euch beide zu töten. Immerhin scheint es so als ob du selbst in deinem jetzigen Zustand im Nahkampf noch gefährlich bist, Tetsu-san.", beobachtete Manako und ignorierte dabei die Frage ihres Gegners. "Nicht nur das!", brüllte der Oi-nin wutentbrannt und nach einer Fingerzeichenfolge schossen mehrere Ketten aus dem Erdboden hervor, die sich um Fuß- und Handgelenke der Verräterin legten. Sofort schoss Tetsu mit von Stein umgebener Faust auf die immobilisierte Manako zu, doch erkannte er einen seltsamen roten Schimmer in deren Augen, als er nur noch wenige Schritte von ihr entfernt war. Wie aus dem Nichts heraus befand er sich plötzlich selbst in Ketten gelegt, während seine Feindin befreit war. Wild an seinen Fesseln reißend schrie er aus vollem Halse, als ob er glaubte sich allein durch Körperkraft aus dem zurückgeschickten Genjutsu befreien zu können. "Es scheint so als hättest du endgültig den verstand verloren. Erkennst selbst deine eigene Technik nicht wieder.", kommentierte Manako die Handlungen mit Verachtung und erhob ihre Waffe. In ihren Augen war nun klar die dritte Stufe des Sharingan einer Hekiougi zu erkennen. "Zeit dem ein Ende zu setzen." Blitzschnell sauste ihre Gelb zuckende Klinge auf den Iwa-nin herab, doch noch bevor sie den Kopf des Mannes erreichen konnte, wurde sie mit einem Klirren zurückgeschlagen. Unkontrolliert drosch Gin mit seinem eigenen Schwert einige Male wild auf die Waffe der Mörderin seiner Schwester ein und drängte diese dabei einige Meter zurück, bevor die beiden schließlich zu einem Stillstand kamen und sie mit voller Kraft ihre Klingen gegeneinander pressten. "Sieht so aus als hätte sich da jemand wieder zusammengeriss-", setzte Manako an, doch erkannte plötzlich erschrocken, dass Tetsu auf sie zuraste und im Begriff war ihr seine von einer Felsspitze umgebene Faust in den Bauch zu rammen. Kurz vor dem Kontakt weiteten sich ihre Augen und eine Veränderung trat in ihrem Sharingan hervor. Ein lilaner Schein umgab sie, welcher sich in die Rippen eines menschlichen Skelettes formte. Chancenlos zerbrach der Fels an der ungewöhnlichen Verteidigung und schnell bildeten sich ein knochiger Arm, der die beiden Iwa-nin mit einem wilden Schwinger zurückwarf. "Ich habe euer Teamwork wohl unterschätzt.", erkannte Manako die Leistungen ihrer Gegner an und richtete ihren bedrohlichen Blick dabei auf den kleinen Schnitt am Oberarm des sich aufrappelnden Teitai, den Gin diesem zur Befreiung vom Genjutsu verpasst hatte, während er zugleich den Angriff der Hekiougi abgewehrt hatte. "Aber das wird euch auch nicht helfen.", erklärte sie mit erschrekender Intensität in ihrer Stimme, wobei sich die skelettäre Struktur zu verändern schien und sich neue Schichten bildeten. Mitten in diesem Prozess zuckte Manako jedoch plötzlich zusammen und griff sich an eines ihrer Augen. "Es ist wohl zu früh dafür...", analysierte sie ihr Versagen, während der lilane Schein um sie herum begann zu verschwinden und mit ihr die seltsame Gestalt. Unterdessen ließ sich plötzlich eine Bewegung bei Shintaro feststellen, der begann sich mühsam auf die Beine zu kämpfen. "Manako...", hauchte er schwach aus seiner Kehle hinaus und fixierte seine Teamkameradin. "Ich hätte nicht gedacht, dass du auch nur die Kraft hättest noch die nächsten Stunden zu überleben.", beobachtete die Hekiougi den tapferen Versuch des Jounin sich der Verräterin erneut zu stellen. "Manako!", schrie er nun bereits mit gefestigterer Stimme und formte vor seiner Brust langsam Fingerzeichen, woraufhin er einen kleinen Flammenschwall aus seinem Mund schoss, dem die Frau jedoch durch einen Sprung auf das nächste erhaltene Dach entkommen konnte. "Ich bin mir sicher wir sehen uns wieder.", verabschiedete sie sich kühl und verschwand mit einigen schnellen Sprüngen in der Trümmerlandschaft des Dorfes, während die drei Iwa-nin außer Stande waren die Mörderin zu verfolgen. Geschwächt sank Shintaro auf die Knie und ließ seinen trägen Bick zunächst zu den Kameraden seiner Sensei schweifen, bevor er diese selbst tot an einen Stein gelehnt sah. Tränen liefen sein fassungsloses Gesicht hinab und hinterließen Pfade im Staub, der seine Haut bedeckte. "Kin-Sensei...", brachte er gequält hervor, wobei er seine Hände zu Fäusten ballte und Adern an seinem Hals hervortraten. Schmerzverzerrt kniff er die Augen zusammen und richtete sich gen Himmel, während er einen markerschütterndes Brüllen in die Wolken schickte, nur um kurz darauf geschwächt in sich zusammenzusacken, während Tränen weiterhin von seinem Kinn in den Staub tropften.

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Teitai Tetsu« (30. Oktober 2011, 20:42)

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Teitai Tetsu

Doro Sennin

Themenstarter Themenstarter

7

Montag, 31. Oktober 2011, 18:29

Episode 7 - A bright Future


17) Fight in Yamigakure - Battle with the traitorous clan! Will the thirst for revenge finally be satisfied?

17

"Ich hab sie gefunden. Es sind zwei Personen bei ihr.", erklärte Tetsu und erhob sich von einem großen, flachen Stein, auf dem er im Schneidersitz gesessen hatte. Sein äußerliches war stark verändert, was sofort seinen aktivierten Eremiten-Modus offenbarte. In dieser Form war es für ihn am einfachsten Ziele aufzuspüren und selbst für einen Sensor wie Manako äußerst schwer seine Präsenz zu bemerken. Im Vergleich zu Kumokirimaru sparte diese Methode sein Chakra. "Klingt ganz so als ob sie uns drei erwartet. Sie wird alle Hilfe brauchen, die sie kriegen kann.", sagte Shintaro selbstsicher und schlug mit geballter Faust in seine eigene Handfläche. "Sie hätte lieber ein paar Leute mehr besorgen sollen. Das wird nicht reichen um uns aufzuhalten.", fügte Gin hinzu und Schug dem Schüler seiner Schwester ermutigend auf den Rücken. "Brechen wir auf.", trieb Tetsu die kleine Gruppe an und lief los damit der Rest ihm folgen konnte. Der Angriff auf das verräterische Dorf Yamigakure war bereits fortgeschritten und jeder der drei erfahrenen Iwa-nin hatte bereits das seine für den Kampf geleistet. Es war Zeit eine persönliche Angelegenheit zu klären. Wohngebäude und allgegenwärtige, kunstvolle Schreine waren zum großen Teil bereits in Schutt und Asche gelegt worden, während der Kampfeslärm durch die Umgebung hallte.
Nach zahlreichen passierten Gebäuden machte Tetsu an einem kleinen Platz halt und gebot auch den beiden anderen es ihm gleich zu tun. Langsam begannen die sichtbaren Veränderung durch den Eremiten-Modus zu verschwinden und der Teitai erhielt sein normales Aussehen zurück. "Sie sind hier.", flüsterte er leise, während er das Gefühl die Leute in der Nähe wahrzunehmen langsam verflog. "Ich kann sie riechen. Sie ist in der Nähe.", bestätigte Shintaro die Annahme, woraufhin auch Tetsu anfing zu schnüffeln und die Erkenntnis des Drachenjungen mit einem Nicken unterstütze. "Was seid ihr? Hunde?", flüsterte Gin leicht irritiert, doch zog leise sein Schwert hervor, um für die unausweichliche Konfrontation bereit zu sein. "Wenn wir wissen, dass sie hier sind, wissen sie sicher das selbe von uns.", erklärte der Blondschopf und schaute sich vorsichtig um. "In der Tat.", entgegnete plötzlich eine wohlbekannte Stimme und Manako tauchte wie aus dem nichts hinter Gin auf und war im Begriff diesen mit ihrem Katana niederzustrecken. Keine Sekunde verlierend reagierte jedoch sogleich Shintaro und spie eine Stichflamme in den Weg der Attacke. Gin reagierte sofort und spie wiederum ein eigenes Futon-Jutsu in den quer vor sich verlaufenen Flammenstrahl um diesen auf Manako zu lenken. Diese machte einen Satz zurück und funkelte ihren ehemaligen Teamkameraden mit ihrem Sharingan an, dieser reagierte zu spät um den Augenkontakt zu beenden und fand sich in einem Genjutsu gefangen wieder. Sofort reagierte Tetsu und legte eine Hand an den Arm des Mannes um die Illusion mit seinem Chakra zu brechen. "Gute Reaktion, aber das nächste mal vorsichtiger.", ermahnte er den Katon-Experten, der sich jedoch eilig wieder fasste und seinen Fokus sofort auf die gefährliche Gegnerin richtete zu der sich zwei in schwarze Mäntel gehüllte Gestalten gesellten, die aus den Trümmern der Häuser hervortraten. Unter tief ins Gesicht gezogenen Kapuzen ließen sich die roten Augen der Hekiougi auch bei diesen beiden Kämpfern erkennen. "Wieso, Manako?", schrie plötzlich Shintaro, der den Verrat seiner ehemaligen Kameradin verstehen wollte. "Es hat keinen Sinn, Junge. Sie ist eine Hekiougi. Die Freundin, die du geglaubt hast zu kennen gibt es nicht.", unterband Tetsu die Unterhaltung eilig, um zu verhindern, dass die Frau, die seit ihrer Kindheit in die Reihen Iwagakures eingeschleust worden war, Shintaro emotional schwächen konnte. "Wir werden sie voneinander trennen.", entschloss Tetsu sich eilig, doch stieß dabei bei seinen Kameraden nur auf irritierte Blicke. "Wieso?", fragte Gin gerade heraus. "Sagte dein Großvater nicht immer man solle niemals allein gegen einen Hekiougi kämpfen?" "Und ich sage man sollte niemals allein gegen einen Teitai Tetsu kämpfen. Außerdem kennt sie euch zu gut. Ihr schnappt euch jeweils einen von diesen lächerlich in schwarz gekleideten Handlangern, während ich Fräulein 'Ich bin bald tot' in die Mangel nehme." Die Vertrautheit mit den Jutsu und Taktiken der beiden anderen war jedoch nur ein Grund. Tatsächlich befürchtete er die Worte der Verräterin könnten die beiden härter treffen als jede Technik. Zuletzt war er auch alles andere als dem Gedanken abgeneigt Manako persönlich zu erledigen. "Glaubt ihr etwa nicht ihr könnt es nicht mit ein oder zwei Hekiougi aufnehmen? Das ist doch Kinderkram." "Du willst das hier nur selbst erledigen, alter Egomane.", kritisierte Gin Tetsu im Spaß, doch ließ durchklingen, dass er mit dem Plan einverstanden war. "Ich hätte lieber eine andere Aufteilung, aber sie ist mit meinen Jutsu wohl wirklich vertraut. Ich zwar auch mit ihren, aber das verdammte Sharingan gibt ihr dabei den Vorteil.", gab schließlich auch Shintaro seine Zustimmung. Mit einem gleichzeitigen Nicken teilten sich die drei Männer auf und visierten ihren jeweils ausgesuchten Gegner an. Die Hekiougi hatten geduldig gewartet und waren offenbar durchaus zufrieden mit dem Plan der Iwa-nin sie auseinander zu treiben, was sich auch durch ihre recht freiwilligen Bewegungen in verschiedene Richtungen äußerte.
"Du bist also mein Gegner, Teitai Tetsu? Unterschätzt man mich wirklich so sehr? Ich hatte gehofft der Rest nimmt die Sache etwas persönlicher.", meldete sich Manako gelassen, während sie auf dem roten Ziegeldach eines kleinen Hauses landete und unter ihr einige von Tetsu geworfene Shuriken einschlugen. "Das ist so persönlich wie es nur geht.", erwiderte der Iwa-nin vom Fuße des Gebäudes aus und schlug ohne jeglichen Vorbehalt in die tragende Wand vor sich, um seiner Gegnerin den Halt zu nehmen. Diese sprang vom Dach hinunter und landete elegant auf dem Boden. "Wenn rohe Kraft alles ist was du zu bieten hast, dann bist du meinem Sharingan nicht gewachsen." "Hör auf anzugeben.", antwortete Tetsu gelangweilt und beschwor mit dem Siegel an seinem Armprotektor ein übergroßes Shuriken herbei, welches er sogleich auf seine Gegnerin feuerte. Diese bewegte sich nicht mal von der Stelle und machte nur die geringste nötige Beugung zur Seite um dem Geschoss auszuweichen. Der Tetitai hatte indes die Distanz zwischen den beiden verringert und an seinem Bo einen großen Hammer aus Fels erschaffen, welchen er von oben hinab auf Manako heruntersausen ließ. Eine gewaltige Staubwolke entstand bei der Kollision, doch traf der Iwa-nin nicht seine Feindin, sondern wurde er wie schon bei der zuvorigen Auseinandersetzung von der seltsamen Skelett-Gestalt aufgehalten. Diese hatte ihre Hände erhoben und hielt den Hammerkopf davon ab sein Ziel zu finden. "Das beginnt mir auf die Nerven zu gehen.", sagte der bärtige Mann unter großen Anstrengung, während er weiterhin versuchte die Verteidigung zu durchbrechen. Als sich jedoch ein dritter Arm anfing zu bilden und nach dem Teitai ausholte sprang dieser schließlich zurück und ließ die Spitze seiner Waffe zu einem Speer werden. "Wenn rohe Gewalt nicht klappt, dann vielleicht ein Präzisionsschlag!" Den Schlägen der drei Hände ausweichend rammte er die Waffe gegen das Rippengebilde der seltsamen Technik, doch zerbrach die Felsspitze daran. "Zu schwach.", kommentierte Manako kalt, woraufhin sie einen Sprung nach vorne machte und Tetsu persönlich mit einem Tritt zurückschickte. Dieser konnte den Angriff recht gut verkraften und landete einige Meter entfernt auf seinen Füßen. 'Stärker als meine Nahkampfangriffe wird auch keines meiner Ninjutsu mehr in Sachen Kraft. Meine Genjutsu kann sie auf mich zurückwerfen... Aber ewig kann sie diese Verteidigung nicht aufrecht erhalten. Wenn ich genug Druck aus der Distanz mache ohne zu nah an sie heran zu kommen wird sie irgendwann schwächeln. So lange sie in dieser Form ist bin selbst ich im Fernkampf überlegen.' Sebstbewusst begann der Teitai seine Handflächen auf den Boden zu legen, als er plötzlich mitansehen musste wie sich Pfeil und Bogen in den Händen der Chakra-Kreatur seiner Gegnerin formten. "Das kann nicht wahr sein." Sofort schnellte ein lila Pfeil von der Sehne und auf Tetsu zu. Dieser rollte sich zur Seite ab und entkam der destruktiven Attacke um Haaresbreite. "Fernkampf ist als keine Option mehr.", stellte er ernüchtert fest und machte sich bereit dem nächsten Pfeil auszuweichen. Dieser schlug hinter ihm in einen Schrein ein, der komplett in seine Einzelteile zerlegt wurde. 'Die Zerstörungskraft dieser Teile ist gewaltig und schnell sind sie auch noch. Aber ich kann die Unordnung, die sich anrichten, für mich nutzen.' Während das nächste Projektil vorbereitet wurde formte Tetsu einige Fingerzeichen und um ihn herum klappten zwei halbe Erduppeln aus dem Boden, die sich schützend um ihn schlossen. "Zu schwach.", verspottete Manako den Versuch und der kurz darauf durch den Pfeil zerstörte Schutzwall gab ihr recht. Innerhalb der entstandenen Trümmer war jedoch kein Teitai Tetsu zu entdecken. 'Wo ist er?', schoss es der Hekiougi durch den Kopf, doch noch bevor sich für sie die Gelegenheit ergab nach dem Verschwundenen mit ihren Sensor-Fähigkeiten zu suchen, brach aus dem Boden vor ihr ein von Fels umschlossener Iwa-nin hervor, der mit seinen Fäusten sofort eine Kette aus Schlägen gegen die Rippenverteidigung startete. Schnell entstanden einige Risse im Skelett, doch begann Manako schon zu reagieren. Eilig machte sie einen Schritt vorwärts und versuchte Tetsu zu greifen. Dieser sprang zurück und entkam der Hand seiner Kontrahentin. Mit den drei Händen des Susanno hatte er jedoch nicht gerechnet, die sich inzwischen hinter ihm wie eine Wand aufgebaut hatten und ihm den Fluchtweg abschnitten. "Jetzt entkommst du mir nicht mehr.", sagte die Frau selbstsicher und kniff ein Auge zu, während sie das andere auf den Oi-nin fixierte. Bereits wenige Momente später war dessen Arm in schwarzen Flammen eingehüllt, die sich beständig durch die Steinhaut brannten. Wild schüttelte der Teitai sich, doch war chancenlos beim Versuch sich von dem seltsamen Feuer zu befreien. Von dem augenscheinlich besiegten Feind abgelenkt merkte Manako jedoch nicht wie ein weiterer Tetsu hinter ihr aus dem Boden brach und einen kraftvollen Schlag in den Rücken des Schutzes seiner Gegnerin platzierte. Das schon vorher geschwächte Skelett zerbarst und der Iwa-nin brach zur Hekiougi hindurch. Diese drehte gerade erst ihren Kopf nach hinten zum überraschenden Angriff, als dieser auch schon mit einer Hand ergriffen worden war und die Frau am Schopf aus ihrem Schutz hinaus gerissen wurde. Rücksichtslos schleuderte Tetsu sie dabei gegen die nächste Wand und folgte sofort mit einem Stück Papier, welches er auf ihren Bauch platzierte. Die auf dem Siegel geschriebenen Schriftzeichen begannen sich auszubreiten und ihren Weg über die Nuke-nin hinweg zur Wand zu bahnen, um sich dort zu verankern. Unterdessen verpuffte der falsche Tetsu durch die auf ihm züngelnden Flammen. "Du bist festgesetzt.", erklärte er zufrieden und ließ einige Felsstacheln aus der Erde hervorsprießen, die erst kurz vor Manako zum Halt kamen, um dieser jegliche Möglichkeit zur Bewegung zu nehmen. Zugleich versperrten sie ihr die direkte Sicht auf den Iwa-nin, der kein Interesse daran hatte dem selben Feuer zum Opfer zu fallen wie zuvor sein Kage Bunshin.
"Es gibt etwas, das mich schon die ganze Zeit quält.", setzte der Teitai an und ging einige Schritte auf die gefangene Frau zu. "Mein Großvater hat mir berichtet diese spezielle Form des Sharingan, so wie du sie besitzt erhält man nur, wenn man seinen besten Freund tötet. Bedeutet es das was ich glaube?" "Ich hätte dich nicht für jemanden gehalten, der plaudert, bevor er einen Kampf zu Ende bringt.", erwiderte Manako gelassen. "Wir können es auch gleich beenden, aber ich will es wissen." "Willst du mich Fragen, ob ich Kin töten musste, um diese Augen zu erhalten." "Ja.", antwortete Tetsu, wobei ihn die erwartete Antwort bereits erschaudern ließ. "Dann kann ich dir sagen, dass ich mit ihr nicht nur einen wichtigen Feind von Yamigakure ausgelöscht habe, sondern auch weitaus mächtiger geworden bin." "Aber wieso?!", schrie der Iwa-nin wütend und raufte sich durch die Haare. "Weil ich eine Hekiougi bin. Das hast du doch selbst gesagt, oder nicht? Ich bin als Verräterin geboren worden." Der Teitai hielt inne und starrte zu der von Stein umgebenen Manako. "Schon als Kind war ich ein Spion, der unter seinen Feinden leben musste." "Aber wenn sie dir so wichtig war... Wie konntest du uns das antun?!" Die Nuke-nin lachte sanft. "Jagst du nicht schon dein ganzes Leben Nuke-nin? Hast du nicht schon alle Gründe gehört wieso Menschen ihre Freunde verraten?" "Aber sie war etwas besonderes! Das musst du auch gesehen haben!" "So oder so wäre ich eine Verräterin gewesen. Hätte ich es nicht getan, dann hätte ich meine Familie verraten." "Deine Familie? Sie war deine Famile! Dein Team ist deine Familie! Bedeuteten dir all diese Jahre denn gar nichts, verdammt?" Schon fast heiser von seiner Brüllerei ließ Tetsu müde seinen Kopf sinken. "Mein Team war meine Familie? Das war doch alles bloß eine Lüge. Wie lange wäre ich noch ihre Familie gewesen, wenn sie erfahren hätten was ich wirklich bin? Du wärst doch der erste gewesen, der versucht hätte mich zu töten." "Aber doch nicht sie, nicht Kin. Sie hätte es verstanden. Niemand anderes hätte es je erfahren müssen..." Ein kurzes Schweigen trat ein und Manako schienen die Worte ausgegangen zu sein bevor sie sich wieder fing. "Ich werde die Anführerin der Hekiougi werden. Ich werde den Clan ändern und dafür sorgen, dass wir diejenigen werden, die ihre Feinde jagen. Keine Spione mehr, die im Untergrund leben müssen. Damit wird schluss sein. Jetzt ist dafür der perfekte Zeitpunkt. Ich werde eine bessere Zukunft schaffen für meinen Clan." "Du hast keine Zukunft.", konterte Tetsu kühl und ließ die Erdspieße nach vorne schnellen. Manako schien jedoch keinerlei Schaden davonzutragen. Der Fels durchbohrte sie, doch hinterließ keine Wunden, ganz so als sei sie ein Trugbild. Kaum einen Augenblick später schlug auch schon ein Schwert in Tetsus Schulter ein und bohrte sich tief ins Fleisch. "Du warst bereits in den Fängen meines Genjutsu, als du mein Susanno durchbrochen hattest. Ein Blick über meine Schulter zurück zu dir genügt vollkommen.", erklärte die Frau selbstsicher, doch verhielt sich auch der Teitai seltsam, ganz wie Manakos Illusion zuvor. Er begann zu zerfließen und offenbarte seine eigentliche, schlammige Natur. "Ein Tsuchi Bunshin.", erkannte die Hekiougi den Doppelgänger, doch schien trotzdem verwirrt, was ihr auch nicht dabei half dem sie plötzlich umschlingenden Schlamm zu entkommen. Dieser verhärtete sich auch sogleich zu dichter Erde, nachdem er ihren Arm umfasst hatte. Sofort schoss Tetsu aus seiner Deckung und raste auf seine Gegnerin zu. Diese befreite sich zwar gerade noch mit einer ordentlichen Ladung Raiton von der Umklammerung des Schlamms, doch konnte sie nur noch vermindert den Schlag in Richtung Magen ihres Gegners abwehren. Gewaltsam wurde sie zurückgeschleudert und landete an einer nahegelgenen Wand. Mit schmerzverzerrtem Gesicht hustete sie Blut hervor und hielt sich ihren Bauch. "Wann bist du dem Genjutsu entkommen?", fragte Manako verwundert, wobei sie sich etwas Blut aus dem Mundwinkel wischte. "Bin ich nicht. Ich habe einfach vorsichtshalber mit einem Bunshin die Position getauscht nachdem ich dich festgenagelt hatte. Oder zumindest geglaubt hatte das getan zu haben. Du bist immernoch eine Schülerin von Kin. Es schien zu einfach." "In der Tat.", antwortete Manako bedeutungsschwer woraufhin Tetsu sofort einen stechenden Schmerz im Bauch spürte. Er war vom Schwert seiner Gegnerin durchbohrt worden. Die Klinge ragte aus seinem Bauch hervor, doch wie? Sie stand direkt hinter ihm. Langsam verschwand die Manako, die er zuvor geschlagen hatte. "Wie du schon gesagt hast, du hast mein Genjutsu nie verlassen." Kraftvoll versetzte die Hekiougi Tetsu einen Tritt in den Rücken und beförderte diesen damit von ihrem Katana. "Sieht so aus als hätte ich eine sofort tödliche Stelle verfehlt. Den Schaden den meine Augen nehmen sollte ich wohl nicht unterschätzen. Solche Anfängerfehler sind sonst gar nicht mein Stil." Mühsam versuchte Tetsu sich auf die Beine zu kämpfen, während er mit einer Hand gegen die Wunde an seinem Bauch drückte. Mithilfe seines Chakras war er zwar in der Lage die Blutung in geringem Maße aufzuhalten, doch wusste er nicht was für Verletzungen an seinen Organen aufgetreten waren. "Im Gegensatz zu dir werden ich allerdings jetzt kein therapeutisches Gespräch mit meinem Opfer beginnen. Grüß Kin-Sensei von mir." Bedrohlich erhob Manako ihr Katana um den finalen Todesstoß zu versetzen, doch so einfach wollte der Teitai nicht abtreten. Eilig riss er seine Hand über den Boden und erschuf mithilfe eines seiner einfachsten Ninjutsu eine große Staubwolke, die sich in Richtung der Hekiougi ausbreitete. Schützend erhob sie ihre Hand vor die Augen, auch als schon ein Wildschwein aus Fels zwischen den Schwaden hervorbrach und die Verräterin frontal traf. Keuchend wurde sie zurückgeworfen, fing sich jedoch wieder rechtzeitig, um den Erdkeiler mit ihrem von Raiton-Chakra umgebenen Schwert unschädlich zu machen. "Es reicht endgültig!", brüllte sie nach einem kurzen Moment der Erholung und visierte den gebeugt stehenden Tetsu im sich legenden Staub an. Gerade wollte sie den Iwa-nin zum erneuten Male angreifen, als ein lautes Brüllen neben ihr erklang. "Guren: Karyuu Ken!" Mit einer von Flammen umfangenen Faust traf ein wie aus dem Nichts auftauchender Shintaro die Hekiougi in die Seite und schleuderte sich mehrere Meter weit weg gegen die umgestürzte Säule eines eingefallenen Tempels. Manako schrie auf vor Schmerz, doch war trotz des gewaltigen Schadens, den der feurige Angriff angerichtet hatte noch in der Lage zu stehen. Entschlossen visierte sie ihren ehemaligen Teamkameraden mit einem Auge an. "Shintaro, pass auf!", rief Tetsu verzweifelt, als er das Verhalten der Verräterin als die Vorbereitung für die schwarzen Flammen erkannte. Noch bevor sich das Jutsu jedoch entfalten konnte tauchte auch schon der zweite Helfer auf. Mit einem präzisen Schwertstreich über das Gesicht hinterließ Gin einen tiefen Schnitt über beide Augen der Hekiougi hinweg, bevor er sie mit einem Tritt wieder gegen die hinter ihr liegende Säule beförderte. "Ich hab für Heute genug von diesem verdammten Sharingan.", erklärte er selbstsicher. Gin, wie auch Shintaro, waren von den Kämpfen mit ihren jeweiligen Gegnern offenbar schwer mitgenommen worden. Dem blonden Shinobi fehlte sogar sein mechanischer Arm, doch dies war in jenem Moment nicht von Bedeutung. Selbst der schwer verletzte Tetsu hatte durch die Unterstützung seiner Kameraden seine letzte Kraft sammeln können und stürmte mit einer Felsspitze um seine Faust auf Manako zu. Ohne jedwedes Zögern rammte er die improvisierte Waffe direkt in das Herz der Frau. Diese sackte in sich zusammen und fiel leblos zu Boden. Erschöpft stürzte der Teitai zurück, doch wurde von Gin gestützt, bevor er in den Staub fallen konnte. Zufrieden nickte er seinem langjährigen Freund zu und wiederholte die Geste, als der Schüler seiner toten Kameradin sich zu den beiden gesellte. Sie hatten es vollbracht.


18) A legend continues - The journey goes on! Teitai Tetsu marches on into new adventures!

18

"Komm schon, noch einen hinterher!", ermutigte Gin seinen Freund Tetsu dazu noch ein wenig mehr vom Sake zu nehmen. Dieser zeigte sich zuerst ein wenig zurückhaltend, ließ sich jedoch schließlich einschenken. Energisch stießen die beiden Iwa-nin mit ihren Schälchen an, bevor sie jene zügig leerten und sich entspannt gegen den hinter ihnen schnarchenden Arai lehnten. Vor dessen Schnauze stand eine überdimensionierte Schale, die eindeutig auf eine ebenso überdimensionierte Flasche Reiswein in der Nähe schließen ließ. "So lässt es sich aushalten, alter Freund.", sagte Gin zufrieden und blickte über ein kleines Lagerfeuer hinweg zu den Grabsteinen von Akagane und Kin. "Ich glaub' wenn ich mal hin bin, dann lass ich mich auch hier im Keilertal verbuddeln. Immerhin ist hier alles was ich an Familie habe. Glaubst du das könnteste einrichten?", fragte der angetrunkene Blondschopf leicht lallend und legte seine metallene Hand auf die Schulter des Teitai. "Wieso glaubst du ich lebe länger als du?" "Alle Männer in deiner Familie werden 100 Jahre alt. Natürlich lebst du länger als ich." "Ist was dran.", stimmte Tetsu zu faltete seine Arme hinter seinem Kopf. "Auf jeden Fall is man hier in guter Gesellschaft. Aber ein wenig muss das schon noch warten.", fuhr er fort und boxte seinem Freund sachte in die Seite. "Stimmt! Ich hab noch 'ne Menge vor.", pflichtete Gin bei. "Und ich erst. Man hat noch nicht das letzte von Teitai Tetsu gehört, das kannst du mir glauben!" "Wenn du das sagst. Und jetzt noch mehr Sake!" "Mehr Sake!" Vom Gebrabbel der beiden Ninja leicht in seinem Schlag irritiert schnaubte Arai unzufrieden, doch lullte sich bald schon wieder in die sanfte Welt der Träume ein.

Vielen Dank an Hikari Senshu, Yamato Kira und Sagittarius Arashi für ihr Unterstützung beim Schreiben der Story!

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Teitai Tetsu« (1. November 2011, 14:53)

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